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Projekte in Indonesien
Partnerorganisationen in Indonesien

Partnerorganisationen von mission 21 in Indonesien

Der Evangelische Kirchenbund in Indonesien PGI - Persekutuan Gereja-gereja di Indonesia(PGI) Die Evangelische Kirche in Kalimantan - Gereja Kalimantan Evangelis (GKE) Evangelische Kirche in Irian Jaya - Gereja Kristen Injili - Papua (GKI) Kirche zur Ausstrahlung des Evangeliums - Gereja Kristen Pemancar Injil (GKPI) Die Pasundan-Kirche - Gereja Kristen Pasundan (GKP) Evangelische Kirche der Minahasa - Gereja Masehi Injili Minahasa (GMIM) Evangelische Kirche von Sangihe-Talaud – Gereja Masehi Injili Sangihe-Talaud (GMIST) Regionalsynode des PGI in Nord- und Zentralsulawesi - Synose Am Gereja-Gereja di Sulawesi Utara dan Tengah (SAG)

Der Evangelische Kirchenbund in Indonesien PGI - Persekutuan Gereja-gereja di Indonesia (PGI) Der Vorgänger des Evangelischen Kirchenbundes in Indonesien PGI wurde 1950 gegründet. Es lag die Vision einer vereinigten protestantische Kirche Indonesiens zugrunde. 2005 hatte der PGI 81 Mitgliedskirchen, welchen gegen 10 Mio. Menschen angehören. Die Tatsache, dass der PGI eine religiöse Minderheit in einem Land mit überwiegend muslimischer Bevölkerung repräsentiert, in dem ein hohes Mass an sozialer Kontrolle besteht, verleiht ihm eine konsultative Rolle für die Regierung. mission 21 kann auf eine lange Partnerschaft mit dem PGI zurückblicken. Seit 1993 drückt sich das durch die Mitgliedschaft des PGI in der Gemeinschaft der BM-Partner in Asien aus. mission 21 unterstützt die Frauenarbeit und das Zentrum für Forschung & Entwicklung des PGI, sowie das Gesamtprogramm des PGI. Der PGI übernimmt die Regelung der Visa von ökumenischen Mitarbeitenden von mission 21 in Indonesien.

