Kontinental, Gesundheit

Kontinentales HIV- und Gesundheitsprogramm

Projektnummer: 100.1020

Mission 21 unterstützt die Gesundheitsprojekte ihrer Partnerkirchen in der DR Kongo, in Tansania, Kamerun, Nigeria sowie im Südsudan. Der Gesundheits- und HIV-Experte Emery Mpwate begleitet die Projektpartner vor Ort. Schwerpunkte sind gesundheitliche Präventions- und Aufklärungsprogramme Diese tragen dazu bei, dass Neuifektionen  mit gefährlichen Krankheitserregern verhindert werden. Ein Schwerpunkt liegt auf der Prävention von HIV/Aids.

Hinweis: Aktuelle Meldungen zur Projektarbeit im Zusammenhang mit dem Coronavirus finden Sie in unseren News.

Hintergrundinformationen

Die Vereinten Nationen (UNO) haben sich zum Ziel gesetzt, die HIV-Epidemie bis 2030 zu beenden. Noch ist der Weg dorthin aber weit. Gemäss UNO sinkt die Zahl der Neuinfektionen seit dem Jahr 2000 zwar stetig, und die Anzahl von Menschen mit Zugang zu antiretroviralen Medikamenten ist stark angestiegen. Und doch haben nur etwa 53 Prozent der Menschen, die mit HIV leben und davon wissen, Zugang zur nötigen medizinischen Versorgung. Im Jahr 2019 starben rund 690‘000 Menschen an Aids, rund 1,7 Millionen infizierten sich im selben Jahr neu (Quelle: UNAIDS).

Laut der UNO leben weltweit mehr als 38 Millionen Menschen mit HIV oder Aids. Der Zugang zu Medizin und Therapie ist in vielen Ländern sehr beschränkt. Besonders kritisch ist die Lage im südlichen Afrika. Zwar repräsentiert diese Region nur etwa einen Zehntel der Weltbevölkerung, doch mehr als die Hälfte der Neuinfektionen betrifft Menschen im Afrika südlich der Sahara. Hier leben auch zwei Drittel aller Menschen, die mit HIV infiziert oder an Aids erkrankt sind, sowie 90% der mit HIV infizierten Kinder. Noch höher ist der Anteil der HIV-positiven Mädchen und Frauen: Rund drei Viertel aller weltweit infizierten Frauen leben in Subsahara-Afrika. Zwischen 15 und 18 Millionen Kinder wurden in Afrika durch Aids zu Waisen.

Projektziele

•  Die Stigmatisierung von Menschen mit HIV wird durch Informations- und Wissensvermittlung abgebaut, über die Gemeinde- und Kirchenstrukturen hinaus.

•  Die Prävention von Neuinfektionen mit HIV und anderen Erregern ist aktiv gefördert.

•  Der Zugang zu Behandlung, Betreuung und Pflege für HIV-infizierte Menschen und deren Angehörige wird erweitert, insbesondere der Zugang zu Antiretroviraler Therapie (ART).

•  Von HIV betroffene Menschen und ihre Angehörigen bzw. Hinterbliebenen führen ein Leben in Würde.

•  Aufklärung und Gesundheitsprävention verbessern das Leben von Menschen.

Zielgruppe

Hauptzielgruppe der Arbeit sind Multiplikatoren in Kirchen, Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen sowie Jugendliche, die als so genannte „Peer Educators“ in ihrer Altersgruppe wirken können.

Aktivitäten

•  gezielte Schulungen von Multiplikatoren in den Bereichen Aufklärung- und Präventionsarbeit.

  Heimpflege und -betreuung von betroffenen Menschen (Krankenpflege, palliative Pflege, Sterbebegleitung, Betreuung von Aids-Waisen und pflegenden Familienmitgliedern etc.).

  Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitenden in der HIV-Arbeit (Aufklärung, Prävention, Betreuung und Pflege von Betroffenen, Behandlung mit ART etc.).

  Aus- und Weiterbildungsarbeit für «Peer Educators» innerhalb der Zielgruppen (insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene).

  soziale und wirtschaftliche Unterstützung für Menschen mit HIV und deren Angehörige.

  Weiterentwicklung und Vernetzung der Programme der Partnerorganisationen durch den Gesundheitsexperten Emery Mpwate.

  Interessenvertretung und aktive Lobbyarbeit in Kirche, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft (Advocacy).

Projektfortschritt

Die breit ausgerichtete HIV-Arbeit der Partnerorganisationen hat sich zunehmend professionalisiert. In allen Kirchen gibt es gut geschulte und vernetzte Koordinatorinnen und Koordinatoren, welche die HIV-Arbeit in ihrer Region organisieren. Dabei verschiebt sich der Fokus stärker auf die Präventionsarbeit. Dies geschieht durch Seminar mit Multiplikatoren, Lehr- oder Pfarrpersonen sowie Gesundheitspersonal. Auf diese Weise können Neuansteckungen und somit eine weitere Ausbreitung des HI-Virus effektiv verhindert werden.