Südsudan, Bildung

Kompetent und gut qualifiziert: gestärkte Partner im Südsudan

Projektnummer: 179.1025

Seit Jahren beherrschen Konflikte und Unruhen den Südsudan. Das Bildungsniveau ist tief und auch an Fachkräften mangelt es. Die Presbyterianische Kirche des Südsudan (PCOSS), Partnerkirche von Mission 21, versucht in diesen stürmischen Zeiten, Kapazitäten aufzubauen und damit zukunftsorientiert den Bedarf an Fachleuten zu decken. Mit einer umfangreichen Personalentwicklung, die Stipendien und Weiterbildungen umfasst, wird die Kirche gestärkt und befähigt, eine wichtige Rolle im Friedensprozess zu spielen.

Hinweis: Aktuelle Meldungen zur Projektarbeit im Zusammenhang mit dem Coronavirus finden Sie in unseren News.

Hintergrundinformationen

Die Friedensförderung und Versöhnungsarbeit im Südsudan schreitet nur langsam voran. Ebenso die Armutsbekämpfung, Bildungsarbeit und Gesundheitsförderung, die für die Entwicklung des Landes von zentraler Bedeutung wären. In der aktuellen Krise bleibt der Glauben ein wichtiges Element und der Einsatz der Kirchen ist von zentraler Bedeutung. Doch diese haben Mühe, ihr Personal kompetent zu schulen oder neue Fachleute zu rekrutieren. Die Presbyterianische Kirche hat die Gemeinde mit dem niedrigsten Bildungsniveau. Das  hängt damit zusammen, dass sie in der Region Greater Upper Nile beheimatet ist, sie die Oppositionsethnie ist und damit von den gewalttätigen kriegerischen Auseinandersetzungen besonders betroffen ist. Gleichzeitig ist sie die drittgrösste Kirche mit geschätzt 1,2 Millionen Mitgliedern. Ein von der Kirche ausgearbeiteter Personalentwicklungsplan bringt die gewünschte Struktur und in allen wichtigen Bereichen gut ausgebildetes Personal, das die Kirche tatkräftig unterstützt und ihre Arbeit nachhaltig und effektiver machen soll. Dies ist besonders für den nationalen Friedensprozess von grosser Bedeutung, aber auch für die Funktionalität als Kirche, die, anders als in der Schweiz, verschiedene Departemente hat, um die Menschen vor Ort bestmöglich zu untersützen.

Projektziele

Das übergeordnete Ziel dieses Projekts ist die Stärkung der Partnerorganisationen von Mission 21, damit sie tatkräftig, effizient und zukunftsorientiert aber auch transparent und nachhaltig als starke Vertretung der Menschen vor Ort auftreten können.

Hier geht es vor allem um die nicht-theologische Ausbildung. Denn eine Kirche arbeitet in fast allen Bereichen. Nur mit gut geschultem Kirchenpersonal und mit starken und guten Leitungsstrukturen kann die Kirche langfristig ihre Projekte nachhaltig ausführen.

Es ist wichtig, auch Stellen zu unterstützen, deren Bedeutung auf den ersten Blick nicht offensichtlich ist, z.B. wie im Bereich Good Governance (Finanzfachleute oder Personalverantwortliche). Auch eine Stelle in der Öffentlichkeitsarbeit ist für die Sichtbarkeit von Vorteil.

Zielgruppe

Von den Fortbildungsmassnahmen sollen Mitarbeitende der Partnerorganisationen profitieren. Sie tragen die Erfolge über die Projektebene in die gesamte Bevölkerung.

Aktivitäten

 Unterstützung von Weiterbildung in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit, Fundraising, Medizin, Englisch, Microsoft Office sowie im Bereich Verantwortliche Führung

 Durchführung von Trainings in Personal- und Organisationsentwicklung

 Verbesserung der Infrastruktur und Ausstattung von Hauptsitz und weiteren Büros, um ein produktives Arbeitsumfeld zu entwickeln

  Erarbeitung einer Strategie für Organisationsentwicklung

Projektfortschritt

Damit mehr gut ausgebildete Mitarbeitende in der PCOSS arbeiten, hat die Kirche im letzten Jahr einen Strategieplan erstellt. Zudem gibt es inzwischen für alle Positionen eine Stellenbeschreibung, um die Arbeit klarer zu definieren. Zusammen mit einem Experten wurde zudem ein Verhaltenskodex erstellt, auf den sich die Kirche beziehen kann. Alle Mitarbeitenden, die derzeit in einer Weiterbildung sind, können nach erfolgreichem Abschluss mit einer Stelle in der Kirche rechnen.

Seit 2021 wird verstärkt in die Bereiche Nachhaltigkeit, Transparenz und verantwortliche Führung (Good Governance) investiert. Dies geht einher mit dem Verhaltenskodex, aber auch mit anderen Policies wie im Bereich der Prävention von sexueller Belästigung oder die Protektion von Kindern. Dabei wird versucht die Kirche auf ein neues nachhaltiges und verantwortliches Level zu bringen, was im internationalen Kontext, aber auch zum Schutz der Begünstigten unabdingbar ist.