Corona-Update: Demokratische Republik Kongo

Die Regierung der DR Kongo ergreife keine Massnahmen, um Armut und Elend der grossen Mehrheit im Land zu bekämpfen. Das stellt Alfred Mbuta fest. Er ist einer der beiden Leiter der Partnerkirche von Mission 21 in der DR Kongo.

Alfred Mbuta nimmt in seiner Beurteilung der Lage kein Blatt vor den Mund. Der erfahrene Kirchenleiter der Communauté Evangelique du Kwango (CEK) prangert das Vorgehen der Behörden an. Er zeigt sich aber auch kritisch gegenüber einzelnen Exponenten der Kirchen, die als "falsche Propheten" die Menschen verunsichern würden.

Die Behörden würden zwar Hygienemassnahmen verordnen, stellt Mbuta fest, aber keine Hilfe gegen das soziale Elend der armutsbetroffenen Bevölkerung anbieten. Darum würde sich die Bevölkerung kaum an den Lockdown halten und die Infektionen würden ansteigen.

Praktische Hilfe durch die Kirche

Er fühle sich hilflos, erklärt Mbuta – und engagiert sich dennoch mit grossem Einsatz für das Überleben und die Gesundheit der Benachteiligten. So hilft er Strassenkindern, indem er ihnen eine einfache Ausbildung im Töpfern ermöglicht.

Mbuta leistet auch Informations- und Sensibilisierungsarbeit. Die Strassenkinder sollen wissen, warum Hygienemassnahmen wichtig sind und wie sie helfen, sich vor dem Virus zu schützen. Mission 21 unterstützt die Arbeit der CEK in der DR Kongo. Eine Arbeit, die vor dem Hintergrund der desolaten Situation im Land besonders wichtig ist.

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