DR Kongo, Bildung

Verbesserung der Bildung und sozialen Stellung von Frauen

Projektsumme: CHF 23'000
Projektnummer: 197.1808

Das Projekt stärkt die Rolle der Frauen als Stützpfeiler von Familie und Gesellschaft. Bildung steigert die Chancen der Frauen, in hierarchisch höhergestellte Positionen zu gelangen. Einkommensfördernde Massnahmen führen zu einer Aufbesserung des Haushaltsbudgets und stärken das Selbstbewusstsein. Durchgeführt werden die Projektaktivitäten von der Fédération des Femmes (FF) der Communauté Évangélique du Kwango (CEK), Partnerorganisation von Mission 21.

Hintergrundinformationen

Frauen sind in der kongolesischen Gesellschaft in vielen Bereichen benachteiligt. Sie haben einen erschwerten Zugang zu guter Bildung und weniger Ausbildungsmöglichkeiten als Männer. Schwangerschaften vor Erreichen des zwanzigsten Lebensjahrs, frühe Heirat sowie die elterliche Vernachlässigung der Mädchen in Sachen Ausbildung führen dazu, dass die Einschulungsquote der Mädchen unter derjenigen der Knaben liegt. 36,2 Prozent der Männer und nur 10,7 Prozent der Frauen verfügen in der DR Kongo über einen Schulabschluss. Dies wirkt sich negativ aus, wenn es darum geht, einen Arbeitsplatz zu erhalten. Generell wird der Zugang von Frauen zu Arbeit, Boden und Kapital durch die gesellschaftlichen, die rechtlichen und die institutionellen Rahmenbedingen erschwert. Lediglich 44 Frauen (8,9 Prozent der Abgeordneten) sind als Volksvertreterinnen im kongolesischen Parlament vertreten.

Projektziele

Übergeordnetes Ziel: Förderung der intellektuellen, sozialen, materiellen und spirituellen Entfaltung von Frauen jeglichen Alters. 

Spezifische Ziele:

  • In Bildungsprogrammen lernen Frauen aus ländlichen Gebieten lesen und schreiben. Dadurch erhalten sie Zugang zu Informationen, zum Beispiel über medizinische Aufklärung oder ihre Rechte. Zudem wird den Frauen der Zugang zu qualifizierterer Arbeit erleichtert.

  • In Kursen zur Verarbeitung von Textilien oder zum Erlernen des Coiffeur-Berufes sowie in Hauswirtschaftskursen erlernen Frauen Fähigkeiten, die ihnen helfen, ein eigenes Einkommen zu erwirtschaften.

Zielgruppe

Die Aktivitäten der Vereinigung der Frauen der CEK richten sich an Frauen und Mädchen, die in der Provinz Kwango leben oder von dort in die Armutsquartiere von der Hauptstadt Kinshasa auswanderten. Dies unabhängig davon, ob es sich um Mitglieder der CEK handelt oder nicht. Das Alphabetisierungsprogramm steht auch Männern und Jugendlichen allgemein offen.

Aktivitäten

Der Hauptansatzpunkt der Fédération des Femmes der CEK ist die Begleitung von Frauen durch Hilfe zur Selbsthilfe. Diese erfolgt durch die Alphabetisierung, die Integration marginalisierter junger Frauen und die Unterstützung lokaler Fraueninitiativen. Die FF verfügt über eine Generalversammlung von 42 Vertreterinnen und Vertretern aus den Gemeinden, einen Vorstand mit 16 Mitgliedern, eine Projektdirektion (fünf Frauen mit einer pädagogischen Ausbildung) sowie einen Kirchgemeindeverband.

Projektfortschritt

Das Projekt des Frauenbunds (Fédération des Femmes) der CEK legt einen Schwerpunkt auf die Weiterbildung von Frauen jeglichen Alters und fokussiert zudem auf einkommensschaffende Aktivitäten. Im Rahmen der einkommensgenerierenden Aktivitäten in der Hauptstadt Kinshasa absolvieren rund 50 junge Frauen eine Weiterbildung als Kosmetikerin und Friseurin. Um in der Landwirtschaft Eigeneinnahmen zu generieren, hat der Frauenbund in der abgelegenen Kwango-Region einen Fischteich angelegt, der 2018 seinen ersten Ertrag abwirft. Ein grosser Erfolg war der Bau einer Apotheke, die nebst der Ausgabe von Medikamenten auch Aufklärungsarbeit zu Gesundheitsthemen leisten wird. Ein zweites Pharmaziegeschäft ist im Gebiet Plateau Bateke geplant, das rund eine Autostunde von der Hauptstadt Kinshasa entfernt liegt. Dort wird zudem die Zusammenarbeit von CEK und Frauenbund bezüglich der landwirtschaftlichen Produktion ausgebaut.