Der Traum vom Frieden

Im Südsudan weiss jedes Kind, wie eine Waffe aussieht. Der Krieg im Südsudan hat sie alle geprägt. Viele leiden an Kriegstraumata, Hunger und der instabilen Situation des Landes.

Mit unserer Friedenskampagne vom 20. September bis zum 10. Dezember 2020 rücken wir unsere Arbeit im Südsudan verstärkt in den Fokus. Kriegstrauma oder der Traum vom Frieden? Ihre Spende macht den Unterschied.

Kampagnenfilm: Der Traum vom Frieden

Frieden für Kinder und Jugendliche

Im Südsudan hat der ethnisch geprägte Bürgerkrieg der letzten fünf Jahre über 400‘000 Menschenleben gefordert. Mittlerweile wurde zwar ein Friedensabkommen unterzeichnet. Doch der Frieden existiert bisher nur auf dem Papier, es gibt noch immer Kämpfe mit Todesopfern. Unser Einsatz für den Südsudan ist dringend notwendig. Kinder sind die grossen Leidtragenden des Konflikts. Sie stehen im Zentrum unserer Friedenskampagne 2020.

Damit Kinder und Jugendliche später zu einer friedlichen Gesellschaft und einer stabilen Lage im Land beitragen können, brauchen sie Bildung, geschützte Räume und psychosoziale Unterstützung. Wir schauen hin und bleiben dran. Gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen und Partnerkirchen unterstützen wir ein Kinderzentrum sowie Bildungsprogramme.

► Mehr Projektinfos

Das Kinderzentrum Muhaba

Kinderzeichnungen beschreiben die Angst vor der Waffengewalt und den Wunsch nach Frieden und Sicherheit. Die Kinder auf den Fotos leben im Kinderzentrum Muhaba in der Stadt Renk im Südsudan.

Das Kinderzentrum Muhaba ist Teil des Projekts "Bildung für die Zukunft. Schulen und Kinderheim", das auch das Bildungsdepartment der Presbyterianischen Kirche des Südsudans (PCOSS) unterstützt, inklusive Renovierungen und Bau von Klassenräumen und der Schulung von Lehrpersonen in neuen Lehrmethoden, unter anderem im Umgang mit traumatisierten Kindern. Diese Aktivitäten finden hauptsächlich in Flüchtlingslagern und Lagern für Binnenflüchtlinge statt.

Projektarbeit während Corona

Wegen der Corona-Pandemie herrscht im Südsudan Ausnahmezustand. Die Gesundheitsversorgung im Land ist sehr schlecht, es gibt weniger als zehn funktionierende Beatmungsgeräte im ganzen Land. Die wenigsten Menschen haben Geld, um vorrätige Lebensmittel oder eine Flasche Desinfektionsmittel zu kaufen. Viele sind mangelernährt und dadurch bereits geschwächt, die meisten bestreiten ihren Lebensunterhalt von Tag zu Tag: Der Shutdown bedroht ihre Existenz massiv. Zudem besteht die Gefahr, dass die staatlichen Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie wie etwa Ausgangssperren die sozialen Spannungen erneut anfachen und den fragilen Frieden im Land gefährden. Mission 21 und ihre Partnerorganisationen sind auch in dieser Mehrfachkrise für die Bevölkerung da und reagieren flexibel. Wir leiten Mittel um, da einige reguläre Projekte durch den Shutdown pausieren müssen. Die Menschen und besonders die Kinder im Südsudan benötigen dringend unsere Unterstützung, um diese erneute Krise zu überstehen. Die öffentlichen Schulen mussten vorübergehend geschlossen werden. Das Muhaba Zentrum bleibt geöffnet, aber es findet vorübergehend kein Unterricht für jene Kinder statt, die ausserhalb des Zentrums wohnen.

"Ich habe viel Gewalt erlebt"

Durch den Krieg wurden viele Familien auseinandergerissen, traumatisierte Eltern können nicht richtig für ihre Kinder sorgen.

Wie zum Beispiel die Mutter von Juma Bakhit: "Sie trinkt und ich wurde beschimpft und oft geschlagen", sagt der Zwölfjährige. Er lief davon und lebte eine Zeitlang auf der Strasse. "Dort war es noch schlimmer", sagt er. "Ich habe viel Gewalt erlebt."

Juma hatte Glück. Durch Hinweise von Freunden stiess er auf das Kinderzentrum Muhaba und wurde dort aufgenommen. Heute geht er zur Schule, hat einen geregelten Tagesablauf und zu essen.

Ihr Engagement zählt: Kampagnenmaterial

Unterstützen Sie unser Engagement für den Frieden – wir bieten Ihnen dazu Informationen, Fachpersonen für Vorträge und verschiedene Kampagnenmaterialien an. Kontakt: Christine Lehni,  ► E-Mail

► Kampagnenmaterial zum bestellen

► Kampagnenmaterial herunterladen (PDFs)

► Ideen für den Gottesdienst und Unterricht

► Fachpersonen für Vorträge (auch online möglich)

► Setzen Sie ein #ZeichenDerHoffnung in Zeiten der Corona-Pandemie

Mission 21 ist Mitglied der Allianz gegen Waffenexporte in Bürgerkriegsländer. Dieses Engagement ist Teil der Friedensförderung von Mission 21. ► mehr erfahren


Suppe für den Frieden

Machen Sie den Frieden im Südsudan in Ihrer Kirchgemeinde zum Thema. Veranstalten Sie zum Beispiel einen Suppentag oder einen Basar und spenden Sie den Erlös an die Friedenskampagne. Gerne stellen wir Ihnen eine Fachperson und Material zur Verfügung und unterstützen Sie bei der Durchführung der Veranstaltung. Kontakt: Christine Lehni,  ► E-Mail

► Mitmachideen für Kirchgemeinden

Solidaritäts-Schokolade

Der Frieden wächst mit uns und jeder Spende. Mit nachhaltig produzierter Schokolade von Villars, wo nur die besten Bio-Zutaten verwendet werden, können Sie einen zusätzlichen Beitrag zum Frieden im Südsudan leisten. Bestellen Sie ab Mai ganz einfach die gewünschte Anzahl Tafeln für den Wiederverkauf, Ihren Eigengebrauch oder zum Weiterschenken in Ihrer Kirchgemeinde in unserem Shop oder telefonisch. Der Preis beträgt 5 Franken pro Tafel à 50 Gramm. Gerne beantworten wir Ihre Fragen: Christine Lehni,  ► E-Mail

► Weitere Infos zur Schokolade

Kampagnenmagazin

Ihre Ansprechpartnerin

Haben Sie Fragen zur Kampagne oder möchten Sie bei unserer Kampagne mitmachen, dann freuen wir uns darauf, Sie unterstützen und beraten zu dürfen.

Aufgrund der Corona-Massnahmen sind viele Anlässe abgesagt. Aber viele Basargruppen und Kirchgemeinden entwickeln alternative Ideen, wie sie Mission 21 trotzdem unterstützen können - auch in Ihrer Kirchgemeinde? Schreiben Sie uns! Gerne machen wir Ihren Anlass auf unserer Website bekannt.

Christine Lehni

Verantwortliche Kirchgemeinden
Tel: +41 (0)61 260 22 36
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