
Referierende «Frauen mit einer Mission!»

Meehyun Chung kommt aus Seoul und ist Pfarrerein der Presbyterianischen Kirche Südkoreas (PROK). Sie studierte Deutsche Literatur, Philosophie und evangelischen Theologie in Seoul. 1993 promovierte sie in Basel mit einer Arbeit zu Karl Barth, Josef Lukl Hromadka und Korea. In ihrer Doktorarbeit bringt sie die Theologie Karl Barths und die Barmer Theologische Erklärung ins Gespräch mit der koreanischen Kultur und Gesellschaft.
Seit 2005 leitet sie die Stabsstelle «Frauen und Gender» bei mission21, wo sie für die weltweite Vernetzung und Ermutigung von Frauen arbeitet.
Gerne berichtet Meehyun Chung von ihren Einblicken und Erfahrungen, die sie durch ihre Arbeit mit Frauen gewonnen hat: was sie erleiden, wofür sie kämpfen, und welche Kraft sie mit uns teilen können und wollen.

Die Hauswirtschafts- und Semiarlehrerin war 1964, nach neunmonatigem Vorbereitungskurs, mit der Basler Mission nach Sabah, Malaysia ausgereist. Ihr Arbeitsvertrag war, wie damals üblich, auf «lebenslang» abgeschlossen. Sie hatte den Auftrag, eine Haushaltsschule für Mädchen und junge Frauen einzurichten. Schon damals lernte sie bei den Momogun eine Gesellschaft kennen, in der Frauen freier leben konnten als hier in der Schweiz. So konnten die Frauen in Malaysia auch schon lange abstimmen, als in der Schweiz die Frauen noch kein Stimmrecht hatten. Als 1971 die Regierung unerwarteterweise vielen christlichen Institutionen keine Arbeitsbewilligung mehr erteilte, kehrte Gertrud Ernst mit viel Gelerntem, aber auch mit vielen Fragen zurück.
Erst viel später folgten dann über 8 Jahre die Ausbildungsarbeit mit Frauen in Kamerun. «Der Kontakt zu Sabah-Malaysia, Kamerun und der Missionsarbeit ist geblieben», sagt Gertrud Ernst. Besoders wichtig ist ihr die Botschaft der Frauen.

Die Sozialanthropologin und Sozialarbeitern Regula Hälg war 2009 im Rahmen eines PEP!-Einsatzes im Projekt Seelsorgeausbildung mit Schwerpunkt HIV/Aids des Centro Ecuménico Diego de Medellín/Chile. Gerne berichtet sie anhand von Bildern und Reflexionen über den chilenischen Alltag von ihren vielfältigen Erfahrungen während des Einsatzes, insbesondere aus der Sicht der Frauen.
Mögliche Schwerpunkte ihres Vortrags sind:
- Chile: soziale, wirtschaftliche, politische Situation
- Pastoralseelsorge
- HIV/Aids
- Projekte von mission 21 in Chile

Yvonne und Ueli Zimmer engagieren sich seit über 30 Jahren für die Schülerheim-Patenschaft in Sabah (Malaysia), die sie 1974 gegründet haben. Das Ehepaar arbeitete drei einhalb Jahre (1970-73) in Sabah, damals noch mit der Basler Mission. Nach ihrer Rückkehr waren sie bis zur Pensionierung für die Kantonalen OeME - Fachstellen der Kirchen BL, SO und BS und für mission 21 tätig.

Ganz neu ist ein Buch erschienen, in dem Yvonne Zimmer ihre Erinnerungen an die Zeit in Sabah (Malaysia) schildert: «Zwischen den Zeilen liegt die Fülle des Lebens» (2011, Basileia Verlag, Basel).
Gerne berichten die beiden Referierenden, einzeln oder zusammen, zum Thema der Herbstkampagne von mission 21. Durch ihr Engagement im Schülerheim kennen sie besonders gut die Situation und die Chancen, aber auch die Anliegen von Mädchen und jungen Frauen in Sabah. Zu den Erläuterungen zeigen Zimmers Bilder von vor Ort und musizieren auch, falls gewünscht, mit traditionellen Musikinstrumenten.

Verena Ramseier ist seit vielen Programmverantwortliche für Kamerun bei mission 21. Mehrere Jahre arbeitete die studierte Agro-Ingenieurin als Oekumenische Mitarbeiterin bei der Presbyterian Church in Kamerun (PCC) vor Ort.
Seit Mai 2002 ist sie bei mission 21 für die Beziehung zur Geschwisterkirche in Kamerun zuständig. Sie ist verantwortlich für die Projekt- und Programmarbeit und Fachfrau für die täglichen Herausforderungen der Missionsarbeit in Kamerun: Sie ist engagiert im Bereich der Gesundheitsversorgung und der Frauenarbeit, beim Kunsthandwerk und im Bereich Fair Trade. Ausserdem ist sie mit verantwortelich für die Laienausbildung und die Männerbewegung der Partnerkirche. Elementar wichtig in der direkten Projektarbeit und im Gespräch mit Kontaktpersonen ist immer wieder das Thema HIV/Aids.
Gerne berichtet Verena Ramseier von den konkreten Lebenssituationen und den aktuellen Herausforderungen für die Frauen in der kamerunischen Gesellschaft.

