Friday 18. August 2017

Luther, Zwingli, Calvin: Populär in China

Reformiertes Gedankengut bereitet der Kommunistischen Partei Chinas (KPC) Unbehagen.

Eine Kirche in Hong Kong. (Foto: Christian Weber)

Tobias Brandner ist langjähriger ökumenischer Mitarbeiter von Mission 21 in Hong Kong. (Foto: Peter Hauser)

Wie steht es um den chinesischen Protestantismus im kommunistischen China? Der langjährige ökumenische Mitarbeiter von Mission 21 in Hongkong, Tobias Brandner, widmet sich in einem spannenden, ganzseitigen NZZ Artikel dieser Frage. Er beschreibt, wie sich das Christentum in China entwickelt hat und warum die Partei sich durch die wachsenden Kirchen gestört fühlt. Wie viele Christen in China tatsächlich leben, ist umstritten. Tatsache ist, dass die Zahl wächst. Die Partei lässt sich ihren Platz nicht streitig machen. Von der Parteispitze angeordnete Kreuzdemontagen und Zerstörungen von Kirchen verdeutlichen diese rigide Haltung. Doch ganz im Sinne der Reformatoren, verbreiten heute christliche Intellektuelle in China fleissig ihr Gedankengut über die neuen Medien. Der Artikel von Brandner erscheint zu einem wichtigen Zeitpunkt, trifft sich die KPC doch am 18. Oktober 2017 zum Parteitag. Da der Parteitag alle fünf Jahre stattfindet, werden die dort aktuell getroffenen politischen Entscheide Auswirkungen bis ins Jahr 2022 haben. Ob die Popularität der Kirche für die KPC zu einer ernsthaften Bedrohung wird, bleibt abzuwarten.

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