Hilfe für den Südsudan

    Die Hebammenschule unserer Partnerorganisation – ein kleiner Lichtblick

    Seit 2005 bildet diese Schule Frauen zu qualifizierten Hebammen aus. Im Südsudan herrscht grosser Mangel an Ärztinnen, Ärzten und Pflegekräften. Die Schule unserer kirchlichen Partnerorganisation PRDA ist darum ausserordentlich wertvoll. Gegenwärtig absolvieren 30 Studentinnen die Ausbildung zur Hebamme. Sie tun dies noch in Kenia, denn wegen des Bürgerkriegs musste die Schule 2013 umsiedeln. Doch nun kehrt die Hebammenschule zurück, in die Hauptstadt Juba. Das freut auch die angehende Hebamme Nyagoa John Jock:

    Mitte 2022 werden neu 60 Frauen statt wie heute 30 an der Hebammenschule der PRDA studieren können. Das ist ein grosser Schritt und eine wichtige Verbesserung. Denn er bringt ein kleines Stück Hoffnung in ein Land, das in einer schlimmen humanitären Krise steckt und das immer noch unter den Folgen des jahrelangen Bürgerkriegs leidet.

    Die Gewalt hält auch nach dem offiziellen Friedensabkommen von 2018 weiter an. Viele Regionen sind verwüstet, die Menschen wurden vertrieben, Nahrung wird nicht mehr angebaut. Dazu kommen Naturkatastrophen (Überschwemmungen und Dürre sowie eine Heuschreckeninvasion). Die Hälfte der 12 Millionen Menschen im Südsudan leiden Hunger.

     

    Dank Ihrer Spende wird zum Beispiel die Finanzierung des Umzugs der Hebammenschule in die Hauptstadt Juba gesichert. Hier werden künftig 60 Hebammen pro Jahr ausgebildet. Sie helfen mit, dass mehr Kinder eine Chance haben, gesund ins Leben zu starten und dass mehr Frauen Schwangerschaft und Geburt überleben. 

    Dank Ihrer Unterstützung erhalten zum Beispiel Kinder und Jugendliche Zugang zu Bildung. Die humanitäre Krise im Land hat viele Kinder zu Waisen gemacht und die Armut im Land vergrössert. Unsere Partnerkirchen bieten besonders verletzlichen Kindern und Jugendlichen Zugang zu Bildung, etwa im Zentrum Muhaba. Hier werden Buben und Mädchen geschult und betreut. Sie erleben Zuneigung, die sie zuvor entbehren mussten.

    Und Ihre Hilfe ermöglicht zum Beispiel kriegstraumatisierten Menschen Betreuung und Begleitung. Zahlreiche Frauen, Männer und Kinder erlitten während des Bürgerkriegs oder auch danach Gewalt, denn die Kämpfe gehen vielerorts trotz des offiziellen Friedensabkommens weiter. Im Rahmen unseres Projekts für Friedensförderung unterstützen wir unsere Partner in der Ausbildung und Weiterbildung für psychosoziale Begleitung von traumatisierten Menschen. Damit diese Zuversicht gewinnen und mit Hoffnung in die Zukunft sehen können.

    Herzlichen Dank für ihre Hilfe!