Wednesday 01. March 2017

Langfristige Hilfe für die Menschen im Südsudan

Mission 21 setzt mit ihren Projekten Schwerpunkte bei Friedensförderung und Bildung

Noch kein Frieden in Sicht. Familie im Flüchtlingslager ausserhalb der Stadt Renk, Südsudan. (Foto: U. Kleiner)

Neuen Aufschwung erhält das Projekt durch die Unterstützung der Landeskirchen: Die Landeskirche Zürich hat am 28. März hat eine Spende von 30'000 Franken gutgeheissen (weitere 20'000 Franken erhält das HEKS), zur Linderung des Flüchtlingskatastrophe. Davor gab die Aargauer Landeskirche am 6. März eine Spende von 10'000 Franken bekannt, für die Friedensförderung von Mission 21 (weitere 10'000 Franken erhielt das HEKS für Nothilfe) im Südsudan.

Die Unterstützung der Friedensförderung von Mission 21 ist wichtig. Die Menschen im Südsudan sind in Not. 100‘000 drohen im Norden des Landes zu verhungern, eine weitere Million steht knapp vor einer Hungerkatastrophe. Diese Zahlen publizierten UNO-Organisationen Ende Februar. Der Hunger ist nicht die einzige tödliche Gefahr für die Bevölkerung in diesem jungen ostafrikanischen Staat. Seit drei Jahren fordert der Bürgerkrieg hunderttausende Opfer, Millionen wurden vertrieben.

Mission 21 setzt sich seit vielen Jahren für die Menschen im Südsudan ein und ist auch in der aktuell äusserst schwierigen Situation mit zahlreichen Projekten vor Ort tätig. Dabei geht es um langfristige Aufbauhilfe, aber auch um die Bewältigung der laufenden Konflikte. «Die Menschen im Südsudan wünschen sich Frieden», sagt Dorina Waldmeyer, die zusammen mit ihrem Mann Mathias Waldmeyer die Projekte von Mission 21 im Südsudan koordiniert. Auch Papst Franziskus, der in diesen Tagen die Möglichkeit einer Reise in den Südsudan prüft, spricht von diesem Wunsch nach Frieden. Doch die Erfüllung dieses Wunsches scheint in weiter Ferne. Spannungen zwischen den verschiedenen Ethnien im Land führen zu immer neuen Ausbrüchen der Gewalt.

Mission 21 wird sich über ihre Partnerorganisation vor Ort in den nationalen «Aktionsplan für Frieden» einbringen, der vom südsudanesischen Kirchenbund in Zusammenarbeit mit allen Kirchen Südsudans als Friedenskampagne lanciert worden ist. Ein weiteres Augenmerk gilt der Sicherung ausreichender Ernährung und dem Zugang zu medizinischer Versorgung, sowie der Stärkung von Frauen und Jugendlichen.

» Erfahren Sie mehr über unsere Projekte im Südsudan

» Interview mit Karin Augustat lesen, Programmverantwortliche Südsudan

 
 
Kontakt

Christoph Rácz
Medienbeauftragter
Leiter Öffentlichkeitsarbeit
Tel. +41 61 260 22 49
» E-Mail