Nigeria, Kooperationsprogramm

Kooperationsprogramm Nigeria

Projektnummer: 162.1001

Im Kooperationsprogramm sind alle Projekte von Mission 21 Nigeria gebündelt und auf ein gemeinsames Ziel hin ausgerichtet, um die Wirkung der einzelnen Projekte zu verstärken. Mit Spenden für das Kooperationsprogramm ermöglichen Sie, dass diejenigen Projekte in Nigeria unterstützt werden, in denen das Geld am dringendsten benötigt wird. Über- oder Unterfinanzierungen werden so reduziert.

Hintergrundinformationen

Nigeria ist mit 219 Millionen Einwohner*innen das bevölkerungsreichste afrikanische Land Afrikas und hat auch die grösste Wirtschaft Afrikas. Doch das Land ist mit einer Vielzahl von Herausforderungen konfrontiert. Die hauptsächlich im Nordosten des Landes operierende dschihadistische Organisation Boko Haram verübt seit 2009 Anschläge auf Dörfer, Städte und Zivilpersonen, zerstört Häuser, Kirchen, Schulen, Läden, Brunnen und Felder, vernichtet Ernten, verschleppt Frauen, Männer und Kinder. Wer von den Angriffen nicht fliehen kann, wird meist ermordet. Rund 12,5 Millionen Menschen sind in der Grossregion um den Tschadsee davon betroffen und benötigen humanitäre Hilfe.

In Nigeria allein befinden sich mehr als 2.1 Millionen Menschen auf der Flucht. Viele der Vertriebenen können aufgrund der anhaltenden Unsicherheiten auch nach Jahren nicht in ihre Heimatdörfer zurückkehren. Darüber hinaus sieht sich das Land einer neuen Welle interethnischer und interreligiöser Gewalt in den zentralen Bundesstaaten sowie landesweitem Banditentum mit Überfällen und Entführungen für Lösegeld gegenüber. Weit verbreitete Armut und Arbeitslosigkeit, ein tiefes Bildungsniveau und Umweltprobleme sind weitere Herausforderungen, denen die Bevölkerung gegenübersteht. In diesem Zusammenhang verfolgen Mission 21 und ihre lokalen Partner in Nigeria Projekte in den Bereichen Nothilfe und Wiederaufbau, Bildung und Existenzsicherung, Friedensförderung. 

Projektziele

  Das Überleben der von humanitären Katastrophen betroffenen Menschen ist gesichert.

  Die Lebensbedingungen der von humanitären Katastrophen betroffenen Menschen sind verbessert und ihre Lebensgrundlagen gesichert.

  Von den Krisen traumatisierte Menschen haben psychosoziale Untersützung.

  Waisen und gefährdete Kinder haben Zugang zu einer Grundausbildung.

  Von Konflikt und humanitären Katastrophen betroffene Menschen sind befähigt, wirksam auf Krisen zu reagieren und diese zu bewältigen.

  Der Dialog zwischen Christen und Muslimen und gemeinsame Aktivitäten tragen zu einer friedlichen Koexistenz bei.

  Gesellschaftliche Führungspersonen werden zu treibenden Kräften für Versöhnung und positive soziale Veränderungen.

  Frauen haben Zugang zu Grundbildung und berufsbezogene Ausbildung damit ihre gesellschaftliche und wirtschaftliche Rolle gestärkt ist.

  Die unternehmerischen Fertigkeiten von vulnerablen Menschen sind gestärkt und durch eine Anschubfinanzierung abgesichert.

  Natürliche Ressourcen werden nachhaltig und effizient genutzt und die Umwelt vor Verschmutzung geschützt.

  Die Kompetenz der Partnerorganisationen ist gestärkt und die Qualität und Resultate der von ihnen verantworteten Projekte sind verbessert.

Vor Ort

Seit Oktober 2015 arbeitet Dr. Yakubu Joseph als Landeskoordinator von Mission 21 in Nigeria. Er ist promovierter Geograph und verfügt über einen MA in Internationaler Friedensforschung und einen MSC in Soziologie. Zu seinen Aufgaben als Landeskoordinator gehören die Begleitung und technische Unterstützung der Partnerorganisationen. Zusätzlich ist Dr. Joseph für die Qualitätssicherung vor Ort zuständig und berät Partnerorganisationen von Mission 21 in Afrika in den Bereichen Friedensförderung und Sicherheit.