Die Evangelische Kirche in Kalimantan - Gereja Kalimantan Evangelis (GKE) Kirchenverwaltung: Banjarmasin; selbständige Kirche seit 1935. Die Evangelische Kirche in Kalimantan wurde von der Basler Mission aus einigen Missionsstationen zu einer Kirche aufgebaut, die 1935 eigenständig wurde. Die japanische Besetzung während des Zweiten Weltkrieges zwang die Dajakchristen, die Verantwortung für ihren Glauben und ihre Kirche zu übernehmen. Nach dem Krieg, in einer Zeit, die von Nationalismus geprägt war, wurde entschieden, dass Missionare jetzt als Fachmitarbeitende weiterhin willkommen waren, aber keine Führungspositionen mehr einnehmen sollten. In den sechziger Jahren engagierte sich die Basler Mission vermehrt in Entwicklungsarbeit wie Landwirtschafts- und Holzverarbeitungsprojekte (PLPP Tumbang Lahang, SMK Mandomai). Auf dem Höhepunkt dieses Engagements in den Siebzigern waren bis zu 30 europäische Mitarbeitende dort tätig. 2005 konnte nach längerer Pause wieder eine europäische Mitarbeiterin an der Theologischen Hochschule der GKE in Banjarmasin stationiert werden. Die GKE und mission 21 sind sehr daran interessiert, auch in Zukunft den personellen Austausch von Mitarbeitenden zu fördern. Die Kirche verfügt über 905 Gemeinden in 64 Kirchenbezirken. 300 Pfarrer und Pfarrerinnen betreuen diese Gemeinden, wobei der Anteil von Frauen im Pfarramt zunimmt. Die Mitgliederzahl beläuft sich auf 250'000, die meisten zählen ethnisch zum Volk der Dayak. Die Gemeinden sind in einem Gebiet angesiedelt, das sich von Westen nach Osten über 900 km und von Norden nach Süden über 600 km, über alle vier Provinzen Kalimantans erstreckt. Diese werden schon bald durch den Trans-Kalimantan-Highway verbunden sein. Der Strassentransport wird dann den Transport auf Flüssen und mit Flugzeugen ergänzen. Es gibt nur wenige städtische Zentren wie Palangkaraya und Banjarmasin. Die meisten Kirchenmitglieder leben nach wie vor in Dörfern und betreiben Ackerbau. mission 21 engagiert sich mit der GKE in verschiedenen Entwicklungsprojekten (Holzfachschule Mandomai, Landbau-Zentrum Tumbang Lahang, Entwicklungsprogramm Parpem, Fairer Handel mit Kunsthandwerk) welche zum Ziel haben, junge Leute für das Leben und die Arbeit in einer sich schnell verändernden Gesellschaft auszurüsten sowie zur Verbesserung der Lebensqualität der Gemeinschaft beizutragen. Das theologische Seminar STT in Banjarmasin wird mit Stipendien für die Fakultätsentwicklung und mit Beiträgen für die Bibliothek unterstützt. Seit 2005 ist auch eine ökumenische Mitarbeiterin von mission 21 als theologische Dozentin dort tätig. Im Rahmen des Friedensprogramms von misson 21 in Indonesien werden auch einige Projekte von GKE und STT finanziert, und die Programme der Frauenkommission der GKE erhalten besondere Unterstützung.
Evangelische Kirche in Irian Jaya - Gereja Kristen Injili - Papua (GKI) Kirchenverwaltung: Jayapura; gegründet 1956. Die erste Synode der Evangelischen Kirche in West Papua GKI wurde 1956 in Jayapura, der Hauptstadt der Provinz, abgehalten. Mit der Kirchengründung formulierten führende Kirchenleute: «Aus dem Nichts ist etwas Konkretes entstanden. Das ist in sich selbst eines der Wunder Gottes, durch welches in gerade einem Jahrhundert die Unterschiede der vielzähligen Sprachen, Stämme und Kulturen überwunden wurden und eine Kirche Gestalt gewinnt.» Im Verlaufe ihrer dreissigjährigen Geschichte hat die GKI manche Zerreissprobe bestanden. Zu den geographischen, infrastrukturellen und kulturellen, fast unüberwindlichen Schwierigkeiten kamen in den sechziger Jahren schwere politische Richtungskämpfe. Erst Mitte der siebziger Jahre setzte sich ein kirchenpolitischer Kurs durch, der sich grundsätzlich zur Einheit der indonesischen Kirchen im Verband des indonesischen Kirchenbundes (PGI) bekannte. Während die GKI-Leitung damit offiziell auch für die Zugehörigkeit Westpapuas zum indonesischen Staat eintritt, wünscht sich die überwiegende Mehrheit der Papuas die staatliche Unabhängigkeit von Indonesien. Ein wichtiges Anliegen der Kirche in diesem wohl noch lange schwelenden Konflikt ist es, dass er gewaltlos und zum Wohle des Volkes gelöst wird. Im Rahmen der GKI haben Missionen auch mit der Arbeit im Hochland beginnen können. Durch diese Arbeit hat die Zahl der GKI-Mitglieder stark zugenommen. Sie beträgt heute ca. 560'000. Diese leben in 1052 Gemeinden in 30 Kirchenbezirken, einschliesslich 152 sogenannte