Kamerun, Landwirtschaft und Existenzsicherung

Arbeit mit Jugendlichen - Arbeit mit Zukunft

Projektsumme: CHF 28'750
Projektnummer: 134.1009

Vielen Jugendlichen in Kamerun fehlt eine berufliche Perspektive. Am Kamerunischen Tag der Jugend, dem 11. Februar, verspricht der Präsident jeweils, die Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen. Doch zwischen Versprechen und Realität klafft eine grosse Lücke. Die Presbyterianische Kirche in Kamerun (PCC), Partnerkirche von Mission 21, geht diese gravierenden sozialen und ökonomischen Probleme im Land mit gezielter Unterstützung von Jugendlichen an. Fünf Jugendzentren bieten ein breit gefächertes Programm an Schulungen und Beratung für die Jugendlichen.

Hintergrundinformationen

Über 40 Prozent der Kamerunerinnen und Kameruner sind jünger als 15 Jahre. In den vergangenen zehn Jahren hat der kamerunische Staat seine Ausgaben für Erziehung und Bildung stark reduziert. Wegen der ungenügenden Schul- und Berufsausbildung ist die Zahl der Schulabgängerinnen und Schulabgänger ohne Arbeit stark angestiegen. Dies stellt heute ein grosses Problem dar, vielen Jugendlichen fehlt dadurch eine berufliche Perspektive. Solche Jugendlichen können mangels Alternativen zur einfachen Beute für terroristische Gruppen wie Boko Haram werden.

Die Presbyterianische Kirche in Kamerun (PCC), Partnerkirche von Mission 21, geht seit ihrer Gründung die gravierenden sozialen und ökonomischen Probleme in Kamerun an.

Projektziele

Die Jugendarbeit unterstützt junge Menschen bei der Entwicklung ihrer persönlichen und kulturellen Identität und hilft ihnen, ein eigenständiges Leben aufzubauen. Vor allem in den Städten sind die Jugendlichen auf Orte angewiesen, wo sie sich beraten lassen, an Schulungen teilnehmen oder einfach nur reden können. Seit 1967 hat die PCC deshalb in verschiedenen Regionen des Landes Jugendzentren eröffnet. Sozial- und Jugendarbeitende in den fünf Zentren in Limbe, Kumba, Bamenda, Kumbo und Mamfe bieten ein breit gefächertes Programm für die Jugendlichen an. Dabei wird viel Wert auf die Entwicklung von Eigeninitiative und Eigenverantwortung gelegt.

Zielgruppen

  • Alle Jugendlichen der PCC

  • Leiter und Mitarbeitende des Youth Departments der PCC

  • Jugendzentrum Makon in Bamenda

  • Jugendzentrum Fiango in Kumba

Aktivitäten

Die Jugendzentren sind für alle Jugendlichen Orte der Begegnung, unabhängig von Alter, Geschlecht oder ethnischer Zugehörigkeit. Sie bieten eine breite Palette an Aktivitäten, um den Jugendlichen möglichst umfassend Gelegenheit zu Aus- und Weiterbildung sowie zu Austausch und Begegnung zu geben. Die Jugendzentren legen einen Schwerpunkt auf Beratungsdienste sowie Bildungs- und Schulungsangebote, die dazu dienen, sich beruflich und persönlich zu orientieren und weiterzuentwickeln. In diesem Zusammenhang führen die verschiedenen Zentren auch Programme zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit durch. Diese umfassen eine Ausbildung in den Bereichen Catering, Schneidern, Computer und traditionelles Kunsthandwerk.

Projektfortschritt

Im Fiango-Jugendzentrum ist die Aufnahme von Schülerinnen und Schülern von circa 400 auf 645 gestiegen. Die Computerlehrgänge, die in einem von Mission 21 in Zusammenarbeit mit dem schweizerischen Verein «Informatik für Afrika» eingerichteten IT-Raum stattfinden, sind sehr beliebt. Entsprechend hoch ist die Nachfrage unter den Jugendlichen, um sich eine gute Ausgangsbasis für die weitere berufliche und private Entwicklung zu schaffen. Der Leiter des Jugendzentrums in Bamenda möchte die Kursangebote diversifizieren. Neben dem Schneiderlehrgang und Computerkurs bietet das Zentrum Mankon in Bamenda auch Kurse in «Hotel Catering Services» an.