Kamerun, Gesundheit

Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum - Spital Manyemen

Projektsumme: CHF 184'000
Projektnummer: 134.1029

Die Gesundheitsdienste der Presbyterianischen Kirche in Kamerun (PCC) sichern die medizinische Grundversorgung für die vorwiegend ländliche, benachteiligte Bevölkerung. Das Spital Manyemen behandelt Menschen aus einem weiten Einzugsgebiet stationär oder in eigenen Polikliniken. Mission 21 unterstützt das Projekt mit finanziellen Beiträgen für die Verbesserung der Infrastruktur und die Anschaffung von medizinischen Geräten. Dazu kommt der Einsatz qualifizierter Fachkräfte.

Hintergrundinformationen

Die staatlichen Gesundheitsdienste in Kamerun sind nur schwach ausgebaut. Sie beschränken ihre Tätigkeiten vor allem auf die Städte. Es ist eine grosse Herausforderung, die Gesundheitsversorgung in entlegenen Dörfern zu gewährleisten, etwa Notfallbehandlungen oder Schwangerschaftsberatungen. Deshalb ist in diesem Bereich die Arbeit nichtstaatlicher Organisationen, insbesondere der Kirchen, äusserst wichtig.

Anfang der 1950er Jahre gründete die Basler Mission (heute Mission 21) in Manyemen ein Lepra-Spital. In den folgenden Jahren wurde zusätzlich das sogenannte «General Hospital» gebaut, um die allgemeine Krankenversorgung der lokalen Bevölkerung sicherzustellen. Beide Sektionen zusammen bilden die «Medical Institutions Manyemen» (M.I.M.).

Im Spital Manyemen werden sowohl akut als auch chronisch kranke Patienten – etwa an Tuberkulose, Lepra und Aids Erkrankte – medizinisch behandelt und beraten. Da es in Kamerun kein funktionierendes Krankenversicherungssystem gibt, müssen alle Leistungen bar bezahlt werden. Die Unterstützung von Mission 21 sichert den täglichen Betrieb des Spitals.

Projektziele

  • Medizinische Grundversorgung im ländlichen Gebiet ist verbessert

  • Fehlende oder unzureichende Ausrüstung und Infrastruktur im Spital ist neu installiert bzw. ersetzt

  • Aufklärungsarbeit und Behandlung von HIV, Tuberkulose, Malaria und Lepra ist gewährleistet

  • Das medizinische und technische Personal ist gut ausgebildet

  • Sicherheit für das Personal und die Patienten ist gewährleistet.

Zielgruppe

Das Projekt konzentriert sich auf die ländliche und benachteiligte Bevölkerung im Südwesten Kameruns. Rund 4500 Einwohner aus einem weiten Einzugsgebiet profitieren vom Projekt und werden medizinisch versorgt. Eine weitere Zielgruppe sind die Mitarbeitenden und Angestellten der M.I.M (Medical Institutions Manyemen) und deren Familien.

Aktivitäten

  • Kontinuierliche Aus- und Weiterbildung des medizinischen und technischen Personals

  • Anschaffung neuer medizinischer Geräte für Labors

  • Renovierung der Patientenzimmer und des Warteraums

  • Produktion von Strom durch Solarenergie

  • Sanierung des Wassersystems des Spitals

  • Aufklärungskampagne zum Thema HIV

Projektfortschritt

Der von Mission 21 entsandte Techniker Martin Witmer hat begonnen, das vor 30 Jahren gebaute Wassersystem des Spitals zu sanieren. Die Arbeiten an der Pumpensteuerung und an der Rückspülleitung der Sandfilter wurden in Angriff genommen. Die benötigten Materialien konnten in der Schweiz beschafft werden. Zudem konnte der defekte Sonnenkollektor für Warmwasser im Gebärsaal repariert werden und ist in Betrieb. Allgemein wurde das Personal in verschiedenen Bereichen geschult.

Zwei Sanitärmonteure wurden weiter ausgebildet und arbeiten nun selbständig. Durch die Instandhaltung der Infrastruktur des Spitals im Rahmen dieses Projektes erhalten die Menschen eine qualitativ gute und verlässliche medizinische Versorgung. Dadurch leistet dieses Projekt für die Menschen in Kamerun einen wichtigen Beitrag zu einem würdevolleren Leben mit Gesundheit und Lebensqualität.