DR Kongo, Bildung

Université Protestante: Eine gestärkte Zivilgesellschaft ist möglich

Projektsumme: CHF 28'000
Projektnummer: 197.1004

Die Université Protestante au Congo (UPC) in Kinshasa ist eine protestantische Universität mit einem hohen Anteil an Studierenden unterschiedlicher Konfessionen. Mission 21 unterstützt die UPC in der theologischen Ausbildung und leistet jährlich einen Beitrag zur Unterstützung der Bibliothek. Weiter unterstützt Mission 21 begabte Studierende aus finanzschwachen Familien mit einem Beitrag an die Studiengebühren. Ein zusätzlicher finanzieller Beitrag geht an die Gehälter der Dozierenden. Zur Universität gehört neben der theologischen sowie der wirtschafts- und rechtswissenschaftlichen Fakultät seit 2008 auch eine medizinische Fakultät. Zudem ist der UPC das Centre Congolais-Allemand de Microfinance (CCAM) angegliedert.

Hintergrundinformationen

In der DR Kongo gibt es auf universitärer Ebene eine Vielzahl von Ausbildungsstätten. Nicht viele sind allerdings so gut ausgerüstet wie die UPC in Kinshasa. Die 1959 gegründete Theologische Fakultät von Belgisch-Kongo und Rwanda-Burundi wurde 1994 um die wirtschafts- und rechtswissenschaftliche Fakultät erweitert. 1997 erfolgte die Umbenennung in Université Protestante au Congo (UPC). Der Lehrkörper der UPC ist vollständig afrikanisch, wobei die kongolesischen Dozentinnen und Dozenten oft an angesehenen Universitäten in Europa oder Amerika studiert haben. In der Bibliothek der Universität gibt es neben Büchern und Zeitschriften auch Computerarbeitsplätze mit Internetanschluss. An der theologischen Fakultät ist der Lehrplan folgendermassen aufgebaut: Ancien Testament; Nouveau Testament; Histoire de l’Eglise; Théologie Systématique; Théologie Pratique; Missiologie; Œcuménisme et Science des Religions.

Die Beziehungen der UPC mit Mission 21 gehen auf die Jahre 1977 bis 1980 und die Ankunft von Schweizer Gastprofessoren in Kinshasa zurück.

Projektziele

Die protestantische Universität im Kongo hat zum Ziel, Unterricht auf einem gehobenen akademischen Niveau anzubieten. Dadurch stehen dem Land künftig Führungskräfte zur Verfügung. Sie sollen helfen, die gesellschaftlichen Herausforderungen zu meistern und auch in Kirchen als Kaderpersonal zum Einsatz kommen. Die Dimension der christlichen Ethik hat in der Ausbildung an der UPC einen besonderen Stellenwert.

Zielgruppe

Die Zielgruppe besteht aus jungen Frauen und Männern, welche die Aufnahmebedingungen erfüllen. In der DR Kongo und an der UPC ist dies insbesondere das sogenannte «Diplôme d’Etat», das in etwa unserer Matur entspricht. Unter den weiteren Aufnahmekriterien erwähnt die UPC ein Empfehlungsschreiben. Im Falle der theologischen Fakultät wird dieses von der entsendenden Kirche verfasst.

Aktivitäten

Der Finanzierungsbeitrag von Mission 21 fliesst in drei Aufgabenbereiche:

  • Aus dem «Minèrval»-Fonds erhalten begabte Studierende aus finanzschwachen Familien an allen Fakultäten einen Beitrag an die Studiengebühren. Der Fonds wird von der Universität selbständig verwaltet.

  • Mission 21 trägt zur Erneuerung, Ergänzung und Aktualisierung des Buchbestands der Bibliothek bei.

  • Es wird ein Beitrag an die Dozentengehälter der Theologischen Fakultät geleistet.

Projektfortschritt

Im akademischen Schuljahr 2016-2017 finanzierte das Projekt den Lohnanteil von zwei Professorinnen und drei Professoren, die an der theologischen Fakultät dozieren. Auch 22 Studentinnen und Studenten in Theologie, Wirtschaft, Recht und Medizin wurden gefördert, indem ihnen das Projekt die Studiengebühren oder ein Stipendium finanzierte.