Kampagnenvorschau 2022

Stärken Sie mit uns gewaltbetroffene Frauen in Asien

 

Patriarchale Strukturen und patriarchale Denkweisen sind in Indonesien und Malaysia stark verankert. Häusliche Gewalt ist verbreitet und extreme Armut führt zu Frauen- und Kinderhandel. Dazu kommt, dass hunderttausende Frauen aus Indonesien als Hausangestellte in anderen asiatischen Ländern arbeiten, um ihre Familien zuhause finanziell zu unterstützen. Diese Migrantinnen werden häufig Opfer von Gewalt und Ausbeutung.

 

Verschärfung der Situation durch die Pandemie

Die Covid-19-Pandemie hat zu einem deutlichen Anstieg von Fällen physischer und psychischer Gewalt beigetragen, insbesondere im häuslichen Kontext. In Indonesien wurden im Jahr 2020 rund 300 000 Fälle von Gewalt an Frauen gemeldet. Die Dunkelziffer ist riesig. Da Frauen in Indonesien schlechteren Zugang zu Bildung haben als Manner und hauptverantwortlich sind für die Familienarbeit, sind sie wirtschaftlich benachteiligt. Viele haben kaum Möglichkeiten, sich über ihre Rechte zu informieren und sich zur Wehr zu setzen.

 

Mission 21 unterstützt gewaltbetroffene Frauen

Mission 21 stärkt und unterstützt von Gewalt betroffene Frauen. Wir setzen uns für Frauenrechte und für die Überwindung häuslicher Gewalt ein und verbessern die Situation von Arbeitsmigrantinnen. Die Partnerkirchen und -organisationen von Mission 21 vor Ort haben ein länder- und religionsübergreifendes Netzwerk aufgebaut, christliche und muslimische Institutionen arbeiten eng zusammen. So zum Beispiel das kirchlich geführte Frauenhaus «Durebang Center» und die muslimischen Organisationen «Praxis in Community» und «Sapa Institute» in Bandung, Indonesien. Traumatisierte Frauen und Kinder erhalten im Frauenhaus Schutz, medizinische und psychologische Betreuung sowie Rechtsberatung. Die Partnerorganisationen von Mission 21 erwirken, dass Straftaten verfolgt und die Täter verurteilt werden, leisten in der Stadt und auf dem Land Aufklärungsarbeit und bieten Workshops und Schulungen zum tabuisierten Thema häusliche Gewalt an. Mission 21 bildet Aktivistinnen und Aktivisten dazu aus, sich für Frauenrechte einzusetzen.

 

Projektausbau wegen der verschärften Situation

Aktuell wird das indonesische Projekt zusammen mit einer Partnerorganisation in West Timor ausgebaut, da die gesamte Region ein Brennpunkt für prekäre Arbeitsmigration ist und sich die Situation durch die Pandemie verschärft hat. Zudem soll das Durebang-Schutzhaus in Bandung ausgebaut werden und ein weiteres Frauenhaus entstehen.

 

Setzen Sie ein Zeichen gegen Gewalt!

Die Kampagne 2022 dauert vom 11. September 2022  bis zum Missionssonntag am 1. Advent.
Helfen Sie mit, die Welt ein wenig gerechter zu machen. Die leidtragenden Frauen und Kinder in Indonesien und Malaysia haben das Recht auf ein menschenwürdiges Leben.

Weitere Informationen und Ideen für Kirchgemeinden, wie sie unsere Kampagne aktiv unterstützen können, folgen im Frühjahr 2022.