Mission 21 trägt Kampagne gegen Gewalt an Frauen mit

Am 25. November wird weltweit der «Tag gegen Gewalt an Frauen» begangen und der Start zur Kampagne «16 Tage gegen Gewalt an Frauen» ausgerufen. Bis zum 10. Dezember wird mit Aktionen und Veranstaltungen für das Thema sensibilisiert, es werden Beratungsangebote bekannt gemacht und gewaltfreie Wege zur Konfliktlösung aufgezeigt. In der Schweiz unterstützt auch Mission 21 die Kampagne, gemeinsam mit über 150 weiteren Organisationen.

Getragen wird die Kampagne seit 2008 von der feministischen Friedensorganisation cfd (Christlicher Friedensdienst). Die Kampagne stellt dieses Jahr sexualisierte Gewalt in den Fokus. Das Problem ist gross. Jede zweite Frau in der Schweiz ist gemäss einer Studie von gfs.bern (2019) von sexualisierter Gewalt betroffen. «Betroffene leiden oft lange und schwer unter den Folgen, manche ein Leben lang. Trotzdem wird sexualisierte Gewalt zu wenig thematisiert.» schreibt cfd in ihrer Medienmitteilung zur Kampagne.

Präventionskampagne mit breiter Beteiligung

Die 16 Aktionstage finden dieses Jahr zum vierzehnten Mal statt. Dieses Jahr beteiligen sich schweizweit über 150 Organisationen. Durch die grosse Teilnahme wird das Thema sexualisierte Gewalt intensiv beleuchtet und der Diskurs wird angeregt – ein wichtiger Aspekt von Prävention. Alle Beteiligten setzen gemeinsam Zeichen gegen sexualisierte Gewalt.

Die 16 Aktionstage starten am 25. November 2021 mit einer Lancierungsaktion um 12.30 Uhr in Bern auf dem Bahnhofplatz. Auf Plakaten wird das Ausmass der Gewalt durch Zahlen verdeutlicht: 80 Prozent der Opfer kennen den Täter persönlich. In mehreren weitere Städten finden ebenfalls Aktionen statt. Am 10. Dezember, dem internationalen Tag der Menschenrechte, findet die Kampagne ihren Abschluss.

Auch international ein Problem

Die «16 Tage gegen Gewalt an Frauen» sind eine internationale Kampagne. Weltweit engagieren sich dabei auch zahlreiche christliche Organisationen für ein Ende der Gewalt an Frauen. Mission 21 verbreitet während der Kampagne Botschaften der Solidarität und zeigt in Beispielen auf, dass es entscheidend ist, Frauen zu stärken, um sexualisierte Gewalt einzudämmen.

Gewalt, insbesondere auch sexualisierte Gewalt an Frauen ist auch ein Problem in verschiedenen Projektländern, in denen Mission 21 tätig ist. Zum Beispiel in Nigeria oder dem Südsudan, in Indonesien oder Malaysia. Gemeinsam mit lokalen Partnerkirchen und Partnerorganisationen setzen wir uns dafür ein, dass Frauen mit Bildung gestärkt werden und unterstützen Frauen und Mädchen, die von Gewalt betroffen sind.

► Die Schweizer Website der Kampagne "16 Tage gegen Gewalt an Frauen"

► Das Programm für Gendergerechtigkeit von Mission 21