Missionsposten und 23 Umsiedlungsgemeinden. Die Kirche zählt über 500 kirchliche Mitarbeiter, davon etwa 160 Pfarrer. Die Strategie einer «Integrierten Entwicklungsmission» wurde 1984 von der Synode beschlossen. Zur Planung und Durchführung richtete die Kirche eine Abteilung für Forschung und Entwicklung ein. Ihre Aufgabe ist es, regionale Gemeinschaftsprogramme zu unterstützen und bei der Planung in verschiedenen Sektoren zu helfen, wie z.B. Gesundheit, Erziehung, Wirtschaft und Evangeliumsverkündigung. Die Verantwortung in den Regionen liegt bei den einheimischen Mitarbeitenden der regionalen Kirchlichen Entwicklungsdienste. Die theologische, personelle und finanzielle Selbständigkeit ist seit der 10. Synode der GKI 1984 anvisiertes Ziel. Im Blick auf die Finanzen wird es noch lange unerreichbar sein. Die Grösse des Kirchengebiets und der Aufgaben übersteigen bei weitem die eigenen Möglichkeiten. Für die GKI wie auch für die ausländischen Partner – auch für mission 21 – ist die nicht einfache Zusammenarbeit ein wichtiger Lernprozess auf dem Weg zu neuen Formen missionarischer Gemeinschaft.
Die Pasundan-Kirche - Gereja Kristen Pasundan (GKP) Kirchenverwaltung: Bandung, Java, Indonesien. Es ist die evangelische Kirche der Sundanesen, des Volkes, das den Westen der indonesischen Insel Java bewohnt. Eine reine Stammeskirche will die GKP aber nicht sein. Sie versteht sich als Gebietskirche, die allen evangelischen Christen in ihrer Region offen steht. Das ist eher eine Ausnahme in der evangelischen Kirchenlandschaft Indonesiens. Der Wunsch der Protestanten, möglichst überall im Vielvölkerstaat Indonesien eine heimatliche Stammeskirche besuchen zu können, ist gross. Westjava ist ein ausgeprägt islamisches Gebiet. Die Christen bilden hier nur eine kleine Minderheit. So zählt auch die Pasundan-Kirche lediglich rund 28'000 Mitglieder in 42 Gemeinden mit 47 Pfarrern. Diese Minderheitssituation gegenüber einem hier z.T. recht aggressiven Islam ist nicht einfach. Obwohl der Kirche die Mission ein wichtiges Anliegen ist, und die Zahl der Mitglieder durchaus auch zunimmt, pflegt sie einen behutsamen Umgang mit der islamischen Umgebung. Ohne vertrauensbildende Gespräche wäre ein friedliches Zusammenleben nicht möglich. Für die Theologen der Pasundan‑Kirche ist darum die Kenntnis des Islam, die Auseinandersetzung mit ihm und der Dialog mit muslimischen Geistlichen ausserordentlich wichtig. Die ersten Beziehungen zwischen der Schweiz und der Pasundan-Kirche gehen in die Siebziger des letzten Jahrhunderts zurück. Die GKP schickte damals Pfarrer Suardi zum Missionsdienst in die Schweiz. Er arbeitete v.a. im ökumenischen Schulprogramm «Brennpunkt Welt» mit und wurde später abgelöst durch Pfr. Habandi, ebenfalls aus der Pasundan-Kirche. Der Schwerpunkt der Zusammenarbeit zwischen der Pasundan-Kirche und misson 21 liegt bei der technischen Ausbildung für Unterhalt und Reparatur von elektrischen Apparaten («Berkat Elektronik»). Hier haben junge Menschen ohne Schulabschluss die Gelegenheit, eine eigene Existenz aufzubauen.
Evangelische Kirche der Minahasa - Gereja Masehi Injili Minahasa (GMIM) Verwaltungssitz der Kirche: Tomohon, Insel Sulawesi. Sulawesi (Celebes) ist eine der grössten der über 13'000 Inseln, die das südostasiatische Land Indonesien bilden. Der nördlichste Zipfel, nicht sehr weit von den Philippinen entfernt, heisst Minahasa. In diesem etwa 5’000 km² grossen Gebiet leben 1,3 Millionen Menschen; die meisten von ihnen sind Bauern (v.a. Anbau von Reis, Gemüse, Kokospalmen, Gewürznelken und anderen Gewürzen). 90% gehören einer christlichen Kirche an – für Indonesien eine untypische Situation, da 90% der Gesamtbevölkerung dem Islam angehören. Wenn in der Minahasa eine christliche Kirche das gesellschaftliche Leben dominiert, so geht das zurück ins 16. Jahrhundert. Im Gefolge des Gewürzhandels entstanden hier römisch-katholische Gemeinden, aber durch die holländische Kolonisierung setzte sich schliesslich der Protestantismus durch. Heute zählen ca. 630'000 Minahasa zu einer der 712 Gemeinden der GMIM, der fünftgrössten reformierten Kirche in Indonesien, die seit 1934 eine selbständige Kirche ist. Sie gehört dem Ökumenschen Rat der Kirchen ÖRK an und ist Gründungsmitglied im Indonesischen Kirchenbund PGI. mission 21 unterstützt die Ausbildung von paramedizinischem Personal und hilft massgeblich bei der Entwicklung eines Heilkräuterprojektes mit.

