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Projekte in Chile
Partnerorganisationen in Chile

Partnerorganisationen von mission 21 in Chile

Chilenischer Kirchenbund - Confraternidad Cristiana de Iglesias (CCI)
Methodistische Kirche von Chile - Iglesia Metodista de Chile (IMECH) und ihr Entwicklungs- und Ausbildungsdienst - Servicio para el Desarrollo y la Educación Comunitaria (SEDEC)
Oekumenisches Zentrum "Diego de Medellín" - Centro Ecuménico “Diego de Medellín” (CEDM)
Evangelisch-Theologische Gemeinschaft - Comunidad Teológica Evangé­lica de Chile (CTE)
Evangelischer Entwicklungsdienst - Servicio Evangélico para el Desarrollo (SEPADE)
Dienst für Frieden und Gerechtigkeit - Servicio de Paz y Justicia (SERPAJ)
Frauenkollektiv Con-spirando - Colectivo Con-spirando

Chilenischer Kirchenbund - Confraternidad Cristiana de Iglesias (CCI)

Sitz des Kirchenbundes: Santiago, Chile. Gegründet 1982, Gründungsversammlung jedoch erst 1985.

CCI ist ein Zusammenschluss von Kirchen, die ihren Glauben als Ausdruck von Einheit, Solidarität und Geschwisterlichkeit leben. Ihre prophetische Aufgabe ist für die chilenische Gesellschaft auf dem Hintergrund der Menschenrechtsverletzungen während der Diktatur wichtig. Mitglieder und Leiter halten diese Organisation durch ehrenamtlichen Einsatz am Leben. Ihr Hauptanliegen ist die Förderung der Einheit der christlichen Kirchen und deren gesellschaftspolitisches Engagement.

Methodistische Kirche von Chile - Iglesia Metodista de Chile (IMECH) und ihr Entwicklungs- und Ausbildungsdienst - Servicio para el Desarrollo y la Educación Comunitaria (SEDEC)

Hauptsitz der Kirche: Santiago, Chile. Gegründet: 1901, seit 1969 ist die Kirche autonom.

Die Methodisten kamen 1879 als Missionare unter dem kalifornischen Evangelisten William Taylor nach Chile um in einem eigenfinanzierten religiösen Bildungsprojekt ihren Dienst zu leisten. Die Missionare gründeten Schulen in Iquique, Coquimbo, Santiago und Concepción. Eine starke Betonung der Arbeit der Methodistischen Kirche Chiles liegt auf den sozialen Aufgaben, vor allem der Gründung von Schulen in Stadt und Land. Ihre ökumenische Motivation und Partizipation verliehen ihr eine anerkannte Präsenz nicht nur im kirchlichen Bereich, sondern gleichermassen in sozialen und kulturellen Angelegenheiten. Schwerpunkte der Arbeit liegen im Sozialen, der Gesundheit und der Erziehung. Die Zusammenarbeit mit mission 21 begann 1981 über die theologische Hochschule CTE und 1984 kam die Beziehung zum Entwicklungsdienst SEDEC hinzu. Die Projektbeziehung besteht über SEDEC als Sozialinstitution der methodistischen Kirche.

SEDEC: Der Entwicklungs- und Ausbildungsdiensthat sein Büro in Concepción, Chile. Gegründet 1983 zu Diktaturzeiten aus der historischen Verpflichtung der Methodistischen Kirche in Chile.

SEDEC ist in einer der ärmsten Regionen Chiles mit dem höchsten Anteil evangelischer Bevölkerung in den Armenvierteln tätig. Der Auftrag von SEDEC ist die Entwicklung von Gemeinschaften, damit diese sich organisieren und gemeinsam Selbsthilfe-Initiativen ergreifen können. Aber auch die Befähigung von Einzelnen durch Workshops und Kurse ist wichtiger Bestandteil. Schwerpunkte liegen auf der Frauenarbeit, der Überwindung von innerfamiliärer Gewalt, der Förderung von Gesundheit mit Heilkräutern und der Arbeit mit den Mapuche, der indigenen Bevölkerung südlich von Concepción, sowie auch der Kommunikation.

Die Verbindung zu mission 21 besteht seit Ende 1984 durch die finanzielle Unterstützung der Projekte, wie auch dem Einsatz von Oekumenischen MitarbeiterInnen und jungen Berufsleuten.

www.sedec.cl

Oekumenisches Zentrum "Diego de Medellín" - Centro Ecuménico “Diego de Medellín” (CEDM)

Hauptsitz: Santiago, Chile. Gegründet 1983.

Es handelt sich um eine Korporation, bestehend aus einer Versammlung von 23 Mitgliedern, die einen siebenköpfigen Vorstand wählt. Die Institution wurde geschaffen, um die chilenischen Christen der armen Schichten (Katholiken und Evangelische) aus einem theologisch-ökumenischen Ansatz heraus in der täglichen Praxis theologischer Reflexion und in fachlicher Beratung zu unterstützen und zu begleiten. Das interdisziplinäre und oekumenische Team führt, in Zusammenarbeit mit PastorInnen, Priestern, Ordensleuten, KatechetInnen, Frauen, Leitern von Gemeinschaften und organisierten Gruppen, verschiedene Aktivitäten, vor allem in Städten (Santiago, Copiapó, Concepción), durch.

