Zivilbevölkerung und Partner von Mission 21 in Nigeria betroffen von Gewalt und Entführungen

Die Sicherheitslage in Nigeria hat sich in den vergangenen Monaten stetig verschlechtert. Die Gewalt gegen die Zivilbevölkerung, insbesondere im Nordosten, wo Mission 21 mit Projekten präsent ist, nimmt zu, wie unsere Partnerkirche vor Ort berichtet.

Die nigerianischen Partnerkirchen und Partnerorganisationen sowie die Zivilbevölkerung leiden unter Gewalt von mehreren Seiten. Die islamistische Terrormiliz Boko Haram verübt immer wieder Angriffe auf Dörfer im Nordosten, bei denen Menschen entführt und getötet werden. Zusätzlich verschärft sich der Konflikt zwischen umherziehenden Hirten und sesshaften Bauern. Viele Konflikte verlaufen entlang ethnischer und religiöser Linien.
Wie die U.S. Commission on International Religious Freedom (USCIRF) gemäss der Zeitung The Guardian berichtet, wurden im Jahr 2020 mindestens 8279 Menschen in Nigeria durch diese Konflikte getötet. 

Mehrfache Lösegeldforderungen
Ein aktueller Rapport unserer Partner zur Sicherheitslage berichtet auch dieses Jahr von täglichen Tötungen und Entführungen. Dabei hat sich das Vorgehen verschlimmert: Geiseln werden trotz Lösegeldzahlungen teilweise an weitere Geiselnehmer weitergegeben, die ein zweites Lösegeld fordern.

Viele Angehörige haben nicht die Ressourcen, ein zweites Lösegeld zu zahlen und in der Folge werden viele Entführte getötet. Weitere Gruppierungen gehen so weit, Lösegelder durch Entführungsdrohungen zu erpressen. 

Partner direkt betroffen
Die Mitglieder unserer Partnerorganisationen sind von der Gewalt direkt betroffen. Mitarbeitende erhielten Drohungen. Ein Pastor der EYN wurde im Dezember entführt.

Nach einer Gewalteskalation Ende 2020 mit zahlreichen Angriffen auf Dörfer und Kirchen blieb die Anzahl der Gewaltakte auch in den ersten Monaten dieses Jahres hoch. 

Einsatz für den Frieden
Unsere Partnerkirche EYN setzt sich – unter anderem auch in den von Mission 21 unterstützten Projekten – für Frieden und interreligiöse Verständigung sowie für Opfer von Terror und Gewalt ein. EYN-Präsident Rev. Joel Billi rief die Regierung dazu auf, die Menschen im Land zu schützen. An der Jahreskonferenz der EYN bekräftigten Kirchenvertreter das Anliegen, sich für den Frieden zwischen den Religionsgemeinschaften einzusetzen.

► Hier erfahren Sie mehr über die Friedensarbeit von EYN und Mission 21 in Nigeria.
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