„Die Situation der Frauen hat sich verändert“

Claudia Zeising hat rund zehn Jahre für Mission 21 in Tansania gearbeitet. Die Evangelische Mission Weltweit würdigt ihre Arbeit mit einem Interview. Darin erzählt sie, wie sie gemeinsam mit der einheimischen Pfarrerin Melania Mrema Kyando beharrlich daran gearbeitet hat, die Situation für Frauen in der patriarchalen Gesellschaft Tansanias zu verbessern.

«Mir war es wichtig, die Frauen zu fragen, was sie wollen und was sie von mir erwarten.» – mit diesem Ansatz sei sie in Tansania 2009 an ihre Arbeit herangegangen, sagt Claudia Zeising im Interview auf der Website der Evangelischen Mission Weltweit, dem mit Mission 21 verbundenen Dachverband evangelischer Missionswerke in Deutschland.

Bei ihrem Start in Tansania fand sie schwierige Bedingungen vor. Frauen sind gesetzlich zwar gleichberechtigt. In der gesellschaftlichen Realität bestimmen aber meist Männer über die Frauen. Tansania sei stark patriarchal geprägt, sagt Zeising im Interview, dies sei auf dem Land noch viel stärker als in der Stadt.

Stärkung des Selbstwertgefühls

Im spannenden Gespräch berichtet die heute 66-jährige Fachfrau für Landwirtschaft und erfahrene Expertin in der Frauenarbeit, wie sie beharrlich und ausdauernd Frauen im ländlichen Rungwe unterstützt und gestärkt hat. Diese Arbeit sei nur erfolgreich gewesen, betont sie, dank der Zusammenarbeit mit der einheimischen Pfarrerin Melania Mrema Kyando. Diese ist im Juli 2021 nach langer Krankheit gestorben.

Claudia Zeising ist pensioniert, aber sie sieht mit Freude, dass die gemeinsame Arbeit Früchte getragen hat. Sie sagt: «Die Situation der Frauen hat sich tatsächlich verändert.» Sie sieht heute mehr Frauen mit Selbstbewusstsein und einem gestärkten Selbstwertgefühl in Tansania. Aber sie weiss auch, dass „Weiterentwicklung dauert“. Die Unterstützung der Frauenarbeit in Tansania ist darum nach wie vor wichtig.

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