Partnerorganisationen im Südsudan

Die Presbyterianische Kirche des Südsudan - Presbyterian Church of South Sudan (PCOSS)

Sitz: Malakal
Trägerverein: Basler Mission
Projekte:
179.1002: Im Einsatz für den Aufbau eines neuen Landes
179.1003: Friedens- und Versöhnungsarbeit
179.1005: Starke Frauen für Kirche und Gesellschaft
179.1007: Jugendarbeit und Strassenkinderheim
179.1010: Bildung für die Zukunft

179.1011: Die Qualität macht den Unterschied: Projektberatung im Südsudan
179.1015: Befähigung zum Engagement für eine gerechtere Welt

179.1023: HIV/Aids: Aufklärung und Hilfe im Südsudan
179.1024: Gesellschaft und Gemeinschaft gestalten
179.1025: Kompetenz und Engagement für den Südsudan

Die Presbyterianische Kirche des Südsudan ging aus zwei US-amerikanischen Kirchen hervor: Der Presbyterianischen Kirche und der Reformierten Kirche. 1902 kamen die ersten Missionare im Gefolge der englischen Kolonialmacht in den Süden des Sudan. Sie begannen in Doleib Hill bei Malakal ihre Arbeit und gründeten unter grossen Mühen ihre ersten Gemeinden. Die kirchliche Arbeit wuchs langsam unter verschiedenen Ethnien der nilo-saharanischen Sprachfamilie: Nuer, Dinka, Shilluk, Anuak und Murle.

Der erste Bürgerkrieg im Sudan (1955-1972) und die Ausweisung aller Missionsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter 1964 erschwerte die Arbeit enorm. Trotzdem ist die Kirche in dieser schweren Zeit gewachsen und stark geworden. Nach dem Friedensschluss 1972 hat die PCOSS einige der früheren Mitarbeitenden wieder eingeladen. Zugleich hat sie auch neue Beziehungen unter anderem zur Basler Mission geknüpft. Mit personeller Unterstützung durch die Basler Mission hat die Kirche die Frauen- und Jugendarbeit sowie die Laienschulung aufgebaut.

Nachdem 1983 der Bürgerkrieg im Sudan erneut ausbrach, konnten die Mitarbeitenden der Basler Mission nur noch Kurzzeiteinsätze leisten. Ab Ende der 1990er Jahre konnten Mitarbeitende dann nach Khartum entsandt werden und nach dem Ende des Bürgerkriegs 2005 auch wieder in den Südsudan. Nach den Wirren des langen Krieges hat sich die Kirche 2008 neu strukturiert und dezentralisiert. Einen grossen Einschnitt bedeutete dann die Teilung des Sudan im Juli 2011. 2012 Hat sich die Kirche umbenannt und sich die Landesbezeichnung «Südsudan» gegeben und eine neue Verfassung verabschiedet.

Neben der Frauen- und Jugendarbeit kooperieren PCOSS und Mission 21 im Aufbau der Kirchenadministration, in den Bereichen theologische Ausbildung und Bildungsarbeit sowie im Kampf gegen die Verbreitung und die Auswirkungen von HIV und Aids.

Der Südsudanesische Kirchenbund - South Sudan Council of Churches (SSCC)

Sitz: Juba
Trägerverein:
Basler Mission
Projekte:
179.1003: Friedens- und Versöhnungsarbeit
179.1006: Frauen- und Jugendarbeit
179.1011: Die Qualität macht den Unterschied: Projektberatung im Südsudan

Der Südsudanesische Kirchenbund entstand 2013 im Nachklang der Teilung des Sudan als südsudanesischer Zweig des 1965 gegründeten Sudan Council of Churches. In ihm sind alle grösseren Kirchen von der Römisch-Katholischen über die Anglikanische und zwei Reformierte bis hin zu einer Pfingstkirche und einer Afrikanisch-Unabhängigen Kirche vertreten und er repräsentiert die überwiegende Mehrheit der Christinnen und Christen des Landes.

Die Presbyterian Church of South Sudan (PCOSS) als Partnerkirche von Mission 21 ist eines der Gründungsmitglieder des SSCC. Seit 1974 gibt es eine Kooperation mit der Basler Mission, heute Mission 21, die auch während der Wirren des zweiten sudanesischen Bürgerkriegs nie abriss. 2007 gab es eine tiefgreifende Reform und Umstrukturierung des Rats, die seine Funktionstüchtigkeit für die Zukunft sicherstellte.

Nach der Unabhängigkeit des Südsudan im Juli 2011 setzt sich der SSCC weiterhin für die Rechte und für gute Lebensverhältnisse der Menschen im Land ein und steht im konstruktiven Dialog mit der Regierung und der muslimischen Minderheit. Wichtige Arbeitsbereiche des SSCC waren von jeher die Friedens- und Versöhnungsarbeit und die Interventionen auf humanitärem Gebiet. Auch die Frauen- und Jugendarbeit blicken auf eine lange Tradition zurück.
In diesen Bereichen liegt gegenwärtig auch der Schwerpunkt der Kooperation zwischen SSCC und Mission 21.

Die Presbyterianische Nothilfe- und Entwicklungsagentur - Presbyterian Relief and Development Agency (PRDA)

Sitz: Malakal
Trägerverein:
Basler Mission
Projekte:
179.1011: Die Qualität macht den Unterschied: Projektberatung im Südsudan
179.1021: Ernährung und Entwicklung auf dem Land

179.1022: Leben für Mütter und Kinder
179.1025: Kompetenz und Engagement für den Südsudan

Die Presbyterian Relief and Development Agency (PRDA) wurde 1993 während des zweiten Bürgerkriegs im Sudan von Mitgliedern der Presbyterianischen Kirche des Südsudan (PCOSS) gegründet. Sie ist eine von den Vereinten Nationen und der kenianischen und südsudanesischen Regierung offiziell anerkannte Nichtregierungsorganisation.

Zunächst lag der Schwerpunkt ihrer Arbeit auf der Nothilfe für die unter dem Bürgerkrieg leidende Zivilbevölkerung. Nach dem Ende des Krieges 2005 hat sie zusätzlich die Aufgabe der Versorgung der zahlreichen zurückgekehrten Flüchtlinge und den Aufbau des zerstörten Landes übernommen.

In neuerer Zeit stehen Entwicklungsvorhaben im Vordergrund. Seit Mitte 2004 unterstützt Mission 21 in erster Linie landwirtschaftliche und medizinische Projekte von PRDA. Ziel ist, besonders die Menschen im oftmals vernachlässigten ländlichen Raum zu erreichen. Als Organisation kommt PRDA dabei zugute, dass sie eng an die PCOSS angebunden ist. Dies verleiht ihr eine hohe Glaubwürdigkeit, verschafft ihr einen guten Zugang zur Basis und ermöglicht ihr die Mobilisierung von Freiwilligen. Die Kooperation zwischen PRDA und Mission 21 konzentriert sich zurzeit auf die Unterstützung einer Hebammenschule und die landwirtschaftliche Arbeit.