Partnerorganisationen in Tansania

Herrnhuter Brüdergemeine in Tansania (Moravian Church)

Trägerverein: Herrnhuter Mission
Projekte:
186.1002: Qualifizierte Fachkräfte verändern die Gesellschaft
186.1003: Kompetenzen stärken - die Gesellschaft entwickeln
186.1004: Gewaltfrei leben
186.1022: Eintreten für das Leben - HIV/Aids-Programm Tansania
186.1503: Frauen auf dem Weg in die Zukunft
186.1504: Lernen für die Gesellschaft von morgen
186.1507: Bildung für die Zukunft
186.1508: Medizinischer Dienst
186.1509: Arbeit mit Waisenkindern

Während die Brüdergemeine in Europa immer nur eine kleine Minderheitskirche mit einem besonderen Status zwischen den Landeskirchen und den Freikirchen geblieben ist, wurde sie in den ehemaligen Missionsgebieten wie zum Beispiel Surinam oder Ostafrika zur Volkskirche.

Neben den Lutheranern und den Anglikanern ist die Moravian Church (in Tansania) heute die drittgrösste nicht-katholische Kirche des Landes. Gegründet 1891, dehnt sich bis 1939 die Arbeit der Herrnhuter Mission im südlichen Hochland von Tanganyika längs des Nyassasees und der Grenze zu Sambia bis zum Rukwa-See und der Usango-Ebene über ein Gebiet von der Grösse der Schweiz aus. In den schwierigen Kriegs- und Nachkriegsjahren mit einer minimalen Zahl von europäischen Mitarbeitern in den ehemals deutschen Missionsgebieten Ostafrikas konnte die Arbeit nicht weitergehen, ohne dass man afrikanische Pfarrer für Leitungsaufgaben berücksichtigte.

Zwei dänische Missionare der Herrnhuter schufen 1941 in Rungwe einen Beirat von älteren afrikanischen Pfarrern (Jamii), in dem wichtige Fragen der kirchlichen Arbeit gemeinsam beraten wurden. Daraus entwickelte sich in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg eine selbständige Kirche (innerhalb der weltweiten Herrnhuter Brüdergemeine auch Provinz genannt). Weil diese beständig wuchs, hat sich ein Teil der Kirche im Südwesten abgetrennt und ist zu einer eigenständigen Kirche geworden. Aus den bescheidenen Anfängen ist bis heute also eine grosse Volkskirche entstanden, welche inzwischen in sechs selbständige Kirchenprovinzen aufgeteilt ist. Gemeinsam betreiben die vier Kirchen das «Moravian Theological College» in Mbeya, welches seit 2005 in die neugegründete «Teofilo Kisanji University» (TEKU) eingegliedert wurde. Die theologische Fakultät der TEKU ist die weltweit zweitgrösste theologische Ausbildungsstätte der Herrnhuter Kirche.
Mission 21 ist mit den beiden folgenden Provinzen über Partnerschaftsprojekte verbunden: 

1. Südprovinz - Moravian Church in Tanzania, Southern Province (MCT-SP)
Kirchenverwaltung:
Rungwe
Zur Südprovinz der Moravian Church in Tanzania in Rungwe gehören heute 140 Gemeinden in fünf Verwaltungsdistrikten. Ihnen gehören 152'000 Gemeindemitglieder an. Zur Kirche gehört auch die Missionsprovinz Osttansania (Region Dar es Salaam und Sansibar). Die ehemalige Missionsprovinz Malawi wurde 2012 selbständig, unterhält aber enge Verbindungen nach Rungwe. 

2. Südwestprovinz - Moravian Church in Tanzania, South-West Province (MCT-SWP)
Kirchenverwaltung:
Mbeya
Die jüngere, 1976 gegründete Unitätsprovinz von Südwesttansania, zählt heute 198 Hauptgemeinden mit 269'800 Christen in den staatlichen Verwaltungsbezirken Mbeya, Mbozi, Chunya und Dodoma. Das ehemalige Missionsgebiet der Südwestprovinz im Norden Tansanias in der Region Arusha wurde 2012 selbständig.