Indien, Bildung

Praxisnahes Lernen

Projektsumme: CHF 2'750
Projektnummer: 224.1105

Indien ist ein zerrissenes, widersprüchliches und lebendiges Land. Immer stärker werden die Gegensätze zwischen Stadt und Land, Reich und Arm. Die kulturelle, soziale und religiöse Vielfalt des Subkontinents macht seinen Reichtum aus und stellt gleichzeitig eine grosse Herausforderung dar. Christinnen und Christen bilden mit 2,4 Prozent eine Minderheit in der mehrheitlich hinduistisch geprägten Gesellschaft. Indische Theologiestudierende auf ihr Berufsleben optimal vorzubereiten, ist eines der zentralen Anliegen des Karnataka Theological College (KTC).

Hintergrundinformationen

"Unsere grossen Herausforderungen sind HIV und Aids, die Konfrontation der Tradition mit der Moderne und religiöse Intoleranz", sagt Hannibal Cabral, der Rektor des KTC. Die indische Gesellschaft erlebt enorme Umbrüche, daher verbindet das KTC in der theologischen Ausbildung die klassischen theologischen Studienfächer mit gesellschaftspolitischen und sozialen Themen, um die Studierenden für diese Veränderungen auszurüsten. Ein zentraler Aspekt der Ausbildung ist die Verknüpfung von Theorie und Praxis. Alle Studierenden machen regelmässig Praktika, um das Leben, die Sorgen und Freuden ihrer späteren Gemeindemitglieder verstehen zu lernen.

Das Studium erfolgt auf Kannada, der regionalen Sprache vor Ort. So bleiben die Theologiestudierenden auch in der Kommunikation nahe bei den Menschen. Englisch, eine der überregionalen Sprachen in Indien und internationale Verkehrssprache, wird dabei nicht vernachlässigt. Viele Studierende kommen aus armen, ländlichen Gemeinden und können das Studium nicht selbst finanzieren. An diese jungen Menschen vergibt das KTC Stipendien.