Indien, Bildung

Schutz und Förderung indischer Mädchen

Projektsumme: CHF 3'000
Projektnummer: 224.1102

Kinder – allen voran Mädchen – führen in Indien oftmals ein schweres Leben. Wenn die wirtschaftliche Situation in einer Familie schwierig wird, sind es zuerst die Mädchen, die nicht mehr zur Schule gehen dürfen. Sie müssen im Haushalt helfen, auf den Feldern arbeiten oder in den Steinbrüchen für wenige Rupien Steine klopfen. Durch die Einrichtungen der Kirche von Südindien entfliehen sie Kinderarbeit und Unterdrückung.

Hintergrundinformationen

Um gerade den Mädchen ein besseres Leben zu ermöglichen, unterstützt das Projekt in Indien vermehrt Mädchenheime. Egal ob aus christlichen, hinduistischen oder muslimischen Familien, in den Heimen leben sie alle zusammen, verstehen und respektieren sich. Die Kinder erleben hier die Geborgenheit eines Zuhauses und können zur Schule gehen. Das Hauptanliegen der indischen Kinderheime ist es, ihren Schützlingen eine gute Ausbildung zu ermöglichen und ihnen bessere Lebensperspektiven zu eröffnen. Im täglichen Umgang und der Übernahme kleiner Aufgaben lernen sie, Verantwortung für ein gemeinsames und friedliches Zusammenleben zu übernehmen.

In vielen Fällen von Kinderarbeit kann man die Eltern nicht verurteilen, weil sie aus Armut ihre Kinder zum Arbeiten anstatt in die Schule schicken. Kinderarbeit wird hauptsächlich auf dem Land geleistet, da das Einkommen vieler Bauernfamilien nicht zum Überleben ausreicht. Hoch verschuldete Bäuerinnen und Bauern müssen oft nicht nur ihr Ackerland verkaufen, sondern auch ihre eigene Arbeitskraft und die ihrer Kinder. An den Besuch einer Schule ist für diese Kinder nicht mehr zu denken. In den Heimen eröffnet sich für sie eine neue Perspektive.

Die Unterstützung läuft über die Organisation Evangelische Mission in Solidarität (EMS) in Stuttgart. Diese verantwortet das Projekt, Mission 21 beteiligt sich an der Finanzierung. Gemeinsam mit den jeweiligen Diözesen trägt die EMS die Verantwortung für sieben Heime und zwei Ausbildungsstätten.