HIV/Aids-Projekt

«Ich heisse Mary Mahenge. Ich bin 45 Jahre alt und wurde im Süden Tansanias geboren. 2006 beschloss ich, mich testen zu lassen, denn mein Mann war gestorben und ich war mir nicht sicher woran. Ich war HIV-positiv. 2012 hörte ich von der Selbsthilfegruppe der Herrnhuter Brüdergemeine und ging hin. Dies hat mir wirklich geholfen. Obwohl viele wissen, dass HIV/Aids eine gewöhnliche Krankheit ist, gibt es Stigmatisierung. Die Gruppe gibt uns Kraft.»

Mission 21 setzt sich zusammen mit ihrer Partnerkirche, der Herrnhuter Brüdergemeine in Tansania, seit vielen Jahren für Frauen wie Mary Mahenge ein. Frauen sind besonders stark von der Krankheit betroffen. Für sie ist die Gefahr der Ansteckung grösser als für Männer. Zudem tragen sie die Hauptlast der Familienarbeit und der schweren körperlichen Arbeit auf den Feldern. Fast genauso schlimm wie die Krankheit selbst ist für viele Frauen die gesellschaftliche Ausgrenzung. Die Frauenarbeit der Herrnhuter Brüdergemeine bietet den betroffenen Frauen konkrete Unterstützung an: Selbsthilfegruppen, professionelle Beratung, Schulungen in häuslicher Pflege von Angehörigen und Kurse für ausgewogene Ernährung helfen den Frauen, den Alltag zu bewältigen. Die Selbsthilfegruppen sind von besonderer Bedeutung. Offen über die Infektion zu sprechen, ist für viele eine Befreiung. In der Gruppe erfahren sie oft mehr Solidarität als in ihrer Familie.

Fotokalender 2014 «Positiv leben - Portraits aus Tansania»

Im Rahmen der Arbeit der HIV-Selbsthilfegruppe in Rungwe entstand die Idee zu einem Kalender. Der Anstoss kam von den Frauen selbst. Sie möchten zeigen, dass das Leben mit HIV/AIds lebenswert sein kann und dass sie positiv in die Zukunft blicken. Damit möchten sie andere Betroffene ermutigen, offen mit ihrer Erkrankung umzugehen, sich in Selbsthilfegruppen zu organisieren und sich professionelle Hilfe zu holen.

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Hintergrund

Jährlich sterben 1,8 Millionen Menschen an den Folgen von Aids und jeden Tag infizieren sich über 7'000 Menschen neu mit dem Virus. Ganz besonders kritisch ist die Lage im südlichen Afrika. Rund zwei Drittel aller Infizierten sowie drei Viertel aller Frauen und 90 Prozent aller Kinder, die infiziert sind, leben in Afrika südlich der Sahara. Die Krankheit ist immer noch ein Stigma. Deshalb ist es von besonderer Bedeutung, die Betroffenen mit geeigneten Massnahmen zu unterstützen und die Öffentlichkeit über diese Krankheit zu informieren. Dies um weitere Ansteckungen einzudämmen und um den Betroffenen ein Leben in Würde zu ermöglichen.

Mission 21 handelt

Mission 21 engagiert sich zusammen mit ihren Partnerkirchen und -organisationen seit vielen Jahren erfolgreich im Kampf gegen HIV/Aids. In den Projekten werden Mädchen und Frauen als Bevölkerungsgruppe mit dem grössten Infektionsrisiko besonders berücksichtigt. Gleichzeitig werden Männer als Zielgruppe für Verhaltensänderungen verstärkt eingebunden.

In fünf Ländern Afrikas

  • bietet Mission 21 konkrete Hilfe für Menschen mit HIV/Aids und für deren Angehörige, vor allem in den Bereichen häuslicher Krankenpflege, Sorge für Aids-Waisen sowie in Selbsthilfegruppen
  • unterstützt und fördert Mission 21 Präventions- und Aufklärungsmassnahmen
  • bildet Mission 21 Mitarbeitende für die lokale Aids-Arbeit aus
  • sensibilisiert und informiert Mission 21 über HIV/Aids in seiner politischen, sozialen, medizinischen und theologischen Dimension
  • vernetzt und koordiniert Mission 21 die Aids-Arbeit der Partnerkirchen

» HIV/Aids Regionalprogramm Afrika

Patronat
Viktor Röthlin

«If you can dream it – you can do it ist mein Leitspruch. Am Basler Stadtlauf kannst du sportlich dazu beitragen, dass Menschen mit HIV/Aids eine Über- lebenschance haben und ihre Lebensträume Wirklichkeit werden. Das nenne ich Laufend Gutes tun!»

Kontakt

Christine Lehni

+41 (0)61 260 22 36
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