Monday 15. January 2018

Interreligiöser Dialog zu Maria/Maryam

Wir verstehen einander besser, wenn wir miteinander danach suchen, was uns heilig ist. Das unternahm eine gut besuchte Veranstaltung von Mission 21 mit einer interreligiösen Lektüre zu Maria/Maryam in Bibel und Koran.

Ein inspirierender Dialog: Theologe Uwe Hummel und der Imam Muris Begovic. Foto: Detlef Lienau/Mission 21

Anlass zu dieser Veranstaltung war der Besuch des ökumenischen Mitarbeiters von Mission 21 Uwe Hummel. Er ist Dozent an der Theologischen Hochschule der Evangelischen Kirche von Kalimantan in Indonesien. In dem mehrheitlich muslimischen Land herrscht eine angespannte Stimmung zwischen den Religionen. Mission 21 unterstützt den interreligiösen Dialog.

Uwe Hummel hat an der Theologischen Hochschule gute Erfahrungen mit biblisch-koranischen Lektüren gemacht und angeregt, dies auch in Basel auszuprobieren. Als Glücksfall erwies sich der Dialogpartner Muris Begovic. Dieser arbeitete theologisch kompetent Unterschiede und Gemeinsamkeiten in beiden heiligen Schriften heraus. Der gebürtige Bosnier ist Imam und Geschäftsleiter der Vereinigung der Islamischen Organisationen Zürich sowie Leiter der Muslimischen Notfallseelsorge Zürich.

In der Veranstaltung wurde danach gefragt, wie Maria in den beiden Religionen gesehen wird. Eine zentrale Parallele beider Texte sei die Jungfräulichkeit. Begovic bemerkte aber auch, dass Maria im Magnificat der Bibel sehr selbstbewusst eine revolutionäre Botschaft des Herrschaftswechsels verkündet. Ein ermutigender Abend, der durch den Austausch neue Erkentnisse erst möglich machte. Es ist gut, nicht übereinander, sondern miteinander zu reden. In Ephesus gibt es sogar ein Haus der Mutter Maria, das sowohl von christlichen als auch von muslimischen Pilgern besucht wird.

 
 
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