Partnerorganisationen in China

Chinesischer Christenrat - China Christian Council (CCC)

Sitz: Shanghai
Gegründet: 1980
Trägervereine: Basler Mission / Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund

1951 wurden alle Missionare von der regierenden kommunistischen Partei aus dem Land gewiesen. Im «Neuen China» suchten die Christen nach chinesischen Ausdrucksformen und Strukturen ihrer Religion. Es kam zur Gründung der «Drei-Selbst-Bewegung» (Selbsterhaltung, Selbstverwaltung, Selbstausbreitung). Während der «Kulturrevolution» (1966-1979) wurde jede öffentliche Religionsausübung untersagt. 1979 wurde die Wiedereröffnung der Kirchen gestattet. Die Notwendigkeit einer nationalen Kirchenstruktur wurde schnell deutlich und so entstand 1980 der Chinesische Christenrat (CCC). Er versteht sich als Dach für die registrierten protestantischen Kirchen in China über alle verschiedenen Konfessionen hinweg. In den letzten 20 Jahren hat die Kirche ein enormes Wachstum erlebt, heute zählt sie schätzungsweise 18 Millionen Mitglieder. Ein Hauptanliegen des CCC sind der Wiederaufbau von Kirchen und die Unterstützung der mehr als 50'000 Kirchen. Ebenso gehört in der schnell wachsenden Kirche die theologische Ausbildung in 18 Seminaren und Bibelschulen zu den wichtigsten Anliegen. Der CCC fördert ausserdem die Verbreitung der Bibel, die pastorale Arbeit der lokalen Kirchen und die partnerschaftlichen Beziehungen mit den Überseekirchen. Der CCC ist Mitglied des Ökumenischen Rates der Kirchen (OeRK) und des Weltbundes der Reformierten Kirchen (WACC). Die Beziehungen zwischen dem CCC und der Schweiz sind seit 1985 gemeinsam vom Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund und der Basler Mission aufgebaut worden. Mission 21 unterstützt die chinesische Kirche im Bereich der Ausbildung von jungen Theologen und Laienpredigern. An vier Ausbildungsstätten werden dazu Stipendien vergeben, deren Begünstige mehrheitlich Personen aus ärmeren Regionen, Angehörige von Minderheiten und Frauen sind.

Stiftung Amity - Amity Foundation

Sitz: Nanjing
Gegründet: 1985
Trägerverein: Basler Mission
Die Amity Foundation wurde durch die Initiative von Christen als eine unabhängige Organisation gegründet. Sie hat sich in den vergangenen Jahren zu einer der professionellsten und erfolgreichsten Nichtregierungsorganisationen der Volksrepublik entwickelt. Amity engagiert sich vor allem in landwirtschaftlichen sowie medizinischen Projekten und Sozialprogrammen, insbesondere in den ärmeren Westprovinzen. Neben dem Aufbau der chinesischen Gesellschaft soll auch die weitere Bekanntmachung des Christentums in China gefördert werden. In einer beispiellosen Aktion wurden durch den Amity Verlag seit 1987 über 50 Millionen Bibeln in China verteilt. Ein weiteres wichtiges Projekt von Amity ist das Teacher's Programm. Ziel ist es, gemeinsam mit den staatlichen Schulen und Universitäten die Qualität des Fremdsprachenunterrichts, insbesondere des Englischunterrichts zu verbessern. Die Amity Foundation lädt Englisch sprechende Lehrpersonen aus dem Ausland ein, um Studierende und zukünftige Englisch-, Deutsch- oder Japanisch- Lehrerinnen auszubilden. Seit einigen Jahren werden die ausländischen Lehrkräfte mehrheitlich in westlichen und ärmeren Provinzen eingesetzt, um den lokalen Englischlehrern Weiterbildung in englischer Sprache anzubieten. Im Auftrag von Mission 21 und Bethlehem Mission Immensee unterrichtet seit 2009 eine Schweizerin als Englischdozentin an der Universität von Baise / Guangxi.