Dialog International: Wie in Nigeria Hass entstand und Frieden wächst

Leidenschaft für den Frieden: Mit Markus Gamache und Ruedi Küng.

Die anhaltende Gewalt in Nigeria macht uns ratlos: Wie können Hass und Gewalt derartig eskalieren? Was bringt Menschen dazu, gewalttätig zu werden? Welche Rolle spielen politische Fehlentscheidungen – und wie und wo kommen persönliche Erfahrungen und Kränkungen ins Spiel? Und auf der anderen Seite: Wo sind kleine und grosse Schritte möglich, die doch noch zum Frieden führen? Der Anlass bringt zwei Kenner der Situation ins Gespräch: Ruedi Küng wird als langjähriger kenntnisreicher Beobachter den Konflikt in Nigeria in einen grösseren Zusammenhang stellen. Dabei wird er Ereignisse und Entwicklungen der neueren wie der weiter zurückliegenden Geschichte Nigerias einbeziehen, die für die prekäre Lage heute von Bedeutung sind. Markus Gamache wird Erfahrungen aus seiner Biografie reflektieren – religiöse Zerwürfnisse in seiner Familie wie auch Herausforderungen im Aufbau eines Friedensdorfes: Was lässt sich daraus für Wege zum Frieden lernen?

 

Markus Gamache aus Nigeria ist Betriebswirt und stammt aus einer gemischtreligiösen Familie. Er nahm Flüchtlinge in seinem Haus auf und errichtete daraufhin das Friedensdorf Gurku, in dem Christinnen und Christen, Musliminnen und Muslime gemeinsam leben: "Ich hege eine persönliche Leidenschaft für den Frieden." Neben politischen Weichenstellungen hält er die Entwicklung einer persönlichen Haltung für entscheidend: "Damit wir den Frieden miteinander finden, müssen wir ihn zuerst in uns selbst suchen."

 

 

Ruedi Küng war Redaktor für internationale Politik beim Schweizer Fernsehen und Radio DRS, heute SRF, sowie Delegierter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz. Der langjährige Radio-Afrikakorrespondent vermittelt heute mit «InfoAfrica.ch» unvoreingenommen und vorurteilsfrei Informationen über afrikanische Gegebenheiten.

 

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