DR Kongo, Bildung

Besser Bildung für Kinder in der DR Kongo

Projektsumme: CHF 70'000 (2019)
Projektnummer: 197.1814

In der Demokratischen Republik Kongo leisten Kirchen und Hilfsorganisationen einen wesentlichen Beitrag zur Schulbildung der Kinder. Die Partnerorganisation CEK betreut über 150 Primar- und Sekundarschulen in mehreren Armutsvierteln der Hauptstadt Kinshasa und in schwer erreichbaren Regionen der Provinz Kwango. Die Qualität des Unterrichts wird regelmässig durch staatliche Inspektoren und Inspektorinnen kontrolliert, doch die CEK und ihre Schulgemeinschaften sind selber für den Bau und Unterhalt der Infrastruktur verantwortlich. Das Projekt unterstützt sie dabei, die Qualitätsstandards zu verbessern und rund 24‘000 Schülerinnen und Schülern einen gesicherten Zugang zu Bildung zu geben.

Hintergrundinformationen

Die kongolesische Verfassung gesteht im Prinzip jedem Kind den unentgeltlichen Zugang zur Grundschulbildung zu. Doch leider kann der Staat seinen Verpflichtungen kaum nachkommen. Ihm fehlt das Geld, um die Löhne des Lehrpersonals zu zahlen und die Schulinfrastruktur bereitzustellen. Die Schulgemeinschaften mit dem Lehrpersonal, den Eltern und Lernenden sind zu über 70 Prozent von grosser Armut geprägt. Im Landesdurchschnitt besuchen weniger als 50 Prozent aller schulpflichtigen Kinder regelmässig eine Schule. Insbesondere Mädchen brechen die Schule verfrüht ab, um im Haushalt mitzuhelfen. Wo der Staat seinen Aufgaben nicht nachkommen kann, springen Hilfsorganisationen und Kirchen ein. In den schwer erreichbaren Regionen der Provinz Kwango übernehmen sie rund 80 Prozent der Schulen. Im Distrikt Kasongo-Lunda betreut die Partnerorganisation CEK das grösste Schulnetz. Die meisten Schulgebäude haben sich die Dorfgemeinschaften in eigener Leistung aus Bambus, Lehm und Palmblättern gebaut. Alle drei Jahre müssen sie neu aufgebaut werden, weil ein Gewittersturm die von Termiten zerfressene Struktur umwirft. Toiletten bestehen oft aus einem Loch im Boden und einem Sichtschutz.

Projektziele

Über 24‘000 Kindern in den Armutsvierteln Kinshasas und in den schwer zugänglichen Regionen der Provinz Kwango wird dank einer guten Bildung der Weg zu einer besseren Zukunft geöffnet. Ihre Schulgemeinschaften, bestehend aus Lehrpersonal, Eltern und den Schülerinnen und Schülern, arbeiten gemeinsam an einer erschwinglichen, sicheren und förderlichen Lernumgebung. 

Zielgruppe

Die Gemeinschaft von Lehrpersonal, Eltern und Lernenden gehört zur Zielgruppe des Bildungsprojektes. Jede Schule hat ihre eigene Gemeinschaft. Sie pflegt die Schulinfrastruktur und schaut, dass der Unterricht sowohl staatlichen Vorgaben als auch den Ansprüchen der kongolesischen Gesellschaft entspricht. Zu den begünstigten Schulen zählen rund 150 Primar- und Sekundarschulen, die in Armutsvierteln Kinshasas und in schwierig zu erreichenden Regionen der Provinz Kwango liegen und von der Partnerorganisation CEK betreut werden. Das Projekt ermöglicht dadurch über 24‘000 Schülerinnen und Schülern den Zugang zu einer besseren Bildung.

Aktivitäten

  • Die vom Projektteam betreuten Schulgemeinschaften lernen, wie sie mit einfachen Mittel die Schulinfrastruktur verbessern können. Im Fokus stehen nachhaltige Bauweisen mit fördernder Lernatmosphäre und hygienische sanitäre Anlagen für Mädchen, Knaben und Lehrpersonal.

  • Die Schulgemeinschaften lernen, wie sie die Zusammenarbeit stärken können. Klassenübergreifende Schulclubs engagieren sich im Bereich Sport, Umwelt und Gesundheit. Eltern-Lehrer-Komitees sichern die Qualität des Unterrichts und organisieren Kinderkrippen und Alphabetisierungskurse für erwachsene Frauen und Männer, so dass eine Dorfgemeinschaft als Ganzes von der Schule profitiert und sie zu unterstützen bereit ist. 

  • Rund 200 Schülerinnen und Schüler erhalten jedes Jahr ein Stipendium, um die Sekundarstufe abschliessen zu können. Sie kommen aus benachteiligten Familien und zeichnen sich durch ihr starkes Engagement in der Schulgemeinschaft aus. 

Projektfortschritt

2018 lancierte die Partnerorganisation CEK einen ersten Planungsworkshop und entwarf ein erstes Konzept des neuen Leitfadens für die Schulgemeinschaften. Der Leitfaden legt die Standards für das Lehrpersonal und ihre Weiterbildung fest und definiert die pädagogischen Werte und Ansätze. Der Workshop markiert somit den Anfang einer neuen dreijährigen Entwicklungsphase. Sie wird nicht zuletzt vom Bau des neuen Sekundarschulhauses in Kasongo-Lunda profitieren. Die Bauarbeiten sind 2018 bereits so weit fortgeschritten, dass mit dem Einrichten der Klassenräume begonnen werden kann. In Kinshasa wird das Bildungsprojekt von den geplanten Seminarräumen profitieren, die die Partnerorganisation CEK in ihrem neuen Hauptsitz baut. Die Bauarbeiten sind auch hier fast abgeschlossen. In den Seminarräumen werden Projektmitarbeitende und Lehrpersonal ihre regelmässige Weiterbildung angeboten erhalten.