
Partnerorganisationen in Hongkong
Tsung Tsin Mission of Hongkong (TTM)
Sitz: Hongkong
Trägerverein: Basler Mission
Projekt: 222.1005
Die ersten China-Missionare der Basler Mission trafen 1847 in Hongkong ein. Sie konzentrierten ihre Tätigkeit auf die Hakka, eine chinesische Volksgruppe mit eigenem Dialekt, die in verschiedenen Gebieten Südchinas siedelt. Die Missionare waren in den ersten Jahren hauptsächlich in Hongkong und in näher gelegenen Festlandgebieten tätig. Später dehnten sie ihren Wirkungsbereich auf mehrere Bezirke im Osten der Provinz Guangdong aus. Schon vor der Selbständigkeit der Tsung Tsin Kirche in der Guangdong Provinz wurde die Kirche in Hongkong selbständig. Als 1949 die Volksrepublik China gegründet wurde, konnte die Kirche in Hongkong keine Verbindung mehr mit der Kirche in der Volksrepublik pflegen. Heute bestehen aber wieder enge Beziehungen zu den Gemeinden im Inland.
Die TTM zählt heute 9’000 Mitglieder in 22 Gemeinden. Sie führt fünf Mittelschulen, vier Primarschulen und mehrere Kindergärten. Sie unterhält sechs Kindertagesheime, ein Jugendzentrum, ein Altersheim und zwei Tageszentren für Betagte. Die Arbeit der TTM wird von mission 21 durch die Entsendung eines ökumenischen Mitarbeitenden unterstützt. Dieser unterrichtet als Dozent für Europäische Kirchengeschichte und Ökumene an der Divinity School of Chung Chi College, die Teil der Chinese University of Hong Kong ist. Seine frühere Arbeit in der Gefängnisseelsorge führt er teilweise fort, auch nimmt er Studierende mit ins
Gefängnis, um sie mit dieser Form der Seelsorge vertraut zu machen. Im Jahr 2001 hat die TTM ihrerseits einen Pfarrer in die Schweiz entsandt. Er ist einerseits in der Gemeindeaufbauarbeit von verschiedenen chinesischsprachigen Gemeinden in der Schweiz tätig und wirkt zudem in der Bildungsarbeit von mission 21 mit.
Christliches Institut Hongkong - Hongkong Christian Institute (HKCI)
Sitz: Hongkong SAR
Gegründet: 1988
Trägerverein: Basler Mission
Projekt: 222.1005
Das Hongkong Christian Institute wurde von Christinnen und Christen ins Leben gerufen. Es sieht sich als Schnittstelle zwischen Kirchen und Gesellschaft. Das Institut befähigt Christinnen und Christen, einen Beitrag zur wirtschaftlichen, gesellschaftlichen sowie politischen Zeitfragen und Problemen in Hongkong sowie für die dortigen Kirchen zu leisten. Sie lernen, in der Gesellschaft Hongkongs für christliche und demokratische Werte und die Beachtung der Menschenrechte einzustehen, Ungerechtigkeiten aufzudecken und die Zivilbevölkerung in ihren sozialen Anliegen zu unterstützen. Das HKCI dient Interessierten als Informationsquelle, um die aktuelle Situation in Hongkong kennen zu lernen und zudem eine Einführung in die ökumenischen Aktivitäten und in das Denken der örtlichen Christinnen und Christen zu erhalten. Seit 1989 besteht die Beziehung zu mission 21. 2005 arbeitete eine junge Schweizerin im Rahmen des Professional Exposure Programm von mission 21 im HKCI mit und wirkte bei der Planung und Durchführung von alternativen Veranstaltungen vor und während der WTO Ministerkonferenz mit. Seit 2009 unterstützt mission 21 ein neues Programm des HKCI, dessen Ziel es ist, dass die Bürgerinnen und Bürger Hongkongs unabhängig von ihrer ethnischen und nationalen Herkunft einander in Respekt und mit Verständnis begegnen und in Frieden miteinander leben. Es leistet einen wichtigen Beitrag, dass Ausgrenzungen aufgrund von Rasse, Hautfarbe, Geschlecht sowie Religion tatsächlich ein Ende haben und stattdessen multikulturelle Nachbarschaften wachsen können und sich eine harmonische Gesellschaft entwickeln kann.
Labour Action China (LAC)
Sitz: Hongkong SAR
Gründungsjahr: 2005
Projekt: 222.1005
Labour Action China ist als Tochterorganisation aus dem Hong Kong Christian Industrial Committee (HKCIC), einer langjährigen Partnerorganisation von mission 21 hervorgegangen. Seit den 1960er Jahren ist das HKCIC in der Gewerkschaft und Arbeiterbewegung innerhalb von Hongkong tätig. Seit den 1980er Jahren wurden die Produktionsstätten der Hongkonger Firmen in den Süden der Volksrepublik China verlegt. Um sich wirkungsvoller für die dortigen Arbeiter und Arbeiterinnen engagieren zu können, wurde 2005 LAC gegründet. Die Organisation unterstützt und befähigt chinesischen Wanderarbeiter und -arbeiterinnen im Kampf für ihre Rechte und fördert die Verbesserung ihrer Lebens- und Arbeitsbedingungen. Das Engagement dient insbesondere den Opfern von Berufskrankheiten, wie zum Beispiel der tödlichen Lungenkrankheit Silikose. Die Betroffenen sind aufgrund von mangelhaften Sicherheitsvorkehrungen in den Schmucksteinschleifereien erkrankt. Gemeinsam mit den Opfern und ihren Angehörigen werden bei den Firmenbesitzern Entschädigungszahlungen eingeklagt.

