Monday 17. March 2014

Was wurde aus der Befreiungstheolgie?

Es gibt heute nicht mehr die eine, sondern viele: die feministische, schwarze, die der indigenen Völker, der Bäuerinnen und Bauern. Das sagt Silvia Regina de Lima Silva. Sie ist Synodale bei Mission 21 und Direktorin des Ökumenischen Forschungsinstituts (DEI) in Costa Rica.

Die Zeitschrift «Neue Wege» bringt in ihrer März 2014-Ausgabe ein langes Interview mit Silvia Regina de Lima Silva.

Ihr Ansatz ist radikal ökumenisch, was bedeutet, dass sich Menschen mit denselben sozialen Anliegen zusammentun, über Glaubens- und Konfessionsgrenzen hinweg. Die Bibel wird in gemeinschaftlicher Lektüre auf ihre befreiende Wirkung hin gelesen. Die Rolle der Theologie sei heute nicht, soziale Prozesse anzustossen, sondern diese zu begleiten, so de Lima Silva.

Theologie müsse «beitragen zur Dekonstruktion der herrschenden Theologie und andere, alternative Lektüren von Gott anbieten, die Veränderungsprozesse inspirieren und nicht verhindern. Der grosse Konservatismus vieler der Kirchen und der Gebrauch traditioneller Theologie durch die Mächtigen stellen enorme Hindernisse bei der Veränderung der Gesellschaften dar.»

Die grosse europäische Solidarisierungswelle mit Lateinamerika sei verebbt, sagt Silvia Regina de Lima Silva: «Für viele scheinen wir nicht mehr zu existieren», resümiert die Theolgieprofessorin. Dabei sei die Welt nun an einem Punkt der Globalisierung und ihrer Krise angelangt, «wo wir in der Reflexion gemeinsam wachsen können.»

» Lesen Sie hier das ganze Interview

» Weitere Informationen zum DEI (Ökumenisches Forschungsinstitut)

» Zur Zeitschrift «Neue Wege»

 
 
Kontakt

Hansueli Meier
Programmverantwortlicher
Chile & Kontinentalprogramme
Lateinamerika
Tel.: +41 (0)61 260 22 69 
» E-Mail