Die Zusammenarbeit mit mission 21 begann 1995. Themenschwerpunkte sind: Ethik, Politik und christliche Verantwortung; Theologie und Kultur des Friedens; Gender und Theologie; und Glaube, Spiritualität und Kontext.

Evangelisch-Theologische Gemeinschaft - Comunidad Teológica Evangélica de Chile (CTE)

Hauptsitz: Santiago, Chile. Weiterer Sitz in Concepción. Gegründet 1964.

Die CTE ist eine evangelische theologische Hochschule, die von sieben evang­elischen Kirchen, davon auch drei Pfingstkirchen, getragen wird. Ihre Mission ist eine ganzheitliche theologische Aus- und Weiterbildung anzubieten, die offen für die Diversität der Evangelischen ist. Durch Programme auf verschiedenen Ni­veaus sollen die Ausgebildeten eine aus Glaubenssicht vernünftige und kriti­sche Teilnahme an Kirche und Gesellschaft entwickeln. Studierende aus allen Kirchen des Landes können sich im Universitätsprogramm oder im Aus- und Weiter­bil­dungsprogramm für kirchliche LaienmitarbeiterInnen ausbilden. Das Hochschul­pro­gramm findet in Santiago und Concepción statt.

Die CTE und mission 21 nahmen ihre Zusammenarbeit 1985 auf. Sie besteht aus finanzieller Unterstützung der Programme und der Entsendung von ökumenischen Mitarbeitern als Dozenten.

Evangelischer Entwicklungsdienst - Servicio Evangélico para el Desarrollo (SEPADE)

Hauptsitz: Concepción, Chile. Gegründet 1975 als Abteilung der Pfingstkirchenmission (Misión Iglesia Pentecostal)

Seit 1995 ist SEPADE eine unabhängige Organisation, bestehend aus Vertretern verschiedener evangelischer Kirchen. Die Schwerpunkte der Arbeit von SEPADE liegen im Bereich der Bildung, sozialen, kulturellen und produktiven Aktivitäten in den Regionen Bío Bío, Araucanía und in der Hauptstadt in 2 Programmen: Ent­wicklung und Bürgerbeteiligung, Entwicklung und innovative Bildung. Sepade will Wege eröffnen, durch die Personen und Gruppen, geschädigt durch Armut, Dis­kriminierung und Ausgrenzung, ihre eigenen Ressourcen und unternehmeri­schen Fähigkeiten aktivieren können. Dies geschieht auf der Basis des Evangeliums und unter Betonung von Solidarität und Partizipation.

Die Zusammenarbeit mit mission 21 begann 1980 mit der Finanzierung der "Guía Dominical" ("Sonntäglicher Wegweiser"), der Lieferung von Milchprodukten aus der Schweiz sowie der Mitarbeit von Oekumenischen MitarbeiterInnen. Die Zusam­­menarbeit beruht auf der Unterstützung des Kulturhauses, welches den Evangelischen Raum in der chilenischen Gesellschaft eröffnet.

Dienst für Frieden und Gerechtigkeit - Servicio de Paz y Justicia (SERPAJ)

Hauptsitz: Santiago, Chile. Gegründet 1977 im Kampf um die Verteidigung der Menschenrechte, wozu landesweit regionale Teams eingerichtet wurden.

Heute arbeitet SERPAJ für die Konsolidierung der Demokratie und unterstützt soziale Organisations- und Partizipationsprozesse als Ausdruck ökonomischer, gesellschaftlicher und kultureller Rechte; Friedenserziehung, Wehrdienstverweigerung aus Gewissensgründen und Entmilitarisierung sind weitere Schwerpunkte. Die Beziehung zu mission 21 begann 1985 mit der Unterstützung des Regionalteams Antofagasta und seines Entwicklungsprogramms für Frauenorganisationen. Die gegenwärtige Zusammenarbeit beruht auf der Arbeit mit Frauen, Eltern und Schulen im Bereich innerfamiliäre Gewalt für eine Erziehung zum Frieden.

 Frauenkollektiv Con-spirando - Colectivo Con-spirando

Hauptsitz: Santiago, Chile. Gegründet: 1991

Aufgrund gemeinsamer Interessen einer Gruppe von Frauen an Spiritualität, Theologie und Ethik aus feministischer Sicht haben sich diese zusammengeschlossen. Ihre Absicht war es, Raum zu schaffen für Reflexion, Gespräch, Feier und Aneignung von Wissen. Ihre Aufgabe sahen sie so: “Uns als Frauen in Lateinamerika zur Selbständigkeit zu ermächtigen und Beziehungen der gegenseitigen Achtung unter uns und zu unserer Umwelt aufzubauen.” Sie arbeiten hauptsächlich an Veröffentlichungen und Bildungsprogrammen, durch die Produktion und Erprobung von Lehrmaterial und geben die ökofeministische Zeitschrift "conspirando" heraus.

Die Beziehung zu mission 21 begann durch die Zusammenarbeit im Frauennetzwerk AMEN - Asociación de Mujeres Ecuménicas Nacionales. Seit 2004 besteht eine finanzielle Projektunterstützung zur Erarbeitung von Kursmaterial und Methoden zu Themen wie Ethik und Sexualität, Gewalt  und Gender.

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