Tuesday 06. June 2017

Taiwan und die Gretchenfrage

Nach zwei Wochen in Taiwan ist Mission 21-Jugendbotschafterin Michal Maurer zurück in der Schweiz – und um viele Erfahrungen und Kontakte reicher.

Die Jugendbotschafterinnen erwartete in Taiwan ein vielfältiges Programm. (Foto: Michal Maurer)

Auf den Spuren der taiwanesischen Kultur. (Foto: Michal Maurer)

Beim Besuch einer Kirche werden Gastgeschenke überreicht. (Foto: Michal Maurer)

Diesen Sommer reisten vier Jugendbotschafterinnen aus Europa für zwei Wochen nach Taiwan. Das Jugendbotschafter-Programm von Mission 21 bringt junge Erwachsene aus vier Kontinenten (Europa, Asien, Afrika und Lateinamerika) zusammen und fördert damit den weltweiten Austausch von jungen Menschen.

Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Teil der Taiwan-Gruppe ist auch die 23-jährige Theologiestudentin Michal Maurer. Gemeinsam mit drei weiteren jungen Erwachsenen besuchte sie verschiedene Gemeinden der Presbyterian Church in Taiwan (PCT). Taiwan ist etwa so gross wie die Schweiz. Unterschiede gibt es dennoch viele. Eindrücklich fand Michal Maurer beispielsweise, wie fleissig die Kirchen am Sonntag besucht werden: «Wir fragten: Wie viele Mitglieder haben Sie in ihrer Kirche und wie viele Leute kommen am Sonntag in den Gottesdienst? Die Antwort war immer die gleiche: Wenn 1000 Leute zur Kirche gehören, kommen auch 1000 Menschen in den Gottesdienst.»

Besondere Begegnungen
Die viele Fragerei gehört zum Programm, schliesslich wollte man in den zwei Wochen möglichst viel über die taiwanesische Kirche und Kultur erfahren. «Je besser wir unsere jungen Reiseleitenden kennenlernten, umso mehr konnten wir auch über den Glauben sprechen», erkannte Michal. Neben der liebevollen Begleitung durch die Reisleitenden gab es andere besondere Begegnungen, an die sich Jugendbotschafterin Michal Maurer gerne zurückerinnert: «Mein Highlight der Reise war der Besuch einer indigenen Kirche in einer kleinen, ländlichen Gemeinde in der Nähe von Hualien. Wir durften am Jugendtreff der Kirche am Samstagabend dabei sein. Wir tanzten, lachten und konnten so die Sprachbarriere und gewisse Hemmungen wunderbar überwinden.»

Weltweite Gemeinschaft
Solche Erlebnisse verbinden die Menschen und bekräftigen Mission 21 in ihrer Aufgabe, die weltweite kirchliche Gemeinschaft erlebbar zu machen. Die Zugehörigkeit zu einem grossen Ganzen zu spüren, war auch für Michal Maurer eine bereichernde Erfahrung: «Ich fühle mich jetzt wirklich mit der taiwanesischen Kirche ökumenisch verbunden. Es ist schön zu wissen, dass es so engagierte Kirchen auf der Welt gibt. Dieses Wissen stärkt meinen Glauben und meine Hoffnung, da ich mich in einem grösseren Ganzen verankert weiss.»

 
 
Kontakt

Christoph Rácz
Medienbeauftragter
Leiter Öffentlichkeitsarbeit
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