Kyodan, Vereinigte Kirche Christi in Japan

 

Nach der erzwungenen Öffnung Japans durch westliche Militärmächte kamen 1859 Missionare der verschiedenen protestantischen Konfessionen nach Japan. Neben dem Gemeindeaufbau lag ihr Schwerpunkt im sozialen Dienst und Erziehungswesen. 1941 zwang eine staatliche Verfügung alle im Land vertretenen evangelischen Denominationen, sich in der Vereinigten Kirche Christi in Japan zusammenzuschliessen. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte eine Trennung von Staat und Religion. Sie hatte zur Folge, dass einige Konfessionen den Kyodan wieder verliessen. Trotzdem vertritt er auch heute einen grossen Teil der evangelisch Gläubigen in Japan. In ihrer sozialen Tätigkeit unterstützt die Kirche unter anderem Taglöhner, die Minderheit der Burakumin und die in Japan lebenden Koreaner. Sie führt Kindergärten, Schulen, Spitäler und andere soziale Einrichtungen. Der Kyodan ist Mitglied im Nationalen Christenrats Japans und mit vielen ausländischen Kirchen verbunden. 1988 unterschrieben der Kyodan und der Schweizerische Evangelische Kirchenbund eine Vereinbarung, um die gegenseitige Anerkennung und die zukünftige Beziehung zum Ausdruck zu bringen. Mission 21 wurde das Mandat der Ausgestaltung in Form von Programmen und Austausch übertragen. Aktuell besteht kein Projekt, es läuft aber ein inhaltlicher Austausch.