DR Kongo, Gesundheit

Gesundheit: Grundversorgung für die Bevölkerung

Projektsumme: CHF 260'000
Projektnummer: 197.1817

Die Communauté Évangélique du Kwango (CEK), Partnerorganisation von Mission 21, hat in der Kwango-Region ein Netzwerk von 20 Gesundheitseinrichtungen geschaffen. Dieses besteht aus drei Spitälern, sechs Gesundheitszentren und elf Ambulatorien. Ab 2018 liegen neue Schwerpunkte auf der Verbesserung der Infrastruktur und Ausrüstung bestimmter Gesundheitseinrichtungen (zum Beispiel im Bereich der Wasserversorgung), der Gewährleistung von Medikamenten und Medizinbedarf und der stärkeren Einbindung der dörflichen Gemeinschaft betreffend Prävention und Sensibilisierung.

Hintergrundinformationen

Die Provinz Kwango, eine der 26 Provinzen der Demokratischen Republik Kongo, liegt im Südosten des Landes an der Grenze zu Angola. Die Aktivitäten des Gesundheitsprojekts konzentrieren sich auf den Distrikt Kasongo-Lunda, der mit einer Fläche von 20‘000 km2 halb so gross ist wie die Schweiz. Weil in der Region kaum wertvolle Rohstoffe vorzufinden sind, war die Entwicklung des Kwango nie Priorität der Regierung. Das hat Folge, dass sich die Strassen und die öffentlichen Dienste, vor allem auch der Gesundheitssektor, in erbärmlichem Zustand befinden. Dienstleistungen des Gesundheitsprojektes werden aufgrund des sehr geringen Jahreseinkommens der Bewohner des Kwango und der Inflationsrate von 41% meist in Naturalien vergütet.

Die Bevölkerung im Kwango leidet vor allem unter vier gesundheitlichen Problemen: Malaria, Atemwegserkrankungen, Durchfall und Mangelernährung. Von HIV-Infektionen ist die Bevölkerung des Kwango nicht im selben Mass betroffen wie die urbane Bevölkerung der Demokratischen Republik Kongo. Aufklärung und Prävention sind wichtige Massnahmen, um eine Ausbreitung zu verhindern. Zudem wird die Wasserversorgung der medizinischen Einrichtungen verbessert, unter anderem in der Gemeinde Matamba Solo.

Projektziele

Das Oberziel: Die Gesundheit der Bevölkerung in den drei Distrikten Kasongo-Lunda, Popokabaka und Kwango ist verbessert. 

Teilziele:

  • Die Infrastruktur ausgewählter Gesundheitseinrichtungen (1 Sekundärspital und 2 Gesundheitszentren) ist erneuert.

  • Die lückenlose und permanente Verfügbarkeit von Medikamenten ist gewährleistet und der Medizinbedarf ist gedeckt.

  • Die Eigenverantwortung und autonome Gesundheitsversorgung auf lokaler Ebene sind gestärkt.

  • Der Frauenbund der CEK fördert die Vernetzung und Zusammenarbeit des Gesundheitsprogramms mit den Projekten im Bereich der Landwirtschaft und der Schulbildung.

Zielgruppe

Es ist von einer Zielbevölkerung von rund 85'000 Personen auszugehen, die potentiell von den Dienstleistungen des Projekts profitieren.

Aktivitäten

  • Modernisierung und Renovation von drei Gesundheitseinrichtungen. Unter anderem wird das Spital in Matamba Solo nachhaltig mit sauberem Trinkwasser versorgt. Von der verbesserten Trinkwasserversorgung profitiert die gesamte Gemeinde.

  • Konzipierung eines neuen logistischen Systems zur Sicherstellung der Verfügbarkeit von Medikamenten und medizinischem Material.

  • Entwicklung und Einführung eines Schulungskonzepts für dörfliche (lokale) Akteure inklusive eines Curriculums.

  • Entwicklung von und Mitwirkung in Sensibilisierungskampagnen zu Malaria, HIV und Hygiene.

  • Aufbau und Förderung von Gemüsegärten für Gesundheitspersonal.

  • Entwicklung eines Kooperationskonzepts, um die Zusammenarbeit zwischen Frauenbund und Schulbehörde zu fördern.

Projektfortschritt

Nach über dreissig Jahren Erfahrung im Kwango ist die CEK mit ihrem Gesundheitsprojekt für viele Menschen der Region zu einer zentralen Hoffnungsträgerin geworden.

Im Einzugsbereich des SSC werden präventiv mindestens 80 Prozent der Kinder bis zum Alter von fünf Jahren regelmässig bezüglich Gewichts- und Ernährungssituation untersucht. Zudem werden hohe Durchimpfungsraten bei BCG (Tuberkulose), Polio, Diphterie/Tetanus/Keuchhusten und Pocken verzeichnet. Die Arbeiten an der Wasserversorgung für das Spital und die Gemeinde Matamba Solo sind im Gang.

Damit die CEK auch für die nächsten dreissig Jahre und darüber hinaus in wirksamer Weise zur Förderung der Gesundheitsversorgung beitragen kann, werden die bestehende Infrastruktur und medizinischen Einrichtungen modernisiert.