Partnerorganisationen in Japan

NCC Center for the Study of Japanese Religions

Sitz: Kyoto
Gegründet: 1958
Trägerverein: Schweizerische Ostasien-Mission

Das NCC Center for the Study of Japanese Religions ist ein ökumenisches Institut des Nationalen Christenrats Japans. Es wurde 1958 gegründet und stellte zunächst die Forschung zu japanischen Religionen und zum japanischen Christentum in den Vordergrund. In späteren Jahren kam der interreligiöse Dialog mit den Vertretern dieser Religionen hinzu. Mission 21 engagiert sich vielerorts für den Dialog zwischen den Religionen und unterstützt daher auch das entsprechende Austauschprogramm des Instituts: Interreligious Studies in Japan Program (ISJP). Es ermöglicht Studierenden der Theologie, Religionswissenschaften, Japanologie und Religionspädagogik, in Japan ihre Fachkenntnisse zu erweitern und im Kontext anderer Religionen interreligiöse Kompetenz zu erwerben.

United Church Of Christ in Japan (Kyodan) - Vereinigte Kirche Christi in Japan

Sitz: Tokio
Gründung: 1941
Trägerverein: Schweizerische Ostasien-Mission

Nach der erzwungenen Öffnung Japans durch westliche Militärmächte kamen 1859 Missionare der verschiedenen protestantischen Konfessionen nach Japan und nahmen ihre Tätigkeit auf. Neben dem Gemeindeaufbau lag ihr Schwerpunkt im sozialen Dienst und Erziehungswesen. 1941 zwang eine staatliche Verfügung alle im Land vertretenen evangelischen Denominationen, sich in der Vereinigten Kirche Christi in Japan zusammenzuschliessen. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte eine Trennung zwischen Staat und Religion. Sie hatte zur Folge, dass einige Konfessionen den Kyodan wieder verliessen. Der Kyodan ist mit rund 200'000 Gemeindemitgliedern und circa 2'000 Pfarrerinnen und Pfarrern die grösste evangelische Kirche Japans (circa 1% der japanischen Bevölkerung sind Christen). In ihrer sozialen Tätigkeit unterstützt die Kirche unter anderem Taglöhner, die Minderheit der Burakumin und die in Japan lebenden Koreaner. Sie führt Kindergärten, Schulen, Spitäler und andere soziale Einrichtungen. Der Kyodan ist Mitglied im Nationalen Christenrat Japans und mit vielen ausländischen Kirchen verbunden. 1988 unterschrieben der Kyodan und der Schweizerische Evangelische Kirchenbund eine Vereinbarung, um die gegenseitige Anerkennung und die zukünftige Beziehung zum Ausdruck zu bringen. Mission 21 wurde das Mandat der Ausgestaltung in Form von Programmen und Austausch übertragen.

Kyoto International Social Welfare Exchange Center (KISWEC)

Sitz: Kyoto
Gegründet: 1973
Trägerverein: Schweizerische Ostasien-Mission
Projekt: 232.2415: Austausch mit dem Sozialhilfswerk KISWEC

Die Schweizerische Ostasien-Mission (SOAM) engagierte sich in Kyoto unter anderem stark für soziale Dienste. Anfang der 1970er Jahre haben Verhandlungen zwischen der SOAM und dem Sozialamt der Stadt Kyoto zur Errichtung eines Sozialzentrums geführt. Damit war der Grundstein für das Sozialwerk KISWEC gelegt. Das Kyoto International Social Welfare Exchange Center (KISWEC) hilft behinderten Menschen, ihr Schicksal hoffnungsvoll in die Hand zu nehmen. Es entwickelte den K-shiki-Test zur Erfassung des Entwicklungsstandes von Kindern mit einer Behinderung, der heute in allen pädiatrischen, heilpädagogischen und erziehungsberaterischen Diensten Japans angewendet wird. Zudem unterhält das Zentrum eine heilpädagogische Beratungsstelle für Familien mit behinderten Vorschulkindern sowie eine psychologische Beratungsstelle. Es führt sechs Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, darunter eine geschützte Recycling-Werkstatt. Seit 2001 besteht ein eigenes Wohnheim für Behinderte. 1976 riefen die SOAM und KISWEC ein Austauschprogramm ins Leben, um Sozialarbeitern und Sozialarbeiterinnen aus Kyoto zu ermöglichen, das Schweizer Sozialwesen während eines dreimonatigen Praktikums in einer sozialdiakonischen Einrichtung kennen zu lernen. Seit 2001 führt Mission 21 dieses Projekt weiter.