Südsudan, Bildung

Kompetent und gut qualifiziert: gestärkte Partner im Südsudan

Projektsumme: CHF 28‘750 (2019)
Projektnummer: 179.1025

Seit Jahren beherrschen Konflikte und Unruhen den Südsudan. Das Bildungsniveau ist tief und auch an Fachkräften mangelt es. Die Presbyterianische Kirche des Südsudan (PCOSS), Partnerkirche von Mission 21, versucht in diesen stürmischen Zeiten, Kapazitäten aufzubauen und damit zukunftsorientiert den Bedarf an Fachleuten zu decken. Mit einer umfangreichen Personalentwicklung, die Stipendien und Weiterbildungen umfasst, wird die Kirche gestärkt und befähigt, eine wichtige Rolle im Friedensprozess zu spielen.

Hintergrundinformationen

Die Friedens- und Versöhnungsarbeit im Südsudan schreitet nur langsam voran. Ebenso die Armutsbekämpfung, Bildungsarbeit und Gesundheitsförderung, die für die Entwicklung des Landes von zentraler Bedeutung wären. In der aktuellen Krise bleibt der Glauben ein wichtiges Element und der Einsatz der Kirchen ist von zentraler Bedeutung. Doch diese haben Mühe, ihr Personal kompetent zu schulen oder neue Fachleute zu rekrutieren. Die Presbyterianische Kirche ist die Kirche mit dem niedrigsten Bildungsniveau. Das  hängt damit zusammen, dass sie in der Region Greater Upper Nile beheimatet und damit von den gewalttätigen kriegerischen Auseinandersetzungen besonders betroffen ist. Gleichzeitig ist sie die drittgrösste Kirche mit geschätzt 1,2 Millionen Mitgliedern. Ein von der Kirche ausgearbeiteter Personalplan bringt die gewünschte Struktur und in allen wichtigen Bereichen gut ausgebildetes Personal, das die Kirche tatkräftig unterstützt und ihre Arbeit nachhaltig und effektiver macht. Dies ist besonders in dem nationalen Friedensprozess von zentraler Bedeutung.

Projektziele

Das übergeordnete Ziel dieses Projekts ist die Stärkung der Partnerorganisationen von Mission 21, damit sie tatkräftig, effizient und zukunftsorientiert als starke Vertretung der Menschen vor Ort auftreten können. Hier geht es vor allem um nicht-theologische Ausbildung. Denn eine Kirche arbeitet in fast allen Bereichen. Nur mit gut geschulten Kirchenpersonal im Friedensdepartment oder im Bildungsbereich kann die Kirche langfristig ihre Projekte nachhaltig ausführen.  Es ist wichtig, auch Stellen zu unterstützen, deren Bedeutung auf den ersten Blick nicht offensichtlich ist, z.B. Sekretärinnen oder Finanzfachleute. Auch eine Stelle in der Öffentlichkeitsarbeit ist unumgänglich.

Zielgruppe

Von den Fortbildungsmassnahmen sollen Mitarbeitende der Partnerorganisationen profitieren. Sie tragen die Erfolge über die Projektebene in die gesamte Bevölkerung.

Aktivitäten

  • Unterstützung von Weiterbildung in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit, Fundraising, theologische Ausbildung, Medizin, Englisch, Microsoft Office und andere

  • Durchführung von Trainings in Personal- und Organisationsentwicklung

  • Verbesserung der Infrastruktur und Ausstattung von Hauptsitz und weiteren Büros, um ein produktives Arbeitsumfeld zu entwickeln

Projektfortschritt

Damit mehr gut ausgebildete Mitarbeitende in der PCOSS arbeiten, hat die Kirche im letzten Jahr einen Aktionsplan erstellt. Zudem gibt es inzwischen für alle Positionen eine Stellenbeschreibung, um die Arbeit klarer zu definieren. Zusammen mit einem Experten wurde zudem ein Verhaltenskodex erstellt, auf den sich die Kirche beziehen kann. Alle Mitarbeiter, die derzeit in einer Weiterbildung sind, können nach erfolgreichem Abschluss mit einer Stelle in der Kirche rechnen.