Kooperationsprogramm Nigeria

Land: Nigeria
Projekt-Nr.: 162.1001
 

Im Kooperationsprogramm sind alle Projekte von Mission 21 in Nigeria gebündelt und auf gemeinsame Ziele ausgerichtet. Durch eine klare Landesstrategie wird die Wirkung der einzelnen Projekte verstärkt. Ihre Spende für das Kooperationsprogramm fliesst in jene Projekte in Nigeria, in denen das Geld am dringendsten benötigt wird. Über- oder Unterfinanzierungen werden so reduziert.

Die Terrormiliz Boko Haram hat an militärischer Schlagkraft verloren und wurde durch eine regionale Einsatztruppe im Nordosten von Nigeria stark zurückgedrängt. Dennoch ist die Gefahr für die Zivilbevölkerung nicht gebannt. Schätzungen beziffern die Zahl der Todesopfer im Nordosten auf weit über 20'000. Insgesamt wurden rund 2,6 Millionen Menschen vertrieben. Die Überlebenden sind durch terroristische Anschläge gefährdet. Die humanitäre Lage hat sich dramatisch zugespitzt. Es mangelt an Mitteln der Grundversorgung. Insbesondere Kleinkinder sowie schwangere und stillende Frauen sind von Mangelernährung betroffen.

Rückkehrhilfe, Aufbauhilfe und interreligiöse Friedensarbeit

Der Nordosten Nigerias ist die Heimat der Kirche der Geschwister in Nigeria (EYN), Partnerkirche von Mission 21. Über 8'000 Mitglieder der Partnerkirche sind durch den Terror ums Leben gekommen. Die EYN und weitere Partnerorganisationen von Mission 21 unterstützen die intern Vertriebenen durch Traumaarbeit und die Sicherung der Grundbedürfnisse. Inzwischen konnten über 700'000 Menschen in ihre Heimat zurückkehren. Rückkehrende werden im Aufbau ihrer Lebensgrundlagen unterstützt.

Menschen, die mittelfristig nicht zurückkehren können, erhalten in Umsiedelungscamps eine temporäre Heimat. Die Hilfe gilt allen Betroffenen, ungeachtet religiöser und ethnischer Zugehörigkeit. Dadurch setzt die Partnerkirche von Mission 21, eine traditionelle Friedenskirche, ein klares Zeichen für ein friedliches Zusammenleben von Christen und Muslimen und wendet sich gegen Fanatismus und Radikalisierung. Besondere Aufmerksamkeit gilt Frauen und Kindern, die durch den Konflikt am meisten gefährdet sind.

Stärkung der Zivilgesellschaft in Nigeria

Die Partnerkirche EYN trägt in Zusammenarbeit mit Mission 21 dazu bei, die Zivilgesellschaft im Nordosten Nigerias zu stärken. Die wirtschaftliche und gesellschaftliche Stärkung der Frauen ist dabei eine wichtige Säule. Die beteiligten Menschen werden befähigt, ihre Existenzgrundlagen zu sichern und die Lebensbedingungen zu verbessern.

Nigeria hat auf dem ganzen Kontinent die grösste Anzahl Menschen, die mit HIV/ Aids leben. Die Partnerkirche arbeitet darauf hin, dass die Anzahl Neuinfektionen vermindert und die Lebensbedingungen von Menschen mit HIV/Aids verbessert werden. Menschen werden in der Verwendung von Heilpflanzen und im Bau energieeffizienter Kochherde geschult, um die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen zu fördern. Die Angebote stehen Menschen ungeachtet ihrer Ethnie und Religion offen.

Die interreligiöse NGO «Lifeline Compassionate Global Initiatives» (LCGI) ist eine weitere Partnerorganisation von Mission 21. Sie fördert den Zugang zu Bildung und Berufsbildung für Kinder und Jugendliche. Durch zinslose Darlehen unterstützt die Organisation zusätzlich vom Konflikt betroffene Familien.    

» Detailinformationen

» Meldung zur aktuellen Lage in Nigeria vom September 2017

Projekte im Kooperationsprogramm Nigeria

162.1002: Wirtschaftliche und gesellschaftliche Stärkung von Frauen
162.1006: Religion als Faktor für Frieden und Entwicklung in Nigeria
162.1007: Interreligiöse Friedensarbeit in Nigeria
162.1010: Programmentwircklung und Koordination in Nigeria
162.1011:
Kompetent und gut qualifiziert: gestärkte Partner in Nigeria
162.1021: HIV/Aids: Prävention und Hilfe in Nigeria
162.1030:
Nachhaltiger Zugang zu natürlichen Ressourcen
999.1106: Nothilfe für Vertriebene, Witwen und Waisen in Nordnigeria


Projekt-Nr.: 162.1001

Projektsumme

CHF 593'700

Projektdienst

Mission 21
Miriam Glass
Missionsstrasse 21
4009 Basel
Tel: +41 (0)61 260 23 03
» E-Mail

Projektspende


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