Partnerorganisationen in der DR Kongo

Evangelische Kirche im Kwango - Communauté Evangélique du Kwango (CEK)

Sitz: Kasongo-Lunda/Kinshasa
Gegründet: 1958
Trägerverein: Evangelische Mission im Kwango (EMIK)
Projekte:
197.1020: Capacity Building durch Stipendien
197.1021: HIV/Aids: Aufklärung und Bewusstseinsbildung
197.1210: Junge Erwachsene mit neuen Perspektiven
197.1802: Professionelle Projektleitung lokal verankert
197.1803: Entwicklung durch Gemeinschaft
197.1808: Verbesserung der Bildung und sozialen Stellung von Frauen
197.1809: Handwerksschule Wamba-Luadi
197.1813: Landwirtschaft, Ernährung und Umwelt
197.1814: Pädagogische und materielle Unterstützung von Schulen
197.1817: Gesundheit: Grundversorgung für die Bevölkerung

Die Hauptverwaltung der Kirche ist im Landesinnern in Kasongo-Lunda, im Kerngebiet der Kirche, circa 400 km südöstlich von Kinshasa. Für die Aussenkontakte gibt es ein Koordinationsbüro in Kinshasa. Die CEK wurde 1958 staatlich anerkannt. Das oberste Organ der Kwangokirche ist die Synode, welche einen Kirchenrat wählt, an dessen Spitze der Représentant Légal steht. Die CEK hat 42 Kirchgemeinden. Durch die interne Migration leben heute zahlreiche Kirchenmitglieder in der Hauptstadt Kinshasa. Die Kwangokirche ist Mitglied der Eglise du Christ au Congo (ECC), des Zusammenschlusses aller protestantischen Kirchen in der Demokratischen Republik Kongo. Die Verkündigung der christlichen Botschaft ist das zentrale Anliegen der Kirche. Das geschieht durch ein aktives lebendiges Gottesdienstleben, das von viel Musik sowie von den christlichen Gruppen geprägt ist. Weit abgelegen und ohne Verbindungsstrassen zu städtischen Zentren wächst das Tätigkeitsfeld der Kirche schnell. Die Kirche ist in einem Gebiet tätig, das annähernd so gross wie die Schweiz ist. Die Missionierung im Kwango begann 1924 durch eine amerikanische Mission. Ab 1952 arbeiteten auch Missionare aus der Schweiz und aus Deutschland im Kwangogebiet. So entstand die Evangelische Mission im Kwango (EMIK). 1958 erlangte die Kirche die Anerkennung der Behörden im damaligen Belgisch-Kongo. Schulen wurden errichtet. Die grossen innenpolitischen Unruhen im Kongo nach der Unabhängigkeit erschütterten auch das Kwangogebiet, doch die Arbeit der Kirche im Kwango ging weiter. Im Jahr 1996 vereinbarten die EMIK und die CEK die Übergabe aller Aufgaben und Projekte an einheimische Verantwortliche. Gegenwärtig sind keine europäischen Mitarbeitenden mehr in der CEK tätig. Die Bevölkerung der Kwangoregion ist auf vielen Gebieten des täglichen Lebens auf sich alleine gestellt. Der Staat hat sich, wie in anderen Landesteilen, weitgehend aus seiner Verantwortung zurückgezogen. Dies gilt auch für das Schul- und Gesundheitswesen. Deshalb eröffnet sich für die CEK ein weites Feld kirchlichen Engagements, in dem die Kirche in vielfältigen Projekten durch Mission 21 unterstützt wird.

Protestantische Universität im Kongo - Université Protestante au Congo

Sitz: Kinshasa
Gegründet: 1959
Trägerverein: Basler Mission
Projekte:
197.1004: Université Protestante: Eine gestärkte Zivilgesellschaft ist möglich
197.1020: Capacity Building durch Stipendien

Die Protestantische Universität Kongo (UPC) entstand im Jahre 1959 aus der damaligen protestantisch-theologischen Fakultät von Belgisch-Kongo und Ruanda-Burundi. Nach verschiedenen Zwischenetappen wurde daraus 1997 die Protestantische Universität Kongo (UPC). Ziel der UPC ist es, durch qualitativ hohen Unterricht die Rahmenbedingungen zu schaffen, um eine nationale Elite zu formen, die fähig ist, den Bedürfnissen der Gesellschaft und der Kirche nachzukommen. Die Protestantische Universität Kongo erkennt die Tatsache, dass die Krise im Land wesentlich mit dem Zerfall ethischer Werte zusammenhängt. Deshalb wird spezielles Augenmerk auf die christliche Ethik gelegt, um kompetente Fachleute hervorzubringen. Die 6'111 im Studienjahr 2007/2008 immatrikulierten Studierenden - davon 3'034 weiblichen Geschlechts - verteilen sich wie folgt auf die Fakultäten: Theologische Fakultät (270), Fakultät für Verwaltungs- und Wirtschaftswissenschaften (2'864), Fakultät für Rechtswissenschaft (2'515), Fakultät für Medizin (415). Von der konfessionellen Zusammensetzung her waren (Studienjahr 2006/2007) 1'948 Protestanten, 2'105 Katholiken, 23 Kimbanguisten, 1'685 Angehörige so genannter Unabhängiger Kirchen mit protestantischer Tendenz, vier Orthodoxe, drei Anglikaner und zehn Muslime registriert. An der Theologischen Fakultät unterrichteten im akademischen Jahr 2006/2007 33 Lehrkräfte, wovon es sich bei 15 um Gastdozenten handelte. Der hohe Anteil von Nicht-Protestanten weist auf die ökumenische Ausrichtung der UPC hin. Neben den Fakultäten gehört auch das "Centre Protestant de Recherches Interdisciplinaires et de Publications" zur Universität. Dieses veröffentlicht regelmässig Forschungsresultate in den Publikationen der Universität. Die Beziehungen der UPC mit Mission 21 gehen auf die Jahre 1977 bis 1980 und die Ankunft Schweizer Gastprofessoren in Kinshasa zurück. Der Finanzierungsbeitrag von Mission 21 fliesst in drei Aufgabenbereiche:

  • Aus dem"Minèrval"-Fonds erhalten begabte Studierende aller Fakultäten aus finanzschwachen Familien einen Beitrag an den Studiengebühren. Der Fonds wird von der Universität selbständig verwaltet.
  • Mission 21 trägt zur Erneuerung und Ergänzung des Buchbestands der Bibliothek bei.
  • Schliesslich wird auch ein Beitrag an den Dozentengehältern der Theologischen Fakultät geleistet.