Wednesday 28. December 2016

In die weite Welt hinaus

Sie knüpfen an einem Netzwerk über Kontinente und Konfessionen hinweg: Die Jugendbotschafter und Jugendbotschafterinnen, die dieses Jahr Länder in Afrika, Asien und Lateinamerika besuchen oder ans «Europäische Jugendtreffen Taizé» in Basel und ans Evangelische Jugendfestival «Reformaction» in Genf reisen.

16 Jugendliche aus der Schweiz, aus Deutschland, Österreich und dem Elsass werden von Mission 21 ausgesandt. Sie brechen mit Fragen zum Kontext in den Gastländern auf und tragen ihre Erfahrungen als Botschafter wieder zurück in ihre Herkunftsländer. Mit dem Jugendbotschafts-Programm haben die jungen Erwachsenen aktiv teil an der Begegnungskultur von Mission 21 und ihrem interkulturellen Arbeiten. Nächstes Jahr werden sie Gäste in Europa aufnehmen. Fünf der Jugendlichen stellen sich hier vor.

 

Michal, 23, Schweiz

«Im Juli reise ich als Teil einer Gruppe von Jugendbotschafterinnen nach Taiwan. Das ist eine einmalige Chance: Wir werden uns vor Ort mit anderen Jugendlichen austauschen, auch zu den Themen Religion und Spiritualität. Ich studiere Theologie, reise gern und möchte Menschen aus anderen Kulturen kennenlernen. Dazu habe ich nun Gelegenheit. In einem Workshop bei Mission 21 haben wir viel über unsere Rolle als Jugendbotschafter diskutiert: Welche Erwartungen wecken wir bei unseren Gastgebern, welche Erwartungen haben wir selbst? Und wie gehen wir damit um, wenn die Realität diesen Erwartungen nicht entspricht? Bestimmt wird es Überraschungen geben. Ich bin gespannt.»

Manuel, 18, Frankreich

«Ich freue mich darauf, als Jugendbotschafter neue Kontakte zu knüpfen. Auslanderfahrung habe ich schon, ich lebte mit meiner Familie sechs Jahre in der Demokratischen Republik Kongo. Aber als Jugendbotschafter zu reisen, wird nochmals eine ganz neue Erfahrung. Das Reiseziel Peru kenne ich noch nicht, und ich habe eben erst begonnen, Spanisch zu lernen. Die Kommunikation mit den Menschen vor Ort wird so zur Herausforderung. Aber ich bin zuversichtlich, dass ich dennoch etwas darüber erfahre, wie die Menschen in Peru mit ihrem Glauben umgehen. Die Reise wird meinen Horizont erweitern.»

Janine, 23, Schweiz

«Wie kann die Kirche eine Sprache finden, die junge Menschen von heute anspricht? Das ist eine grosse Frage – und es gibt unterschiedliche Antworten. Als Jugendbotschafterin werde ich im November ans evangelische Jugendfestival «Reformaction» reisen und an Silvester am Europäischen Jugendtreffen «Taizé» in Basel teilnehmen. Die Anlässe präsentieren sich ganz unterschiedlich. Sie zu vergleichen wird sehr spannend. Darüber hinaus freue ich mich auf den Austausch, den ich an beiden Orten mit Menschen aus aller Welt haben werde. Mich interessiert, wie andere ihren Glauben leben. Insbesondere beschäftige ich mich mit interkultureller Theologie und Migrationskirchen: Was sind die Herausforderungen, wenn man in eine fremde Kultur kommt? Wie passen Glauben und Spiritualität sich dem Umfeld an, was bleibt unverändert? Als Jugendbotschafterin werde ich mich über mein Theologiestudium hinaus mit diesen Fragen befassen können. Ein grosses Privileg.»

Sandra, 21, Österreich

«Alles, was ich auf meiner Reise als Jugendbotschafterin erfahre, wird für mich neu sein. Das ist wunderbar. Demnächst fange ich mit meinem Theologiestudium an. Der Austausch im Jugendbotschaftsprogramm hat mich darin bestärkt, dieses Fach zu wählen, zusätzlich zu meinem bisherigen Studium in Pharmazie. Die Kombination von beiden passt zu meinem Interesse an Entwicklungszusammenarbeit und an Spiritualität. Zunächst einmal freue ich mich jetzt aber auf die Reise nach Peru. Sie bietet eine einmalige Chance, etwas über eine andere Kultur und über sich selbst zu lernen. Dazu gehört die Auseinandersetzung mit Religion und Glauben. Ich kann den Abreisetag kaum erwarten.»

Julie, 16, Schweiz

«Ich bin die jüngste unter den Jugendbotschaftern und Jugendbotschafterinnen. Eine Freundin hat mich auf das Programm aufmerksam gemacht. Die Möglichkeit, etwas ganz Neues kennenzulernen, Kontakte zu knüpfen und über Glauben, Spiritualität und Kirche zu diskutieren, hat mich sofort gereizt. Am Europäischen Jugendtreffen Taizé in Basel und am Festival „Reformaction“ in Genf werde ich neue Leute aus ganz Europa treffen und Teil von diesen Grossanlässen sein. Darauf freue ich mich riesig!»

Aufgezeichnet von Miriam Glass

 
 
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Christoph Rácz
Medienbeauftragter
Leiter Öffentlichkeitsarbeit
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