Wednesday 05. October 2016

Treue Unterstützung seit 100 Jahren

Der Missionsbazar in der aargauischen Gemeinde Möriken-Wildegg ist hundert Jahre alt. Seit den Anfängen werden mit dem Erlös Projekte des Evangelischen Missionswerks in Basel unterstützt. Am Samstag, 26. November, fand ein festlicher Jubiläumsbazar statt.

Die Schwestern Marie Burger (unten links) und Sophie Burger (oben rechts), Begründerinnen des Missionsbazars in Möriken.

Auch für Kinder bietet der Missionsbazar tolle Angebote.

Erika Vögeli, Verena Lüscher und Irene Rufli (von links) sind seit vielen Jahren im Bazar-Team in Möriken-Wildegg dabei.

Der Missionsbazar lockt Jahr für Jahr zahlreiche Gäste an.

Das Angebot ist jeweils sehr breit aufgestellt, für jeden und jede ist etwas dabei.

Sie selbst ist noch keine hundert Jahre dabei, aber für die Bauernfrau Erika Vögeli aus Möriken ist der diesjährige Jubiläumsbazar ein grosses, emotionales Ereignis. Seit 1980 wirkt sie beim jährlich stattfindenden Missionsbazar in Möriken-Wildegg mit.

Sie ist im Bazar-Team, einer Kerngruppe aus 15 Frauen, die jeweils für ein Ressort zuständig sind, wie Nähen, Stricken oder Backen. Vögeli erinnert sich mit einem Schmunzeln daran, wie bereits ihre Mutter für den Missionsbazar ganze Winter durchgenäht hatte, als sie noch klein war: «So sah damals ihre Freizeit aus. Das war ihr Hobby, ihre Leidenschaft.»

Ihre Familiengeschichte mit dem Bazar geht noch viel weiter zurück. Vögelis Mutter stammt von der Gründungsfamilie Briner-Burger ab. Lisette und ihre Schwester Marie Burger waren von der Mission tief beeindruckt und wollten einen Beitrag leisten. Mit ihren Näh- und Strickarbeiten und deren Verkauf begründeten sie im Jahr 1916 den Missionsbazar.

Ein starkes Team
Bald schon halfen zahlreiche Freiwillige mit, und so entstand ein Bazar mit beachtlichem Erlös, der einen willkommenen Beitrag für die Arbeit des Evangelischen Missionswerks in Basel leistete.

Das gilt auch heute noch: «Insgesamt tragen jedes Jahr über 100 Menschen zum Gelingen des Bazars bei», sagt Verena Lüscher, die seit vielen Jahren im Bazar-Team mitarbeitet. Zudem gehörte sie lange Zeit Gremien der Basler Mission und von Mission 21 an.

«Der Missionsbazar ist bei der Bevölkerung als vorweihnachtlicher Dorfanlass sehr beliebt», sagt Lüscher. Dort kann man Genähtes, Gestricktes und Gebasteltes kaufen und mit seinen Weihnachtsgeschenken somit gleich doppelt Gutes tun.Der Grossteil des Erlöses kommt nach wie vor Mission 21 zugute, dieses Jahr dem Kooperationsprogramm Nigeria. Letztes Jahr belief sich die Spende auf 8'000 Franken.

Der Bazar wird weiter getragen
Noch immer sei es so, dass ganze Familien am Bazar mitwirkten, wie das Beispiel von Erika Vögeli zeigt. Ihr Sohn hat den Bauernhof der Eltern gemeinsam mit seiner Frau übernommen, die auch im Bazar-Team sehr engagiert ist.

Auch Vögeli selbst ist noch immer aktiv am Bazar beteiligt, von ihren Kolleginnen wird die 70-Jährige als «unwahrscheinliches Talent» im Nähen und Backen bezeichnet. Dennoch sei es schön, allmählich Verantwortung an die jüngere Generation abzugeben. Denn das Motto für das Jubiläumsjahr lautet: «Eine Tradition bewahrt man nicht, wenn man die Asche hütet, sondern indem man das Feuer nährt und weitergibt.»

Text: Mara Wirthlin

 
 
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