Herbstkampagne 2016 «Bildung stärkt Menschen»

Bildung stärkt Menschen. Jeden Alters, jeder Religion und jeden Geschlechts. Dafür setzen wir uns ein.

Bildung ist der grösste Bereich der Projektarbeit von Mission 21 und umfasst mehr als die Hälfte des gesamten Volumens. Dieses Jahr stellen wir Bildung in den Mittelpunkt unserer Kampagne. Unterrichtsmaterialien und Gottesdienstentwürfe geben Impulse, wie das Thema in der Gemeinde aufgegriffen werden kann.

Wir stellen Projekte vor, die im Bereich formeller wie informeller Bildung Menschen stärken: Sie lernen Schülerinnen der Hebammenschule im Südsudan kennen, die Geburten in Zeiten des Krieges begleiten. Das Stipendienprogramm in Indonesien und Malaysia erreicht Kinder und Jugendliche aus armen Familien, die sonst keine Chance auf eine Ausbildung hätten. Die Kurse von SEDEC ermöglichen Frauen in Chile einen Ausstieg aus dem Kreislauf der familiären Gewalt. Bildung wird für sie zu einer Tür in ein freieres und selbstbestimmtes Leben.

Ein Leben in Würde dank Bildung

Suzan Mark: «Bilde eine Frau aus, und du bildest eine ganze Nation aus.»

«Es ist wichtig, den Menschen Bildung zu schenken», sagt Suzan Mark, «das Wissen gibt ihnen Halt.» Mark kommt aus Nigeria, einem Land, das in einer tiefen Krise steckt und in dem qualitativ gute Schulen und Universitäten alles andere als selbstverständlich sind. Heute arbeitet Mark für unsere Partnerkirche EYN, die «Kirche der Geschwister» in Nigeria. Aufgewachsen ist sie auf dem Land in ärmlichen Verhältnissen. Dass sich ihr Leben zum Positiven verändert hat, verdankt sie der Bildung: «Heute habe ich einen Master-Abschluss in Theologie und die Möglichkeit, nach Europa und in die USA zu reisen, während viele, die im selben Dorf aufwuchsen, nicht einmal einen Schulabschluss besitzen.»

Verantwortung übernehmen

Dank Bildung können Menschen Verantwortung für ihr Leben übernehmen.

Bis heute macht die theologische Aus- und Weiterbildung einen wichtigen Teil unserer Projektarbeit aus. Dabei gehen Wort und Tat Hand in Hand, wie Hansueli Meier, bei Mission 21 Programmverantwortlicher für Chile, sagt: «Pfarrpersonen werden motiviert, soziale Verantwortung zu übernehmen und gesellschaftliche Probleme anzupacken.» Auch die Vermittlung von formalen Grundkenntnissen wie Lesen und Schreiben wird von den Partnerorganisationen gefördert. «Bildung ist ein wertvolles Instrument zur Emanzipation der lokalen Bevölkerung», sagt Meier. Denn wer gebildet ist, kann Verantwortung für sich selbst und die Gesellschaft übernehmen und an einer globalisierten, vernetzten Welt teilnehmen. Für die Menschen in unseren Partnerländern verbessert eine gute Schulbildung die Aussicht auf eine Arbeitsstelle. Auch unterschiedliche Berufsbildungsangebote werden von Mission 21 unterstützt, so zum Beispiel die Handwerksschule Wamba-Luadi in der Demokratischen Republik Kongo. «Bildung ist ein unverzichtbares Mittel auf dem Weg zu einer gerechteren Welt», sagt Hansueli Meier, «Armut und Perspektivenlosigkeit werden dadurch wirksam und nachhaltig reduziert.»

Aktionsbroschüre 2016

Gebündelt finden Sie hier Informationen und Anregungen rund um unsere Kampagne. Ein gedrucktes Exemplar können Sie » hier bestellen.