Tuesday 12. September 2017

Spitzenspital in den Fussstapfen der Basler Mission

Das hochmoderne Spital in Meixian wurde einst von Basler Missionaren gegründet. Die medizinische Einrichtung hat sich weiterentwickelt, die Dankbarkeit bleibt.

"Die Erweiterung des Frauenspitals in Kayintschu wird gebaut". Zwischen 1912 und 1911. Bilnachweis: Hermann Bay, BMA, Ref Nr. CA-30.84.006

Über den Dächern von Meixian, der Millionenstadt in der Provinz Guangdong, erblickt man von weitem zwei imposante Glastürme. Sie gehören zu einem der grössten Spitäler Chinas. Das Huangtang-Spital ist das spitzenmedizinische Zentrum in Meixian und kann sich mit jeder Universitätsklinik in Mitteleuropa messen.

Wer vor diesem hochmodernen Spital steht, kann sich kaum vorstellen, dass die Basler Mission vor 120 Jahren das Spital unter dem Namen Deji-Spital auf der Missionsstation in Meixian gegründet hat. Dr. August Wittenberg war 1896 der erste in einer langen Reihe von Missionsärzten. Sie betrieben das Spital, das bis heute neben westlicher auch Traditionelle Chinesische Medizin anwendet, bis kurz vor dem Rückzug der Mission aus China im Jahr 1951. Es wurde damals vom Staat nahtlos weitergeführt.

Der Präsident der Basler Mission und Vizepräsident von Mission 21, Pfarrer Karl F. Appl, besuchte das Spital im März 2017 auf Einladung der Leitung hin. Mit ihm zusammen reisten der Vizepräsident der Basler Mission, Fredi Hirt, sowie Peter Felber, der ehemalige Leiter Kommunikation von Mission 21 und Autor dieses Beitrags.

Beeindruckend ist nicht bloss das imposante Spital mit seinem breiten Leistungsangebot, sondern auch das Museum in den oberen Stockwerken. Darin erzählen Bilder, Texte, alte Spitalapparaturen und Krankenstationsutensilien von der Geschichte des Spitals. Es ist berührend, mit welcher Dankbarkeit dieses Spitzenspital den Beitrag der Mission würdigt. Die Ausstellung im Museum des Spitals zeigt Bilder der Missionsärzte in Postergrösse, zählt die Krankheiten auf, die sie 1896 zu bekämpfen halfen - zum Beispiel die Pest - und bewundert den selbstlosen Einsatz der Westler sowie ihre «noble medizinische Ethik».

«Universelle Geschwisterlichkeit» und «ausgezeichnete medizinische Kenntnisse» - mit diesen Begriffen fasst der offizielle Image-Film des Spitals den Beitrag der Mission zusammen. Es bleibt nicht beim Museum. Zur Ehre der Anfänge will das Huangtang-Volksspital auf dem Spitalgelände eines der alten Missionsgebäude wieder aufbauen.

 

Text: Peter Felber. Der ehemalige Leiter Kommunikation bleibt weiterhin mit der Arbeit von Mission 21 verbunden. China hat es ihm kulturell und historisch besonders angetan. 

 
 
Kontakt

Christoph Rácz
Medienbeauftragter
Leiter Öffentlichkeitsarbeit
Tel. +41 61 260 22 49
» E-Mail