Partnerorganisationen in Südkorea

Presbyterianische Kirche in Korea - Presbyterian Church in Korea (PCK)

Sitz: Seoul, Südkorea
Gegründet: 1884
Im Jahr 1884 hat der koreanische Bibelübersetzer SUH Sang-Yoon die erste protestantische Kirche in Korea gebaut. Dies gilt als der Beginn der PCK. Erst danach kamen nordamerikanische und australische Missionare ins Land. Durch ihren Einsatz für Benachteiligte, Kranke und ausgestossene Mitglieder der Gesellschaft kam das Christentum sehr schnell in den Ruf einer Religion mit sozialem Bewusstsein und gerechten, demokratischen Idealen. Die Teilung der Nation und theologische Differenzen brachten in den fünfziger Jahren die Trennung der Kirche mit sich – es entstand u.a. die PROK. Die PCK hat über 2 Millionen Mitglieder und fast 7'200 Gemeinden. Heute ist knapp ein Viertel der Bevölkerung Koreas Christen (18,6% protestantisch, 5,7% katholisch). Die PCK ist Mitglied im Nationalen Kirchenrat (NCCK). Die PCK unterhält 7 theologische Seminare, 11 Universitäten, 7 Krankenhäuser und diverse Schulen. Sie ist derzeit missionarisch in 76 Ländern weltweit aktiv. Zudem führen zahlreiche Kirchgemeinden sozialdiakonische Projekte für Migranten und Obdachlose durch. Die PCK und der Schweizerische Evangelische Kirchenbund unterschrieben 1988 eine Vereinbarung, um die gegenseitige Anerkennung und die zukünftige Beziehung zum Ausdruck zu bringen. Zur Förderung des gegenseitigen Verständnisses einigte man sich auf einen regelmässigen Austausch, bei dem Theologinnen, Theologen und Laien jeweils das andere Land besuchen und die kirchliche Situation der Partnerkirche kennen lernen können. Mission 21 wurde das Mandat der Ausgestaltung dieses Austauschprogramms übertragen.

Presbyterianische Kirche in der Republik Korea - Presbyterian Church in the Republic of Korea (PROK)

Sitz: Seoul, Südkorea
Gegründet: 1953
Projekt: 276.2521: Stärkung der Umweltbewegung in Südkorea

In den Jahren nach dem 2. Weltkrieg wurden zwei theologische Tendenzen innerhalb der PCK (siehe Abschnitt oben) immer deutlicher: Ein Teil der Theologen folgte einer eher konservativen, fundamentalistischen Richtung, während die anderen am theologischen Seminar (heute die Hanshin Universität) die historisch-kritische Methode der Bibelauslegung anwandten und eine moderne Theologie vertraten. 1953 kam es dann zur Spaltung und damit zur Gründung der PROK.

Die PROK besteht aus 1'543 Kirchgemeinden, mit insgesamt 333'891 Mitgliedern. Gemäss ihrem Verständnis von Kirche gehört ein Engagement im Blick auf gesellschaftspolitische Probleme und soziale Brennpunkte unbedingt zu ihrem Auftrag und ihren Aufgaben. So engagiert sie sich sehr für eine friedliche Wiedervereinigung mit Nordkorea. Viele der Kirchgemeinden führen zudem sozialdiakonische Projekte durch, zum Beispiel Beratung für Migrantinnen und Migranten, Wohnheime für Obdachlose, Notaufnahmestellen für Frauen usw. Wie die PCK unterschrieb 1988 auch die PROK eine Vereinbarung mit dem Schweizerischen Evangelische Kirchenbund, um die gegenseitige Anerkennung und die zukünftige Beziehung zum Ausdruck zu bringen. Man einigte sich darauf, zusammen mit der PCK einen regelmässigen Austausch mit der Schweiz durchzuführen und ermöglichte somit Theologen und Laien im Rahmen einer Studienreise, die kirchliche Situation der jeweils anderen Partnerkirche kennen zu lernen. Mission 21 erhielt das Mandat, dieses Austauschprogramm zu gestalten. Im Jahr 2005 reiste eine Schweizer Theologin im gemeinsamen Auftrag von Mission 21 und dem Evangelischen Missionswerk in Südwestdeutschland (EMS) nach Korea, um einen ökumenischen Einsatz anzutreten. Sie wird in einem der sozialdiakonischen Projekte der PROK mitarbeiten.