Wednesday 07. June 2017

«Wir erheben die Stimme für Gerechtigkeit»

An der internationalen Frauenkonferenz von Mission 21 verabschiedeten Delegierte aus vier Kontinenten eine gemeinsame Deklaration

Obertina Johanis, Bandung, Indonesien.

Ebed Grijalva Yauri, Peru und Sibylle Dirren vom Team Frauen und Gender in Basel.

Konzentrierte Diskussion der Deklaration.

Die Frauenkonferenz sei für sie ein Höhepunkt ihrer Reise nach Basel, sagte Obertina Johanis, Pastorin in Bandung, Indonesien. Sie ist als Delegierte aus Indonesien zur Missionssyode angereist, dem obersten Entscheidorgan von Mission 21.

Bevor die Synode startet, fand am 7. Juni die internationale Frauenkonferenz statt, an der sich zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Thema Geschlechtergerechtigkeit austauschten und - nach intensiver Beratung, an der sich alle Anwesenden beteiligten - eine gemeinsame Deklaration verabschiedeten.

Die Deklaration umfasst zehn Punkte und hat zum Ziel, Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern zu verringern und auf eine gerechtere Welt hinzuarbeiten.

» Das Dokument im Wortlaut findet sich hier (PDF in englischer Sprache)

Drängende Probleme angehen

Zum Auftakt der Konferenz schilderten Vertreterinnen aus Afrika, Lateinamerika und Asien die drängendsten Probleme auf ihren Kontinenten. Obertina Johanis erwähnte unter anderem den Menschenhandel und die Gewalt gegenüber Frauen und Kindern. Suzan Mark aus Nigeria nannte die gesellschaftlich verankerte Diskriminierung von Frauen als grösste Herausforderung, der mit Bildung und wirtschaftlicher Unterstützung entgegenzutreten sei. Ebed Grijalva Yauri aus Peru nannte Femizid (die gezielte Ermordung von Frauen) als drängendes Thema, ebenso wie die schlechte Vertretung von Frauen in der Politik.

Die Deklaration dient dazu, die Probleme gemeinsam anzugehen. Vertreterinnen der Frauenkonferenz werden die Deklaration in Genf dem ökumenischen Rat der Kirchen vorlegen.

Text und Fotos: Miriam Glass

 
 
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