
Projekte
mission 21 hilft Partnerkirchen und -organisationen, Frauen zu stärken, damit sie mit ihrer Mission zum Ziel kommen. Dies geschieht unter anderem in Chile, Sabah Malaysia und Kamerun.
Chile: Gegen Gewalt in der Familie
Frauen, Gesundheit und indigene Bevölkerung.
Projekt Nr. 426.1010
Frauen in Chiles Arbeitervierteln leben oft in Armut. Viele haben kaum eine Schulbildung und sind allein für den Unterhalt ihrer Familien zuständig. Der Entwicklungsdienst der methodistischen Kirche in Chile SEDEC (Servicio para el desarrollo y la educación comunitaria), Partner von mission 21, setzt sich deshalb seit seiner Gründung 1983 für benachteiligte Frauen und ihre Familien sowie in den Bereichen Gesundheit und indigene Bevölkerung ein.
Die Frauenarbeit im Grossraum der Millionenstadt Concepción erfolgt nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe und umfasst im wesentlichen die drei Bereiche praktisches Handwerk, Persönlichkeitsentwicklung und Führungsstärke. So lernen die Frauen im Kurs zum Beispiel Kleider, Bettwäsche oder Duschvorhänge zu nähen. Sie stellen Plüschtiere und Spielzeug her, backen Brot und Torten und machen auch Schokolade. Mit dem Verkauf der Waren leisten die Kursteilnehmerinnen einen nicht unwesentlichen Beitrag für das knappe Familienbudget.
Sabah Malaysia: Ganzheitliche Förderung in Tinangol
Frauenarbeit und Kunsthandwerk in Sabah.
Projekt Nr. 256.1006
Der malaysische Gliedstaat Sabah liegt im Norden der Insel Borneo. Sabah ist doppelt so gross wie die Schweiz und zählt drei Millionen Menschen. Ein Drittel lebt in Armut; die indigene Bevölkerung auf dem Land, namentlich die Rungus, ist in besonderem Masse betroffen. Die Situation der Frauen in den abgelegenen Dörfern ist oft prekär: Sie haben kaum Schulbildung, heiraten jung und müssen daheim die Familie unterhalten, während ihre Männer das Dorf wegen Arbeitssuche verlassen.
Das Zentrum für Frauenarbeit und Handwerk im Dorf Tinangol, ein Projekt der Protestantischen Kirche in Sabah (Protestant Church in Sabah, PCS), setzt sich deshalb in einer der ärmsten Regionen Sabahs für die Stärkung der sozialen und wirtschaftlichen Stellung der Frauen ein. Es wird von mission 21 unterstützt: durch Projektbegleitung, finanzielle Mittel und die Arbeit von Ueli Knecht, Fair Trade Koordinator von mission 21 in Borneo. Frauen können hier traditionelles Handwerk und Verkaufsstrategien erlernen – und auch ihr Selbstwertgefühl stärken.
Kamerun: Mehr Unabhängigkeit für Frauen
Frauen in Kamerun: Gemeinsam zum Erfolg.
Projekt Nr. 134.1006
Kamerun ist ein moderner Staat. Seit 1994 ist hier ein Gesetz zur Gleichbehandlung der Geschlechter in Kraft. Doch Kameruns Frauen sind nicht auf Rosen gebettet. Sie steuern zwar zu einem wesentlichen Teil an das Familieneinkommen bei und sind vielfach hauptverantwortlich für Ernährung, Erziehung und Ausbildung ihrer Kinder. Doch traditionell haben die Männer das Sagen. Sie sind nach wie vor die massgeblichen Entscheidungsträger in Wirtschaft, Politik und Sozialem und befinden daheim über das Haushaltsbudget. Den Frauen hingegen bleibt der Zugang zu Bildung, Eigentum, politischer Freiheit und auch zur Mitgestaltung in der Kirche weitgehend verwehrt. Die schlechte Wirtschaftslage, grassierende Korruption, Strukturanpassungsprogramme, Sozialabbau und die hohe HIV-/Aidsrate mache ihre Situation noch prekärer.




