Tansania, Bildung

Bildung für die Zukunft

Projektsumme: CHF 4'600
Projektnummer: 186.1507

Wie in vielen Ländern des Südens ist Jugendarbeitslosigkeit auch in Tansania ein grosses Problem. Um diese zu vermindern, sind die beiden Partnerkirchen von Mission 21, die Südprovinz und die Südwestprovinz der Moravian Church in Tanzania (MCT), bereits seit vielen Jahren in der Berufsbildung tätig. Die Südprovinz führt ein Berufsbildungszentrum in Kyela, die Südwestprovinz unterhält ein grosses Berufsbildungszentrum in Mbeya. Beide Schulen sind offen für christliche und muslimische Jugendliche. Sehr viele von ihnen sind Waisenkinder, die durch die Berufsbildung reelle Zukunftschancen erhalten.

Hintergrundinformationen

Die Bevölkerung in Tansania besteht zu über 50 Prozent aus Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren. Viele von ihnen sind bereits unter prekären Lebensbedingungen aufgewachsen und da sie besonders unter der schlechten Wirtschaftslage leiden, sind auch ihre Berufsperspektiven düster. Bildung gilt gemeinhin als Schlüssel zum gesellschaftlichen Erfolg und als Voraussetzung dafür, ein selbstständiges Leben führen und Verantwortung für andere übernehmen zu können.

Im Berufsbildungszentrum in Kyela können die 150 Jugendlichen eine Kfz-Mechanik, Schreiner-, Schneider- oder Hauselektrikerausbildung absolvieren und Computerkurse besuchen. Auch eine Fahrschule ist angeschlossen. Mädchen werden gezielt mit Stipendien gefördert.

Das Berufsbildungszentrum in der Stadt Mbeya bietet über 420 Jugendlichen eine Ausbildung in den Bereichen Sekretariat, Hotelmanagement, Elektronik, Automechanik und Englisch an. Ausserdem werden die jungen Menschen in beiden Berufsschulen mit moderner Solartechnik, aber auch mit allgemeinen Lebenskompetenzen und HIV/Aids-Prävention vertraut gemacht.

Projektziele

Die Berufsausbildung in den Berufsbildungszentren in Mbeya (MCT-SWP) und Kyela (MCT-SP) ermöglicht qualifizierte und staatlich anerkannte Abschlüsse, die

  • junge Menschen befähigen, ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben zu führen

  • ein eigenverantwortliches Handeln und die Persönlichkeitsentwicklung fördern

  • das individuelle soziale und gesellschaftliche Engagement stimulieren

Durch die Unterstützung von Mission 21 gelingt es

  • jedes Jahr circa 500 Jugendliche in den Berufsbildungszentren auszubilden

  • jedes Jahr circa 100 Waisenkindern (Mädchen und Jungen) eine Berufsausbildung zu ermöglichen

  • Lehrpersonen weiterzubilden

Zielgruppe

Junge Frauen und Männer in der Region Mbeya, darunter Waisenkinder

Aktivitäten

Für 2018 sind die folgenden Aktivitäten geplant:

  • Absolventen und Absolventinnen der Elektrik-, Schreiner- und Nähkurse erhalten Werkzeugkoffer oder Nähmaschinen, um sich selbständig machen zu können

  • Fertigstellung eines Schlafgebäudes für 48 Schülerinnen in Kyela

  • Errichtung eines kleinen Ladens an zentraler Lage in Kyela zur

  • Direktvermarktung von Erzeugnissen

  • Fertigstellung eines Schlafgebäudes in der Berufsschule und die Einrichtung einer Stromversorgung mit Solarenergie in Mbeya

Projektfortschritt

Beide Berufsschulen entwickeln sich sehr gut und erfreuen sich wachsender Schülerzahlen. Vor allem die neuen Kurse im Bereich Kfz-Mechanik sind bei den Jugendlichen sehr beliebt. Wie in Kyela hat nun auch in Mbeya eine Fahrschule eröffnet, die den steigenden Bedarf an theoretischer und praktischer Führerscheinausbildung deckt und somit auch ein stabiles zusätzliches Einkommen für die Schulen schafft.

Beide Schulen vergeben weiterhin Werkzeugsets bzw. Nähmaschinen an Absolventinnen und Absolventen, damit diese nach Abschluss der Ausbildung selbständig arbeiten können. In Mbeya wurden dieses Jahr zudem die Infrastruktur der Schlafräume der Mädchen und Jungen und die sanitären Anlagen verbessert.

Sehr deutlich geworden ist die Notwendigkeit, die Berufsbildungsarbeit geografisch auszudehnen und an abgelegeneren Orten Schulen zu errichten, um dem hohen Bedarf an beruflicher Bildung gerecht zu werden.