DR Kongo, Bildung

Pädagogische und materielle Unterstützung von Schulen

Projektsumme: CHF 42'000
Projektnummer: 197.1814

Die Communauté Évangélique du Kwango (CEK) leitet 33 Primar- und 23 Sekundarschulen in der Provinz Kwango und in der Stadt Kinshasa. In vielen Gebieten funktioniert das Grundschulwesen nur dank der Initiative von Kirchen wie der CEK, Partnerorganisation von Mission 21. Bei den von der CEK geführten Schulen handelt es sich um sogenannte «Ecoles Conventionnées», das sind in das staatliche Ausbildungswesen integrierte, aber von einer Kirche geführte Schulen. Die Qualität des Unterrichts wird regelmässig durch staatliche Inspektoren und Inspektorinnen kontrolliert. Die CEK leistet einen wichtigen Beitrag an die Schulbildung in der Provinz Kwango und in Kinshasa.

Hintergrundinformationen

Die DR Kongo war 1960, zum Zeitpunkt ihrer Unabhängigkeit, zusammen mit Südafrika eines der am weitesten entwickelten Länder in Afrika, mit einem gut ausgebauten Bergbausektor und einer produktiven Landwirtschaft. Heute ist die Wirtschaftsleistung noch immer unter dem damaligen Stand. Seit die Rohstoffpreise auf dem Weltmarkt gesunken sind, fällt die Leistung von Staat und Wirtschaft von Jahr zu Jahr. Im gleichen Zeitraum hat sich aber die Bevölkerung von 15,25 Millionen auf heute rund 81 Millionen Menschen erhöht. Weite Teile der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze. Die schulische Grundausbildung ist in der Demokratischen Republik Kongo zwar per Verfassung garantiert, de facto aber bekommen die öffentlichen Schulen mit wenigen Ausnahmen praktisch keine staatliche Unterstützung. Dies gilt auch für die vielen Schulen, die von den Kirchen geführten werden und in das staatliche Bildungswesen eingebunden sind. Die Lehrer erhalten zwar ein festes Gehalt, dieses ist jedoch oft so tief, dass die Eltern der Schüler sogenannte Motivationsprämien für die Lehrer entrichten müssen.

Projektziele

Oberziel: Ganzheitliche Bildung und Ausbildung (intellektuell, physisch und sozial) von Kindern und Jugendlichen auf Grundschulebene. 

Teilziele:

  • Bau und Unterhalt von Schulhäusern sowie Bereitstellung von Schulmobiliar (Bänke, Tische, Wandtafeln).

  • Gezielte Fortbildung ausgewählter Lehrerinnen und Lehrer, welche die erworbenen Kenntnisse ihrerseits an Kolleginnen und Kollegen weitergeben.

  • Vergabe von Stipendien an Schülerinnen und Schüler der CEK-Schulen nach transparenten Kriterien und dem Grundsatz, Mädchen und Jungen gleichermassen zu fördern.

Zielgruppe

Die Zielgruppe besteht aus Kindern der Provinz Kwango, ungeachtet dessen, ob sie CEK-Mitglieder sind oder nicht. Eine weitere Zielgruppe sind die Lehrerinnen und Lehrer, die durch das Schulprojekt eine zusätzliche pädagogische Ausbildung erhalten. Jährlich werden zwei bis vier Lehrerinnen und Lehrer weitergebildet. Für das Stipendienprojekt sind die Begünstigten Kinder und Jugendliche. Sie müssen Mitglied der CEK sein sowie die intellektuellen Voraussetzungen mitbringen, um einen Ausbildungsgang zu absolvieren. Rund 200 Kinder profitieren jährlich von Stipendien.

Aktivitäten

  • Unterhalt bestehender Schulen, bzw. Neubau von Schulgebäuden. Arbeitskräfte vor Ort werden mit einbezogen und beteiligen sich zum Beispiel beim Bereitstellen von Steinen, Sand, Wasser etc.

  • Eine gezielte Fortbildung ausgewählter Lehrerinnen und Lehrer ist ein wichtiger Teil des Projekts, da das Ausbildungsniveau der Lehrerinnen und Lehrer auf Sekundarschulebene oft tief ist.

  • Ein wichtiger Aspekt ist eine Didaktik des schülerzentrierten Unterrichtes. Einem «Nachplappern» des Schulstoffes durch Frontalunterricht wird entgegengewirkt und die Eigenständigkeit des Kindes gefördert.

  • Rund 200 Schülerinnen und Schüler – vorwiegend auf Sekundarschulstufe – profitieren jährlich von Stipendien. Den Stipendiatinnen und Stipendiaten wird damit zu einer guten Ausgangsposition auf dem Arbeitsmarkt verholfen.

Projektfortschritt

2017 wurde der Schwerpunkt der Projektarbeit auf die Verbesserung der Infrastruktur von Schulen der Kirche in den Elendsviertelen gelegt. Auch zwei Schulen in Kinshasa wurden erfolgreich renoviert. Im Rahmen der jährlichen Weiterbildung des Schulpersonals war vor allem die Chancengleichheit der Lehrerinnen und die Förderung von Schülerinnen Thema. Zwar kann positiv vermerkt werden, dass in mehreren Schulen der Anteil der Mädchen höher ist, als derjenige der Knaben. Allerdings ist zu bemerken, dass lediglich 64% der Mädchen die Schulabschlussprüfung bestanden haben. Im Durchschnitt schneiden die Schülerinnen und Schüler der CEK-Schulen in den Abschlussprüfungen, die nach den Vorgaben des staatlichen Erziehungsministeriums durchgeführt werden, jedoch gut ab.