Thursday 01. December 2016

Vitamine für 100 Familien

Auf dem Hochplateau der südlichen Anden leben die Menschen in prekären Verhältnissen und ernähren sich mangelhaft. Unsere Partnerorganisation CEDEPAS will das ändern.

Seit einem Jahr unterstützt
Mission 21 in den peruanischen Südanden ein Projekt zur Ernährungssicherung. Die Menschen leben in prekären Verhältnissen und ernähren sich mangelhaft. Unsere Partnerorganisation CEDEPAS will das ändern. Denn mit der richtigen Technik wächst auch in der kalten Höhenregion Gemüse.

«Es gibt hier oben viel Potenzial, unser Leben zu verändern», sagt die 25-jährige Peruanerin Evangelina Huarcaya. Mit ihrem Partner und zwei Kindern lebt sie in der südandinen Region Puno, auf etwa 3'800 Metern über Meer.

Einseitige Ernährung
Wie die meisten Menschen hier lebt die Familie von den eigenen Ernteerträgen. Die Region hat schwierige Voraussetzungen für die Landwirtschaft. In der kalten Jahreszeit sinken die Temperaturen stark und die Erdqualität eignet sich nur für wenige Gemüse- und Getreidesorten. «Im Winter haben wir enorm mit der Kälte zu kämpfen», sagt Huarcaya. Die Folge ist eine einseitige Ernährung, die vor allem aus Mais, Ackerbohnen und Kartoffeln besteht. Sie ist zwar reich an Kohlenhydraten, aber arm an Vitaminen und weiteren Nährstoffen.

CEDEPAS, Partnerorganisation von Mission 21, schafft in den Distrikten Chupa und Arapa seit Anfang 2016 Abhilfe: Mit landwirtschaftlichen Workshops, Begleitung der Familien auf ihren Parzellen und dem Verteilen von Samen hilft die Organisation den Menschen, die Ernteerträge über das ganze Jahr hinweg zu verbessern.

Die landwirtschaftlichen Erzeugnisse sollen durch die Unterstützung von CEDEPAS nicht nur die Selbstversorgung erleichtern, sondern soweit gesteigert werden, dass Überschüsse auf den regionalen Märkten verkauft werden können. Das Projekt arbeitet mit 100 mehrköpfigen Familien, wodurch insgesamt über 470 Personen direkt von den Aktivitäten profitieren. Zudem werden die Begünstigten dazu ermutigt, das neue Wissen an Bekannte und Familienmitglieder weiterzuvermitteln. Somit ist die tatsächliche Reichweite des Projekts noch grösser als die Zahl der direkt Begünstigten.

Autorin: Mara Wirthlin

Dieser Bericht erschien im Magazin «Nachrichten», das vier mal jährlich über die Arbeit von Mission 21 berichtet. Lesen Sie hier den ungekürzten Bericht! (PDF-Download)

 
 
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