Kampf gegen sexuelle Gewalt und für Geschlechtergerechtigkeit

Zusammenspiel von Gendergerechtigkeit mit den Wirkungsbereichen Gesundheit, Einkommensförderung und Bildung in den Projekten von Mission 21.

Mission 21 erweitert ihre Projekte zur Prävention von HIV und sexuell übertragbaren Krankheiten verstärkt um das Thema Gender-Gerechtigkeit. Denn ein wichtiger Risikofaktor etwa für eine HIV-Übertragung ist sexuelle Gewalt. Frauen und Mädchen, die sexuelle Gewalt erleben, haben ein etwa dreifach höheres Risiko, sich im Laufe ihres Lebens mit HIV anzustecken. In Kamerun haben sich innerhalb eines Jahres 22‘000 Menschen neu mit dem HI-Virus angesteckt – über 77 Prozent davon sind Frauen.

Rita Mbah, Koordinatorin im Gesundheitsprojekt, das Mission 21 gemeinsam mit der Partnerkirche Presbyterian Church in Cameroon (PCC) führt, sagt: "Wenn wir ein Ende der Aids-Epidemie sehen wollen, müssen wir gegen geschlechtsspezifische Gewalt vorgehen." Sie hat dafür in Buea ein niederschwelliges Zentrum für Jugendliche zu allen Fragen rund um Sexualität eröffnet. Das "Freemind Center" in Buea bietet Jugendlichen und jungen Erwachsenen Beratung zu Themen wie persönliche Entwicklung, Beziehungen und Sex. Das Team informiert über sexuell übertragbare Krankheiten und Formen von sexueller Gewalt.

In Kursen wie "Sexy, clever und sicher" kommen auch Geschlechterrollen und Gleichberechtigung zur Sprache. Es wird aufgezeigt, wie patriarchale kulturelle Normen und Werte die Rechte und Würde von Frauen und Mädchen verletzen können. Jugendliche und junge Erwachsene über sexuelle Themen aufzuklären, geht hier Hand in Hand mit der Arbeit hin zu einer gendergerechten Welt.

Mehr zu diesem Thema finden Sie im aktuellen Heft "begegnen" von Mission 21:

► Juni-Ausgabe begegnen lesen

► Stabsstelle Frauen und Gender von Mission 21

► Projekt Gesundheitsversorgung und HIV im ländlichen Raum

► Presbyterianische Kirche in Kamerun (PCC)