Andrea Hauser unterstützte ein Jahr lang als Psychologin die Frauen des Entwicklungsdienstes der Methodistischen Kirche SEDEC, die in Concepción im Bereich häusliche Gewalt arbeiten.
Das Projekt «Betreuungs- und Präventionszentrum für innerfamiliäre Gewalt» führt zum einen Ausbildungs-Workshops für Betreuerinnen, die mit gewaltbetroffenen Frauen arbeiten, durch. Zum anderen können Opfer innerfamiliärer Gewalt in Workshops zu Themen der mentalen Gesundheit sowie durch praktische Kurse ihr Selbstbewusstsein neu aufbauen und Erfahrungen austauschen. Schwer geschädigte Frauen werden individuell betreut. Teil des Projektes ist auch die Sensibilisierungs- und Präventionsarbeit mit Jugendlichen zwischen 13 und 15 Jahren.
Andrea Hauser hatte zudem die Möglichkeit, die anderen Projekte des Entwicklungsdienstes im Bereich Frauen- und Heilkräuterarbeit und die Arbeit mit den Mapuche kennenzulernen. Seit ihrer Rückkehr 2008 übernimmt sie gerne Einsätze in Gemeinden und bei interessierten Gruppen, um von ihren eindrücklichen Erfahrungen zu erzählen, insbesondere von der Situation von Frauen in Chile.

Der Werklehrer und Grafiker Ueli Knecht hat zwanzig Jahre lang in Kamerun gelebt und im Rahmen des Projektes «Prescraft» im Bereich Fair-Trade gearbeitet. Als im Jahr 2004 indonesische und malaysische Kirchen Fair-Trade-Projekte aufzubauen begannen, besuchte Ueli Knecht regelmässig als Berater die vier Partnerkirchen von mission 21 und begleitete die Projektplanung.
Gemeinsam mit seiner Frau Felicia und seinem Sohn Tse ist er dann im August 2009 nach Borneo ausgereist. Felicia und Ueli arbeiten nun gemeinsam als Team vor Ort. Zu ihren Aufgaben gehört das Gestalten von Workshops für Produzentinnen ebenso wie die organisatorische und finanzielle Beratung der Fair-Trade-Projekte.
Ueli Knecht ist von September bis November 2011 in der Schweiz und kommt gerne in die Gemeinden, um aus erster Hand über die Situation der Frauen in den verschiedenen sozialen Bereichen und geographischen Regionen von Indonesien und Malaysia zu berichten. Dabei beleuchtet er auch die strukturellen Veränderungen der Gesellschaft, die Frauen und Mädchen neue Chancen eröffnen.

Eveline Ammann ist Sozialarbeiterin mit einer Zusatzausbildung in Entwicklungszusammenarbeit (Master IUED Genf) und hat Projekterfahrungen in Bulgarien und Burkina Faso. Zur Zeit arbeitet sie als Assistentin an der Fachhochschule für Sozialarbeit in Bern.
Im Jahr 2004 hat sie im Rahmen von PEP! (Professionals Exposure Program) für mission 21 in Concepción, Chile, einen Einsatz geleistet.
Gerne berichtet sie von ihren Erfahrungen während ihrer Mitarbeit im Projekt zur Prävention von innerfamiliärer Gewalt, ein Gemeinwesen-Projekt für Frauen, die Gewalt erlebt haben. Es wird von SEDEC durchgeführt und von mission 21 unterstützt.




Line Boser ist Entwicklungsökonomin und hat im In- und Ausland Frauen- und Bildungsprojekte geleitet. Von 2000 bis 2008 leitete sie die Kalebasse, das Fair-Trade-Unternehmen von mission 21.
Gerne besucht Frau Boser interessierte Gruppen in Kirchgemeinden und wirkt auch in Gottesdiensten mit. Ihr Hauptthema ist der Faire Handel, der in vielen Projekten von mission 21 und ihren Partnerkirchen und -organisationen gefördert wird. Als Entwicklungsökonomin gelingt es Frau Boser in überzeugender Weise, die grossen Chancen dieser «Friedensarbeit im Kleinen» aufzuzeigen:
Gerne führt sie anhand dieser konkreten Beispiele in die Herbstkampagne 2011 «Frauen mit einer Mission!» ein.