Engagiert mit Mission 21 gegen Armut

Zum Regionalen Missionstag trafen sich rund 30 Basar-Frauen und Oeme-Verantwortliche in Basel. Sie liessen sich über die Arbeit von Mission 21 informieren und über Möglichkeiten, dieses Engagement von der Schweiz aus zu unterstützen.

Der Zuspruch für diesen Missionstag war erfreulich. Der nachmittägliche Anlass wurde von rund 30 Frauen und einigen Männern besucht, die sich in ihren Kirchgemeinden auf vielfältige Weise für das Anliegen einer gerechteren Welt engagieren. Eingeladen hatten unter dem Motto "Niemand wird zurückgelassen" Mission 21, das Pfarramt für weltweite Kirche BL/BS und die Reformierte Kirche Aargau. Entsprechend kamen die Gäste des Missionstags aus diesen drei Kantonalkirchen.

Einblick in die Arbeit in Tansania

Wie sieht die Situation in Tansania aus und welchen Herausforderungen begegnen die tansanischen Kirchen? Auf diese Fragen gab Johannes Klemm im ersten Vortrag kompakte und aktuelle Antworten. Der Programmleiter Tansania bei Mission 21 erläuterte Gründe für die grosse Armut in dem Land: Aufgrund der hohen Geburtenrate steigt die Bevölkerung rasch an. Viele Menschen im erwerbsfähigen Alter sterben jung, oft an den Folgen von Aids. So gibt es leider auch viele Aids-Waisen, manche von ihnen sind HIV positiv. Die fehlende Schulbildung macht ihnen das Leben zusätzlich schwer, später eine Arbeit zu finden.

Die Herrnhuter Brüdergemeine leistet Unterstützung, gemeinsam mit Mission 21. Waisenkinder erhalten zu Hause oder im Heim Betreuung und können dank dieser Hilfe die Schule besuchen. Jugendlichen und jungen Erwachsenen wird beim Erlernen eines Berufs unter die Arme gegriffen. Kirche und Mission 21 setzen sich gegen das Schweigen über HIV und die gesellschaftliche Stigmatisierung von HIV-Betroffenen ein.

Frieden dank Begegnung

Im Anschluss stellte Christian Weber, Studienleiter von Mission 21, Menschen vor, die zum Frieden in ihrem Land beitragen, indem sie ethnische oder religiöse Gräben überwinden. Weber erzählte von zwei Frauen im Südsudan, die unterschiedlichen, im Bürgerkrieg verfeindeten Ethnien angehören und dennoch eine Freundschaft pflegen und sich für Frieden und Versöhnung zwischen den Volksgruppen einsetzen.

Diese Geschichte und auch die Hintergründe des Konflikts im Südsudan, werden im Rahmen der Kampagne 2019 von Mission 21 vorgestellt. Die Kampagne unter dem Motto "Frieden wächst mit uns" sammelt Spenden für die Friedensarbeit von Mission 21 weltweit.

Die Teilnehmer*innen des Missionstags zeigten sich sehr interessiert an den präsentierten Themen und stellten zahlreiche Fragen zum Engagement in Tansania und zur Friedensarbeit weltweit. Das freute auch die Organisator*innen. Sie kündigten an, den Missionstag noch stärker zu einem Nordwestschweizer Informationsaustausch zu entwickeln, um noch mehr Engagierte für eine Teilnahme zu gewinnen.

Text und Foto: Christoph Rácz

► Kooperationsprogramm Tansania

► Friedenskampagne 2019