Evangelische Kirche von Sangihe-Talaud – Gereja Masehi Injili SangiheTalaud (GMIST) Verwaltungssitz: Tahuna, Insel Sangihe. Die Inselgruppe von Sangihe-Talaud zwischen der nordöstlichen Halbinsel von Sulawesi und der Insel Mindanao im Süden der Philippinen umfasst 144 Inseln. Sie bildet sowohl ein eigenständiges Kirchengebiet (GMIST) als auch einen eignen Regierungsbezirk. 85% der Bevölkerung von 275'000 Einwohnern und Einwohnerinnen sind protestantische Christinnen und Christen. Die GMIST umfasst 364 Kirchgemeinden mit 220'000 Gemeindemitgliedern, welche von 172 Pfarrpersonen und vielen Laien betreut werden. Die meisten Gemeindemitglieder leben als Fischer, Bäuerinnen und Tagelöhner in bescheidenen Verhältnissen. Die Basis der GMIST-Kirche bilden die Kirchgemeinden, die wiederum in Unterbezirken und Bezirken zusammengefasst sind. Die oberste Verwaltung ist das Synodenbüro. Die GMIST-Kirche stellt in der Verkündigung der Guten Nachricht Hilfe zur Selbsthilfe in den Vordergrund. Sie besitzt u.a. eine eigene Stiftung für Erziehung und Schulbildung, die Primar-, Sekundar- und Gymnasialstufe plus zwei Seminare für Religionslehrerinnen und -lehrern umfasst. Seit 1976 beteiligte sich die Schweizerische Ostasien-Mission SOAM personell und finanziell an der Entwicklungsstiftung PARPEM, die neben einem landwirtschaftlichen Beratungs- und Ausbildungsdienst (inkl. Tier- und Fischzucht) Ausbildungsprogramme (wie Näh- und Schreinerkurse) und Wasserprojekte umfasst. Steigerung der Lebensqualität durch angepasste, umweltfreundliche Landwirtschaft, durch wirtschaftliche Verbesserung und durch Gesundheitsvorsorge gehören für die Kirche zum Auftrag des Evangeliums im Alltag. Weitreichende Probleme betreffen auch diese Kirche: die grosse Abwanderung von jungen, meist geschulten Arbeitskräften, die masslose Ausbeutung der Gewässer durch fremde Flotten, die Bodenzerstörung auf den grossen Inseln, eine grassierende Korruption auf allen Ebenen sowie die Abspaltung der Talaud-Inseln (Errichtung einer eigenen Kirche). Auch nach dem Sturz von Diktator Suharto (1998) ist Fortschritt trotz erhöhten Autonomiebefugnissen für die Regierungsbezirke nur schwach auszumachen. Die Hoffnungen der Menschen liegen bei der Kirche, bei NGOs und Privatinvestoren.

Regionalsynode des PGI in Nord- und Zentralsulawesi - Synose Am Gereja-Gereja di Sulawesi Utara dan Tengah (SAG) In der Regionalsynode der Evangelischen Kirchengemeinschaft Indonesiens (PGI) in Nord- und Zentralsulawesi und Gorontalo, kurz Synode Am, sind 11 Kirchen zusammengeschlossen. Sie verfolgen das Ziel, gemeinsame Interessen zu fördern und zu koordinieren, insbesondere die Ausbildung von Fachkräften (Krankenpflegeschule und Universität) und Weiterbildung von Laien (Vermittlung von Fachpersonen für Kurse), sowie koordinierte Programme im sozial-diakonischen Bereich zu initiieren und zu entwickeln. Die Synode Am wurde 1951 als Dachverband gegründet.

  
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