Partnerorganisationen in Indien

Kirche von Südindien - Church of South India (CSI)

Gegründet: 1947
Trägerverein: Basler Mission / Evangelische Mission in Solidarität
Projekt:
224.1102: Schutz und Förderung indischer Mädchen
224.1105: Praxisnahes Lernen

Indische Kirchen gehören zu den ältesten der Welt. Nach der eigenen Tradition gehen sie auf die Missionstätigkeit des Apostels Thomas zurück. Die CSI ist allerdings eine relativ «junge» Kirche, die aus der Arbeit verschiedener Missionsgesellschaften hervorging. Mit dem Beginn der modernen Missionsgeschichte um 1800 sammelten vor allem britische Missionsgesellschaften ihre Gemeinden und brachten die verschiedensten Schattierungen europäischen Christentums nach Indien: unter anderem anglikanische, methodistische, presbyterianische und reformierte Denominationen. Die ersten Missionare der Basler Mission kamen 1834 nach Indien. Je selbständiger die verschiedenen indischen Kirchen wurden, desto mehr wurde die konfessionelle Verschiedenheit als Last empfunden, und man suchte die Vereinigung. Die CSI ist das Resultat dieser Bestrebungen und entstand 1947 als Unionskirche. Die verschiedenen Kirchen brachten je ihr Amtsverständnis, ihre Vorstellungen von Gemeindeaufbau und Kirchenverfassung, von Liturgie und Gottesdienst in die Unionskirche ein. Die CSI ist Mitglied des Nationalen Christenrates von Indien und des Ökumenischen Rates der Kirchen. Jede der heute 21 Diözesen hat ihren Bischof, ihre Presbyter (Pfarrer/-innen, Priester) und ihre Diakone. Die Kirche ist synodal verfasst und nach presbyterianischem Vorbild von unten her aufgebaut. Die Synode tritt alle zwei Jahre zusammen und wählt einen der Bischöfe für eine zweijährige Amtszeit als ihren Moderator. Die CSI hat rund drei Millionen Mitglieder, 14'000 Gemeinden und 2'500 Pfarrer und Pfarrerinnen. Sie unterhält rund 1'950 Kindergärten und Elementarschulen, 250 höhere Schulen und 50 Colleges, 50 Lehrerseminare sowie 550 Heime für Kinder. Mit 50 Krankenhäusern und 115 mobilen Kliniken und Gesundheitsposten leistet sie einen wichtigen Dienst an der südindischen Bevölkerung. Seit den 1960er Jahren fördert die CSI auch landwirtschaftliche Projekte. Dazu gehört unter anderem das Ashram Bethania, wo der bekannte «Basler Missions»-Curry produziert, verarbeitet und exportiert wird.